Fußball

Einen Lenz-Rekord hat Schalkes Terodde noch nicht

2018, Stadion am Hermann-Löns-Weg: Werner Lenz und Ex-Trainer Horst Franz schauten vor dem Abriss vorbei. Dort bejubelte der Fußballer viele seiner 95 Zweitliga-Treffer. Fotos: Christian Beier/
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2018, Stadion am Hermann-Löns-Weg: Werner Lenz und Ex-Trainer Horst Franz schauten vor dem Abriss vorbei.

Zweitliga-Fußball: Der Super-Hattrick einer Union-Legende

Von Jürgen König

Was löste das vor vielen Jahren immer Freude aus, wenn es im Radio bei Kurt Brumme und Kollegen hieß: „Der Lenz ist da!“ Man durfte sicher sein, dass dann wieder einmal Werner Lenz ein Tor für die SG Union in der 2. Bundesliga erzielt hatte. 95 Mal traf der Walder für die Blau-Gelben, was ihm bis heute Platz 19 in der ewigen Torschützenliste der 2. Bundesliga einbringt – im übrigen ohne jeglichen Elfmeter. Gar auf Rang sieben ist Daniel Jurgeleit zu finden, der einen Teil seiner 117 Treffer ebenfalls für das Team vom legendären Hermann-Löns-Weg erzielt hat.

Im Stadion am Hermann-Löns-Weg bejubelte der Fußballer viele seiner 95 Zweitliga-Treffer.

Seit dem vergangenen Wochenende die neue Nummer eins: Schalkes Simon Terodde mit 154 Toren. „Ich hatte viel mit schweren Verletzungen zu kämpfen, sonst wären es bei mir wesentlich mehr geworden“, erzählt Lenz, in der Vorwoche 67 Jahre alt geworden, von Zwangspausen, bedingt durch Wadenbeinbruch, Unterarmbruch sowie weitere Frakturen und Risse.

In einer Hinsicht ist Werner Lenz aber weiter als Terodde, der Dieter Schatzschneider von Platz eins verdrängte. Der Ex-Unioner ist immer noch der Mann mit dem schnellsten Zweitliga-Hattrick. Dies geriet vor wenigen Wochen noch mal in den bundesweiten Fokus, als Paderborns Sven Michel beim 4:2 in Karlsruhe zwischen der 23. und 32. Minute traf. Elf Spieler waren noch schneller, und ganz oben in dieser List ist eben der Solinger zu finden.

Am 2. November 1979 traf Lenz gegen den OSV Hannover zwischen der 62. und 66. Minute. „Das ging so schnell, beim ersten Tor bin ich noch vor der Tribüne rumgehüpft, beim zweiten habe ich es soeben zurück über die Mittellinie geschafft. Und beim dritten mussten mich meine Kollegen tragen“, erinnert sich der kopfballstarke Mittelstürmer auf seine eigene Art. 9:1 endete die Partie nach dem 1:1-Halbzeitstand, Wolfgang Krüger, Wilfried Seegler, Vojin Jovanovic, Bernd Elfering und Jürgen Elm waren weitere Torschützen.

Zu gerne erinnert sich Lenz an die damalige Zeit, gerade erst hat er beim Samstag-Treff der Alt-Unioner in Ohligs die Anekdoten von früher aufgefrischt. Die packenden Trainingsduelle mit Dirk Hupe, die Verpflichtung von Erwin Kostedde statt seiner – der heutige Rentner mit Aushilfsjob als Kraftfahrer kann viel erzählen. Auch vom meistgezeigten Tor überhaupt. Dies war Inhalt einer langjährigen Zwei-Kanal-Versuchssendung. Der Schütze: Werner Lenz.

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