Eishockey

Eishockey-Saisonstart ist der erste Meilenstein

Für Ann-Marie Herrschaft und die Zweitliga-Eishockeyspielerinnen wird es am Samstagmorgen ab 9.30 Uhr ernst. Zu Gast sind die Dinslakener Kobras. Ihren Trainingsauftakt bestreiten die ECB-Frauen am Donnerstag.
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Für Ann-Marie Herrschaft und die Zweitliga-Eishockeyspielerinnen wird es am Samstagmorgen ab 9.30 Uhr ernst. Zu Gast sind die Dinslakener Kobras. Ihren Trainingsauftakt bestreiten die ECB-Frauen am Donnerstag.

Vor der offiziellen Eröffnung der Eishalle absolvieren die Männer und Frauen des EC Bergisch Land ihre ersten Spiele.

Von Thomas Rademacher und Jürgen König

Der kommende Samstag ist für den EC Bergisch Land und die Betreibergesellschaft Solingen Eissport gGmbh ein bedeutender Tag. Ab 15 Uhr wird die Eissporthalle mit einem umfangreichen Programm neu eröffnet. Doch bereits vorher absolvieren beide Senioren-Eishockey-Teams ihre ersten Meisterschaftsspiele. Die Männer empfangen in der Landesliga den TuS Wiehl 1b (Freitag, 20.30 Uhr), die Zweitliga-Frauen treten gegen die Dinslakener Kobras an (Samstag, 9.30 Uhr).

„Wenn das erste Wochenende vorbei ist, werde ich vielleicht etwas entspannter“, sagt Wolfgang Lingen, ECB-Vorsitzender und neuer Betreiber der Eishalle. „Mir ist aber schon ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, dass wir die Eröffnung jetzt hinbekommen.“ Die Eiskunstläufer des Solinger TB waren am Mittwoch die Ersten, die das frische Eis einweihen durften. Am Abend absolvierten die ECB-Männer ihr Auftakttraining.

Kein Grund zum Zweifel mehr bei Tim Neuber und Co. – die erste Mannschaft des EC Bergisch Land empfängt am Freitagabend den TuS Wiehl 1b zum ersten Landesliga-Spiel.

Immer wieder waren Probleme aufgetaucht, die Lingen und Co. lösen mussten. „Als der neue Verdichter den Geist aufgegeben hat, war ich den Tränen nah“, berichtet der ECB-Chef, der bei der Eisaufbereitung selbst geholfen hat und dafür vorige Woche zwei Nächte durchgemacht hat. Das Resultat ist beeindruckend: Zum ersten Mal seit vielen Jahren erstrahlt die Fläche wie bei den großen Eishockey-Standorten in weiß. „Das haben wir professionell durchführen lassen. Man sieht jetzt die Linien viel besser, wir haben unser Logo auf der Fläche – es ist wirklich toll“, freut sich Lingen und hofft bereits am Freitag auf regen Zuschauerzuspruch beim ersten Landesliga-Match.

„Ich bin sehr gespannt, was die Jungs aufs Eis bringen“, sagt Trainer Ralf Alberts, der in der Vorbereitung nur eine Partie beim EHC Troisdorf 1b absolvieren konnte. „Extern Eis anzumieten, wäre in diesen Zeiten einfach zu teuer gewesen.“ Glücklich ist der Coach über die „sensationelle Arbeit“ des Vorstands und darüber, dass sein Team nun tatsächlich in die Saison startet.

„Es geht weiter – nur das zählt.“

Andreas Jordan, Trainer der ECB-Frauen

Der Druck ist nicht hoch. Alle acht Landesligisten werden am Ende der Vorrunde in die Play-offs einziehen. „Wiehl 1b ist ein guter erster Gradmesser“, meint Alberts, der auf eine ordentliche eigene Mannschaft blickt. Bis auf Waldemar Ginder ist der komplette Kader erhalten geblieben. Dazu ist Torhüter Tizian Winkelsträter wieder fit, und in Felix Wolter ist ein starker Spieler aus Ratingen zurück zum ECB gekommen. Neu dabei sind außerdem Andreas Spitzer und Jan-Philipp Gladbach (beide aus Bergisch Gladbach) sowie der Schwede Filip Nordin, der ein Auslandssemester in Deutschland absolviert.

Für Frauen-Trainer Andreas Jordan ist die Saison schon jetzt mit einer positiven Erkenntnis verbunden. „Was nun kommt, ist mir weitgehend egal. Juchhu, es geht weiter – nur das zählt“, sagt der langjährige Coach des Zweitligisten, der an diesem Donnerstag erstmals das heimische Eis zum Training betritt. Am Samstag um 9.30 Uhr wird es ernst, wenn die Dinslakener Kobras zu Gast sind. „Die Uhrzeit sind wir gewohnt, das ist kein Problem“, sagt Jordan mit Blick auf weitere so angesetzte Partien.

Mit Dinslaken erwarten die Solingerinnen einen starken Gegner, der bereits eine Partie (3:1 gegen KEC „Die Haie“) für sich entscheiden konnte. „Die haben schon lange Eis und hatten voriges Jahr bereits eine gute Truppe, die noch mal verstärkt wurde“, weiß Jordan um den Nachteil seiner Truppe. Ein kompaktes Training seines Frauen-Teams habe gar nicht stattgefunden, mit den Nachwuchs-Mannschaften war man immerhin gemeinsam für ein Wochenende in Hamm. Ansonsten war Eis ein Fremdwort, dem Sommertraining folgten viele individuelle Einheiten.

Der Glaube an ein gutes Abschneiden hat dadurch nicht gelitten, der Trainer peilt im Siebener-Feld eine Platzierung in der Top-Drei an. Alles deutet auf eine einfache Runde mit Hin- und Rückspielen hin, da die meisten Eishallen aufgrund der Energiekrise eher im März denn im April geschlossen werden sollen. Der Kader weist kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf, erneut kann auf Jugendliche aus verschiedenen Altersklassen zurückgegriffen werden. Sie sollen im Beisein von Zweitliga-Größen wie Keeperin Jennifer Klömpges oder den Torjägerinnen Jill Rutzen und Ann-Marie Herrschaft reifen. Mit Laura Schneider gibt es zudem eine Rückkehrerin aus Wiehl.

Raptors-Jugend

Schon vorgelegt in Sachen Saisonstart hat die jüngste Nachwuchs-Mannschaft der Raptors. Die U9 trat am vergangenen Samstag in Troisdorf zu ihrem ersten Turnier an und musste dabei vor allem einen Nachteil kompensieren: Im Gegensatz zu allen anderen Teams hatte sie noch kein einziges Training auf heimischem Eis absolvieren können. „Die Freude, endlich wieder auf dem Eis zu stehen, ließ die Ergebnisse auch für die Kinder völlig zur Nebensache werden“, berichtete Trainer Marvin Wintgen.

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