Willi Metzger ist 90 geworden

Ein Handball-Großer weckt Erinnerungen

Willi Metzger schwärmt insbesondere von den Glanzzeiten des Feldhandballs. Archivfoto: Uli Preuss
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Willi Metzger schwärmt insbesondere von den Glanzzeiten des Feldhandballs.

Man muss sich nicht lange mit Willi Metzger unterhalten haben, dann weiß man, wofür sein Sportlerherz stets geschlagen hat: für den Feldhandball.

Von Jürgen König

Der junge Willi Metzger wurde sogar ins deutsche Nationalteam berufen.

„Irgendwann war plötzlich Schluss, weil man der Meinung war, international nicht konkurrenzfähig zu sein“, blickt der Solinger kritisch zurück. Auf dem Balkan und in Nordeuropa hatte man sich schon auf die Halle konzentriert. Aber es gibt natürlich auch viel Positives. Allen voran ist da der Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die „Oheios“ 1965. Der Coup vor 35 000 Zuschauern im Wuppertaler Zoo-Stadion durch den 15:14-Sieg über Grün-Weiß Dankersen geschah mit Metzger als Vorsitzendem des BSV Solingen 98. An diesem Montag feierte er zu Hause seinen 90. Geburtstag. Zu seiner großen Freude weilt die gesamte Familie samt der Enkel diesmal auch in der Klingenstadt.

Heutzutage ist unvorstellbar, welche Anziehungskraft der Feldhandball seinerzeit besaß. „Selbst zu einen normalen Oberliga-Spiel kamen 3000 Menschen ins Walder Stadion“, schwärmt Willi Metzger. Mit dem ersten Endspiel der Solinger 1963 hatte er seine aktive Karriere als 18- bis 32-Jähriger beendet – seinerzeit war man mit 6:9 gegen den VfL Wolfsburg unterlegen. Nicht zu vergessen in seiner Laufbahn sind die Triumphe im Hallenhandball. So war die Dortmunder Westfalenhalle 1956 Schauplatz des Finals um die Westdeutsche Meisterschaft – der BSV gewann vor 13 000 Zuschauern samt Tausenden Fans aus seiner Heimatstadt. Auch gab es Berührungspunkte mit den ganz Großen des deutschen Handball, der Name des legendären Bernhard Kempa und seinem Club Frisch Auf Göppingen steht dafür an erster Stelle.

Vom „Oheio“ zum Trainer des Ohligser Turnvereins

Für den Solinger, der in verantwortungsvoller Position einer größeren Firma beruflich unterwegs war, schloss sich der Job als Trainer an. Auch hier mit Erfolg, führte er doch zum Beispiel den Ohligser Turnverein in die Oberliga als der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse. Damals gehörte auch ein Vorspiel in Köln zwischen den „Oheios“ und dem VfL Gummersbach zum Programm.

An all dies wird sich Willi Metzger vielleicht auch rund um seinen besonderen Tag erinnern. „Es läuft noch einigermaßen“, sagt er mit Blick auf seine Fitness – die stets auf breiten Füßen stand, waren doch auch Skifahren, Tennis und Golf aktiv angesagt.

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