Fußball

Eintracht-Generalprobe der besonderen Art

Der TSV, hier gegen die Eintracht mit Pokal-Torschützin Katrin Ingenhoff (Mitte), strebt die Landesliga an. Foto: Christian Beier
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Der TSV, hier gegen die Eintracht mit Pokal-Torschützin Katrin Ingenhoff (Mitte), strebt die Landesliga an.

Solingens führende Fußballerinnen erwarten Borussia Dortmund im Walder Stadion

Von Moritz Jonas

In weniger als zwei Wochen startet die neue Saison im Solinger Fußball auch bei den Frauen. Mit dem TSV Solingen, dem FC Britannia und der zweiten Mannschaft der Eintracht starten wieder drei Teams in der Bezirksliga. Zwei Klassen höher in der Niederrheinliga tritt die erste Mannschaft der Eintracht an. Am vergangenen Sonntag trafen zwei der vier Teams im direkten Duell aufeinander, der TSV begrüßte an der Neuenkamper Straße die Eintracht zum Derby im Kreispokal-Halbfinale (2:3). Der Wettbewerb aus der vergangenen Saison endete damit, ein Finale gibt es nicht.

Für beide Trainer war aber bereits vor dem Spiel klar, dass diese Partie als weitere Vorbereitung mit Wettbewerbscharakter zu sehen sein würde. Und auch sonst ähneln sich die Vorzeichen bei beiden Mannschaften vor der anstehenden Saison. Sowohl beim TSV als auch bei der Eintracht gibt es Veränderungen an der Seitenlinie. René Langer ist zu dieser Saison der neue Trainer beim TSV. Er ist im Verein aber definitiv kein unbeschriebenes Blatt, zuvor war er dort bereits als Jugendtrainer und Jugendleiter aktiv. Bei der Eintracht wurde das Trainer-Team um Spielertrainerin Jasmin Weide erweitert. Ex-Spielerin Vanessa Hanc, Thorben Vetter sowie die Torwart-Trainer Jean Debinski und Daniel Cramer bilden das Quintett beim klassenhöchsten Club.

Die personelle Situation bei beiden gestaltet sich ebenfalls ziemlich ähnlich. Denn das Duo geht mit unveränderten Teams im Vergleich zur vergangenen Saison ins Rennen. „Unser Kader steht“, sagt Langer. Höchstens aus den eigenen Reihen könne noch jemand in die Mannschaft stoßen. Auch die Eintracht konnte die Mannschaft aus der annullierten Spielzeit zusammen halten, beim Niederrheinligisten sind weitere Verstärkungen allerdings nicht ausgeschlossen. „Wir befinden uns zur Zeit in Gesprächen mit ein paar Spielerinnen und schauen mal, was sich bis Ende August noch ergibt“, erklärt Weide.

„Wir wollen Meister werden und in die Landesliga aufsteigen.“

René Langer, TSV-Trainer

Ähnlich schwierig war für beide Trainer die bisherige Vorbereitung. Denn aufgrund der Corona-Pandemie musste hier natürlich viel individuell gearbeitet werden. Aber jede noch so gute Einheit zu Hause könne das Training auf dem Platz nicht ersetzen, erklärt Langer. Ähnlich sieht es auch Weide: „Nach so einer langen Pause müssen wir als Mannschaft auch erst mal wieder zusammenwachsen, das ist klar.“

Obwohl beide die gleichen Voraussetzungen zu haben scheinen, waren die Rollen im Pokal-Derby klar verteilt. Die Eintracht konnte ihrer Favoritenrolle zunächst auch gerecht werden, lag durch Leonie Tkacik und Laura Ciemienga früh mit zwei Toren in Führung. Anschließend fand der TSV aber besser in die Partie und verkürzte durch einen verwandelten Handelfmeter von Katrin Ingenhoff. Denise Domnick stellte den alten Abstand allerdings noch vor der Pause wieder her.

In der zweiten Hälfte spielte sich das Geschehen dann meistens im Mittelfeld ab, bevor der TSV 20 Minuten vor dem Ende die zweite Luft bekam und sich gleich mehrere gute Gelegenheiten herausspielte. Zu mehr als dem 2:3-Anschluss durch Lucie Kurth reichte es aber nicht. Weide kritisierte, dass es am Ende noch einmal so spannend wurde: „Wir müssen solche Spiele einfach besser runterspielen.“ Eine Sache, an der sie vor dem letzten Test gegen das neugegründete Frauen-Team von Borussia Dortmund am kommenden Sonntag ab 13 Uhr ansetzen möchte.

Jahnkampfbahn-Förderkreis freut sich auf guten Fußball

Aufgrund vieler zu erwartender Fans des BVB hat der Stadtdienst Sport und Freizeit das Duell im Walder Stadion angesetzt – auch zur Freude des dortigen Förderkreises, der in dieser Woche noch mal den Naturrasen lobte. „Wir sind froh, dass guter Fußball in unserer Jahnkampfbahn stattfindet“, sagte Guido Rohn.

Derweil zeigte sich beim TSV Trainer René Langer trotz der Niederlage zufrieden: „Es war gut zu sehen, dass wir auch mit einer Mannschaft, die zwei Klassen über uns spielt, mithalten können.“ Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die nächste Saison. „Wir wollen Meister werden und in die Landesliga aufsteigen“, erklärt Langer.

Bezirksliga

Co-Trainerin Julija Zupanic.

Zielsetzung: Christian Weide erklärt, er strebe mit der Eintracht II einen Platz im Mittelfeld an. Für die Britannia hat nach schleppender Vorbereitung der Klassenerhalt oberste Priorität. „Das schaffen wir aber auf jeden Fall“, sagt die spielende Co-Trainerin Julija Zupanic.

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