Handball 2. Bundesliga

HSV Solingen-Gräfrath: Hartes Stück Arbeit gegen ESV Regensburg

Carina Senel legte sich auch gegen den ESV Regensburg wieder mächtig ins Zeug. Hier wurde sie von Nicole Lederer ordentlich angegangen, Anna Fuhrmann griff nicht ein. Foto: Kurt Kosler
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Carina Senel legte sich auch gegen den ESV Regensburg wieder mächtig ins Zeug. Hier wurde sie von Nicole Lederer ordentlich angegangen, Anna Fuhrmann griff nicht ein.

HSV Solingen-Gräfrath holt beim 31:30 den ersten Sieg in der Englischen Woche.

Von Lutz Clauberg

Solingen. Auf anderen Weg gehen und die Niederlagen vergessen lassen – darauf war die vorbereitende Woche auf das 24. Saisonspiel ausgelegt. Die Verunsicherung war den Spielerinnen des HSV Solingen-Gräfrath trotz des 19. Sieges anzumerken.

Umso größer war die Freude von Kerstin Reckenthäler nach dem hart umkämpften 31:30 (17:17) gegen den sehr gut aufgestellten ESV Regensburg. „Ich bin einfach nur erleichtert, dass wir das gewonnen haben“, meinte sie auch im Hinblick auf eine Englische Woche, die es in sich hat. „Auch heute hat nicht alles funktioniert, aber wir haben gewonnen. Ich glaube, das war für die Mädels mental ein Eisbrecher.“

Mit zwei Änderungen in der Startaufstellung gegenüber der Niederlage in Lintfort ging der HSV ins Rennen. Auf Rechtsaußen begann Merit Müller, im rechten Rückraum Lara Karathanassis. Die Startphase dominierte (aus HSV-Sicht) jedoch eine, die eigentlich immer spielt: Mandy Reinarz. Die 31 Jahre alte Spielmacherin hatte sich offenbar eine ganze Menge vorgenommen, agierte mit reichlich Zug zum Tor und erzielte die ersten drei HSV-Treffer.

Die Verunsicherung war ihrem Team in erster Linie in der Abwehr anzumerken. Regensburg hatte die Schwachstellen ausgemacht und übte sehr viel Druck auf die rechte Deckungsseite aus. Amelie Bayerl auf Halblinks bot mit ihrer Dynamik, ihren technischen Fähigkeiten und präzisen Würfen eine tolle Vorstellung. Franziska Peter im rechten Rückraum machte ebenfalls Betrieb.
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Am Kreis standen abwechselnd zwei ausgesprochen große Kreisläuferinnen: Sara Mustafic misst 1,85 Meter, Julia Drachsler sogar 1,93 Meter. Auf Linksaußen machte Johanna Brennauer einen tollen Job.

Und der HSV? Vergab freie Würfe, kassierte einen Gegentreffer ins leere Tor, machte selbst in Unterzahl dumme Fehler in der Abwehr und wachte erst mit der Umstellung von der 6:0-Abwehr auf die 5:1-Formation mit Vanessa Brandt auf der Spitze auf. Jule Polsz spielte vorne plötzlich gescheite Pässe auf Carina Senel, Vanessa Brandt holte sich Sicherheit vom Siebenmeter-Punkt, Lucy Jörgens von Linksaußen.

Und dennoch war es der Tabellenfünfte, der mit Wiederanpfiff zur Stelle war. Symptomatisch war Johanna Brennauers 19:17 per Konter: Sie war die einzige in einem Pulk mit vier Gräfratherinnen – und bekam den Ball in die Finger.

Trotzdem blühte der HSV wieder auf. Vanessa Brandt ließ nie locker. Mandy Reinarz meldete sich zurück. Lucy Jörgens war ein Faktor auf Linksaußen. Die Trainerin setzte ab der 47. Minute wieder auf Lara Karathanassis, die sich zu Beginn sehr schwer getan hatte. Sie deckte auf Halbrechts plötzlich sehr ordentlich und spielte auch vorne auf dieser aktuellen Problem-Position ansprechend.

Gefühlt war Regensburg immer noch einen Tick besser, hatte aber leichte konditionelle Probleme. Es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. Carina Senel gelang nach feinem Pass von Vanessa Brandt das 29:28, ehe zunächst Lucy Jörgens mit einem Heber und dann die unglücklich agierende Regensburgerin Nicole Lederer mit einem Lattenwurf scheiterte. Lara Karathanassis holte schließlich einen Strafwurf heraus, den man nicht geben musste – Brandt besorgte das 30:28. Mustafic verkürzte, ehe Karathanassis die Entscheidung besorgte.

HSV: Fahnenbruck, Gün (bei einem Siebenmeter), Fahnenbruck (nicht eingesetzt = n.e.); Brandt (12, 5), Reinarz (7), Jörgens (5), Senel (3), Müller (2), Polsz (1), Karathanassis (1), Fabisch, Kamp, Penz, Clauberg (n.e.)

2. Bundesliga: Notizen vom Rande

Verletzt: Für Nele Weyh, die am gestrigen Sonntag ihren 19. Geburtstag feierte, ist die Saison womöglich beendet. Die talentierte Kreisläuferin verletzte sich im Training ohne Fremdeinwirkung am linken Knie. Vermutet wird eine Schädigung des Meniskus.

Englische Woche: Am Mittwoch fährt der HSV zum Spitzenspiel nach Waiblingen. Anwurf beim Tabellenführer ist um 20 Uhr. Das Auswärtsspiel in Nürtingen am Samstag ist um 19.30 Uhr. In Runde 27 hat der HSV am 30. April den 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

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