Sportlicher Adventskalender

Eigengewächs arbeitet für sein Eishockey

Im Alter von acht Jahren begann die Karriere von Sebastian Wilhelms, der beim EC Bergisch Land die Nummer 23 trägt. Foto: Ingo Winkelmann
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Im Alter von acht Jahren begann die Karriere von Sebastian Wilhelms, der beim EC Bergisch Land die Nummer 23 trägt. 

Türchen Nummer 23 im Adventskalender des ST-Sports: Sebastian Wilhelms.

Von Jürgen König

Der Sportler, der an diesem Mittwoch das vorletzte Türchen unseres sportlichen Adventskalenders öffnet, dient als Mutmacher. „Wir haben in unserer Mannschaft sehr große Hoffnungen und Lust, alsbald weiterzumachen. Alle brennen darauf, sich in der für uns neuen Liga zu beweisen.“ Das sagt Sebastian Wilhelms vom Eishockey-Team des EC Bergisch Land, das diesmal aufgrund einer Spielklassen-Reform in der Regionalliga, der vierthöchsten Liga Deutschlands, auf die Jagd nach dem Puck gegangen wäre. Und es hoffentlich noch tun wird.

Seine Trikotnummer dient der Anerkennung eines Vorbildes, wobei es sich nicht um einen sportlichen Überflieger handelt. Vielmehr genießt der ältere Bruder Alexander (24) in jeder Hinsicht große Bedeutung, und dieser hat am 23. Oktober Geburtstag. Eishockey hat der ältere Wilhelms nur kurz gespielt – ganz im Gegensatz zu Sebastian, der seit den Kleinschülern jede Altersstufe der Raptors bis hin zu den Senioren miterlebt hat. André Henkels, der jetzt als Schiedsrichter auf dem Eis tätig ist, brachte ihn zu der schnellen Sportart. Und Torhüter Matthias Kehlen sorgte dafür, dass das Interesse des Verteidigers zu keinen Zeitpunkt erlahmen sollte.

Egal, in welchem Team der Auszubildende zum Elektriker stand, auch Tore und Vorlagen steuerte er aus der Defensive kommend stets ein. „Ich bin ein Arbeiter auf dem Eis und gebe von der ersten Minute an bis zur Schlusssirene Vollgas“, sagt Sebastian Wilhelms über seine Einstellung, die in einer Anekdote deutlich zum Ausdruck kommt. Als Anfang des Jahres die Düsseldorfer EG mit Top-Talenten und Ex-Stars zum Benefiz-Match an die Birkerstraße kamen, hatte sich der Abwehrspieler für ein Halbvisier entschieden und wurde von einem Puck im Gesicht getroffen. Die Wunde wurde im Krankenhaus genäht, und die finalen 15 Minuten stand Wilhelms wieder auf dem Eis.

Die Sorgen rund um den Fortbestand der Eissporthalle im Südpark gehen auch an den Spielern des ECB nicht spurlos vorbei. „Gerade deswegen ist es wichtig, dass unsere Sportart zumindest schon mal mit der DEL zurückgekommen ist“, weiß Wilhelms um die Bedeutung der Präsenz zwei Jahre nach dem phänomenalen Gewinn von Olympia-Silber durch das Nationalteam.

Deswegen müsse es auch alsbald mit dem restlichen Eishockey in sämtlichen Bereichen losgehen. „Anfang des Jahres hat es schon ziemlich weh getan, dass die Saison so früh enden musste. Umso schöner war es, als wir im Oktober aufs Eis durften. Leider nur kurz“, schildert Sebastian Wilhelms die Nöte in seiner Sportart. Die App des EC Bergisch Land bietet den Ansporn für eigene Betätigungen, die beim 21-Jährigen von Laufen, Radfahren sowie Kraft- und Halteübungen geprägt sind. Nichts davon kann allerdings das Eishockey ersetzen.

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