Fußball

Einjährige Sehnsucht gipfelt in Vereinsfeiertag

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ST-Fußball-Tipp: Philipp Zilles wird von Daniel Pesch herausgefordert.

Von Timo Lemmer

Während sein 1. FC Solingen mit Personalnot zu kämpfen hat, läuft es für Philipp Zilles im Tippspiel prächtig: Mit 7:5 schlug er nun Mehmet Bayraktar. Zum Sportlichen sagt der 27-Jährige: „Wir wollen trotzdem weiter angreifen mit einem Sieg zurückschlagen.“

Am Sonntag gegen 17 Uhr fiel am Weyersberg eine Menge Last von vielen Schultern und Herzen. Die 364-tägige Sieglos-Serie der Bezirksliga-Männer hatte viele beschäftigt. „Wir wussten, dass es ungefähr ein Jahr ohne Sieg war“, erklärt Daniel Pesch nach dem 2:1 gegen Unterbach: „Die Tage haben wir natürlich nicht genau mitgezählt. Es war megawichtig, das Gefühl eines Sieges mal wieder zu spüren. Wir mussten in der Zeit viel einstecken, und es ist menschlich, dass dann auch Unsicherheiten aufgetreten sind. Aber es gab nie Auflöseerscheinungen.“

Pesch nimmt sich bei Kritik nicht aus

Und dann merkt man Pesch seine neue Rolle an – schließlich ist der 28-Jährige seit dieser Spielzeit auch Sportlicher Leiter und möchte die Senioren-Abteilung im Gesamten weiterentwickeln: „Die Stimmung war bombastisch, weil vorher auch die Frauen ihr Derby gewonnen haben und unsere neue Zweite den ersten Sieg geholt hat. Das Vereinsleben ist hier schon sehr stark, und wir unterstützen uns bei den Spielen gegenseitig. Das war ein Sonntag, wie wir ihn lange nicht mehr hatten.“

In der Aufstiegssaison 18/19 waren solche Feiertage noch Alltag. Die Britannia fegte durch die Kreisliga A. Pesch, der erst vor fünf Jahren überhaupt wieder angefangen hatte, trug dazu als eine der Säulen der Elf bei. Hinten nicht zu überwinden, vorne als Innenverteidiger mit sagenhaften 13 Saisontoren. „Das gehört auch zu den Selbstverständlichkeiten, die wir uns gerade zurückerarbeiten.“ Pesch nimmt sich nicht aus, wenn es um Kritik zu den letzten Monaten geht: „Gerade in Bezug auf einzelne Spielsituationen. Was meine Tore angeht zum Beispiel, muss ich so einen Ball auch mal mit 100 Prozent erzwingen.“

Der erste Sieg beflügelt die Britannia. Das Wichtigste hat sie gelernt: Der Zusammenhalt der Aufstiegscrew hat in der schweren Zeit nicht gelitten. Nur mit diesem kann der Bezirksliga-Klassenerhalt gelingen. Die Selbsteinschätzung ist realistisch: „Wir sind nicht stark genug, um oben mitzuspielen. Wir haben aber die Qualität, die Liga zu halten. Daher ist es gut, nun zu wissen, dass wir auch siegen können.“

Pesch, in der Jugendzeit mit herausragenden Stationen wie Köln und Schalke, dann aber mit mehrjähriger Pause, geht als Leader voran: „Es geht nur über die Grundtugenden, die müssen wir immer abrufen. Aber das alleine reicht nicht. Wir müssen uns auch spielerisch weiterentwickeln, vor allem die Chancen nutzen.“

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