Eishockey

ECB-Frauen kassieren „unnötige“ Niederlage

Verteidigerin Annika Schulz gehörte zu den besseren Spielerinnen in Reihen des EC Bergisch Land. Foto: Christian Beier
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Verteidigerin Annika Schulz gehörte zu den besseren Spielerinnen in Reihen des EC Bergisch Land.

Zweitliga-Schlusslicht Grefrath holt gegen Solingerinnen seine ersten Punkte.

Von Thomas Rademacher

Mit sechs Niederlagen hatte der Grefrather EC am Tabellenende der 2. Liga Nord gestanden. Beim 7:5 (0:1, 3:1, 4:3) gegen den EC Bergisch Land gelang den Eishockeyspielerinnen das erste zählbare Erfolgserlebnis der Saison. „Das war total ärgerlich und unnötig“, haderte ECB-Trainer Andreas Jordan, der mit seinem Team erst das dritte Spiel in dieser Saison absolviert hatte. „Das war für uns ein schlechter Start ins neue Jahr. Ich bin auch wirklich stinksauer.“

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste. Alina Molitor und Letizia Klohn brachten den ECB 2:0 in Front. Beim Stand von 2:1 wechselte Jordan die Torhüterinnen. Für Jennifer Klömpges kam Johanna Neuhaus. „Beide sollen spielen, und leistungsmäßig sind sie auch ganz dicht beieinander“, begründete der Coach. „Allerdings hat Johanna leider mit zwei dicken Böcken begonnen, die Verunsicherung in die Mannschaft gebracht haben.“

Der Trainer bemängelte das Rückzugsverhalten seiner Spielerinnen: „Ich sehe da gerade die Stürmer in der Verantwortung. Wenn vorne die Scheibe verloren wird, muss es zurückgehen. Aber wir hatten dann plötzlich oft Überzahl-Situationen für den Gegner beim Konter.“ Das sah auch Jill Rutzen so. „In der schlechten Phase sind wir nur nach vorne gelaufen“, sagte die Stürmerin. „Vielleicht fehlte uns auch ein bisschen die Luft, weil wir nur mit neun Feldspielerinnen in Grefrath waren.“

2:6 lag die Mannschaft in der 53. Minute hinten, besann sich dann aber noch einmal auf ihre Stärken und setzte zur Aufholjagd an. Fabienne Spelter, Zoe Wintgen und Rutzen verkürzten auf 5:6. Doch der Anschluss 20 Sekunden vor Schluss kam zu spät. Der Trainer nahm seine Torhüterin für einen letzten Angriff vom Eis, doch Grefrath eroberte die Scheibe und traf zur Entscheidung ins leere Gehäuse.

„Grefrath war auf keinen Fall besser als wir“, ärgerte sich Rutzen, die sich die verpassten Punkte schon bald zurückholen möchte. Die nächste Chance haben die Solingerinnen am Freitag, 21. Januar, zu Hause gegen Dinslaken.

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