Badminton

Eigengewächs hofft auf baldige neue Taten

Derzeit wie sein Zweitliga-Team des STC Blau-Weiß ausgebremst: Niels Kock hofft noch auf die Einzel-Meisterschaften – und auf den baldigen Sport mit seiner Mannschaft. Foto: NK
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Derzeit wie sein Zweitliga-Team des STC Blau-Weiß ausgebremst: Niels Kock hofft noch auf die Einzel-Meisterschaften – und auf den baldigen Sport mit seiner Mannschaft.

Niels Kock, Badmintonspieler des STC BW, hat sich beim Zweitligisten etabliert und will auch im Einzel angreifen.

Von Daniel Bernards

Zurzeit befindet sich Niels Kock wie so viele Sportlerinnen und Sportler im coronabedingten Wartestand und harrt darauf, dass er bald wieder trainings- und wettkampfmäßig zum Schläger greifen kann. Und dennoch: Der 22-jährige Spieler von Blau-Weiß Solingen hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen, gehörte in der im Spätherbst 2020 abgebrochenen Saison zum Stamm der ersten Mannschaft in der 2. Liga und plant im Sommer, auch bei den Individualmeisterschaften anzugreifen – wenn es die Pandemie dann wieder zulässt.

Bereits im Oktober 2019 feierte der Fals-Abiturient gegen Bonn-Beuel sein Debüt in der ersten Mannschaft des STC Blau-Weiß. In der nach sechs Partien abgebrochenen Saison kam der Solinger jedes Mal im Doppel zum Einsatz: Die Bilanz ist ausgeglichen mit drei Siegen und drei Niederlagen. „Der Sprung auf Bundesliga-Niveau ist natürlich relativ groß“, erzählt Niels Kock, der gleichzeitig anmerkt: „Der Sprung ist aber auf jeden Fall auch machbar, wenn man gut an sich arbeitet und an sich glaubt.“

Das Spielen in der ersten Mannschaft des Solinger Traditionsvereins bedeutet zudem die Erfüllung eines langfristigen Ziels: „Ich habe von klein an die Begegnungen unserer Ersten in der 2. Liga verfolgt. Und da ich immer schon ehrgeizig war, wollte ich an der Stelle stehen, an der die damaligen Spieler standen.“ Bei allem Ehrgeiz: Über einen weiteren Schritt in die höchste deutsche Liga denkt Kock derzeit weniger nach: „Klar, wäre das grandios. Aber da läge noch ein weiter Weg vor mir.“ Eher sieht er in der jetzigen Liga „Luft nach oben“.

„Ich würde einfach gerne mal wieder mit den anderen in die Halle.“

Niels Kock

Seit 13 Jahren übt er nun seinen Sport aus, der einen Großteil seines Lebens ausmacht und an dem er seit dem ersten Ballwechsel Gefallen fand: „Mein Vater hat mir mit neun Jahren einen Schläger in die Hand gedrückt, seitdem hat es mir die Sportart Badminton angetan.“ Schnell fand Niels Kock den Weg zum STC Blau-Weiß, in dem er sich mit den Jahren hochspielen konnte. Was die Faszination Badminton für ihn ausmache: „Für mich ist es vor allem die Geschwindigkeit, die den Reiz ausübt. In der Spitze erreichen die Bälle Werte von bis zu 450 Stundenkilometer. Da muss man jeden Ballwechsel mit vollster Aufmerksamkeit angehen, um den jeweiligen Punkt zu gewinnen.“

In Corona-Zeiten ist jedoch die Hochgeschwindigkeitssportart erst einmal ausgebremst. Der Abbruch der Zweitliga-Saison, der Ende Februar offiziell verkündet wurde, hinterließ nicht nur bei dem Solinger Lokalmatador ein Stück weit Frustration: „Wir hätten den sechsten Platz, den wir bei Abbruch inne hatten, gerne verbessert, was sicher auch möglich gewesen wäre. Zudem versteht sich die Mannschaft sehr gut, sodass der Wegfall der Spiele und des gemeinsamen Trainings echt schwer fiel.“ Inzwischen liegt der Fokus jedoch wieder auf der Planung und Vorbereitung der neuen Saison – voraussichtlich in der gleichen Besetzung.

Und trotz gemeinsamer Online-Abende des Teams und Treffen zum „Zocken am Computer“ bleibe weiterhin eine Lücke: „Ich würde einfach gerne mal wieder mit den anderen in die Halle, um gegen den Ball zu hauen.“ Immerhin, so berichtet Niels Kock, könne er durch badmintonspezifische Übungen im Kraftraum eines Freundes und Laufeinheiten sechs bis sieben Mal die Woche trainieren.

Zumal trotz der Pause noch wichtige Turniere anvisiert werden: „Ich hoffe, dass die Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften der U22 nachgeholt werden. Das wäre dann die letzte Möglichkeit, in dieser Altersklasse auf Medaillenjagd zu gehen.“ Zudem sind für Ende August die nationalen Einzel-Titelkämpfe der Erwachsenen angesetzt, an denen der ehrgeizige Solinger ebenfalls teilnehmen möchte, wenn das Infektionsgeschehen die in der Halle ausgetragenen Meisterschaften in Bielefeld zulässt.

Niels Kock

Geburtsdatum: 26. Januar 1999

Erfolge: Westdeutscher Meister der U13 und U15 im Doppel. Drei Bronzemedaillen bei den „Westdeutschen“ in der U22

Schule/Ausbildung: 2017 Abitur an der Fals, derzeit Studium „Sozialwissenschaften, Medien, Politik und Gesellschaft“ im zweiten Semester

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