Leichtathletik

Ein Dutzend schafft den kompletten Klingenpfad

Im Schatten von Burg Hohenscheid gab es wie nach jeder Etappe eine Pause mit Stärkung und Erfrischungen. Fotos: Christian Beier
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Im Schatten von Burg Hohenscheid gab es wie nach jeder Etappe eine Pause mit Stärkung und Erfrischungen.

SLC-Laufveranstaltung klappt auch in abgespeckter Form.

Von Daniel Bernards

Die größeren Lauf-Veranstaltungen haben in Corona-Zeiten keine Chance. Kleinere Läufe mit begrenzter Teilnehmerzahl und einem ausgefeilten Hygienekonzept haben es da schon einfacher. Und so freuten sich Teilnehmer und Organisatoren gleichermaßen, dass die 17. Auflage des Klingenpfadlaufs stattfinden konnte. Mit meistens über 70 Kilometer in den Beinen lief ein überschaubares Feld im Ziel in Solingen-Gräfrath ein.

Disziplin war rund um den Lauf jederzeit angesagt.

Da der Lauf keinen Wettkampfcharakter trug, gab es keinen Sieger, sondern nur zufriedene Läuferinnen und Läufer, die sich auch mit den erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln arrangierten. „Die Teilnehmer verhielten sich alle sehr diszipliniert. Man hat gemerkt, dass alle froh waren, überhaupt mal wieder eine Laufveranstaltung in der näheren Umgebung zu erleben“, lobte Helmut Seelig vom Organisationsteam der SLC-Langlaufgruppe. Seelig gehörte zu einer kleinen Gruppe Begleitläufern, deren Aufgabe auch darin bestand, dass Feld bei den nicht ganz problemlos zu bewältigenden 73,5 Kilometer entlang des Solinger Wanderweges zusammenzuhalten. Auch da brauchten die Läuferinnen und Läufer Disziplin – und zeigten sie. Am Ende durften sich zwölf von ihnen darüber freuen, alle Etappen bewältigt zu haben.

Teilnehmer loben das Organisationsteam

Einer von ihnen, der Düsseldorfer Michael Ebeling, startete das erste Mal bei dem Solinger Lauf und wusste nach dem Zieleinlauf noch nicht ganz, wie er ihn einschätzen sollte: „Eine Mischung aus ganz locker und ich kann nicht mehr“, sei es gewesen, berichtete das Mitglied der Laufgruppe Rennschnecken 2000. Für ihn war es die weiteste gelaufene Distanz – bislang stand der Rekord bei den 63 Kilometern des Remscheider Röntgenlaufs. Freunde seiner Laufgruppe hätten ihm die Veranstaltung empfohlen. Sein Fazit glich dem vieler der Einlaufenden: „Schön, überhaupt mal wieder starten zu können.“ Ein Wiederkommen im nächsten Jahr, dann im Idealfall ohne Corona-Einschränkungen, könne er sich gut vorstellen.

Der 52-jährige Dortmunder Ultraläufer Udo Kliche ließ sich den Start ebenfalls nicht nehmen. Um 5 Uhr läutete für ihn der Wecker, um 6 Uhr sei er ins Auto gestiegen und hinterher gab es viel Lob: „Die Veranstaltung bestach nicht nur durch die attraktive Landschaft, sondern auch durch die gute, coronagerechte Organisation.“ Wobei das Genießen der Landschaft angesichts des Streckenprofils an einigen Stellen nicht ganz so einfach gewesen sei: „Man muss schon sehr aufpassen, sonst kann es sein, dass man stolpert und auf der Nase liegt.“ Udo Kliche gehörte zu den Läufern, die diesen Sommer schon sportlich im Einsatz sein durften: „Den Urlaub in Fischland Darß habe ich mit einem Lauf über 115 Kilometer verbunden.“ 15 Stunden brauchte er, die über zehn Stunden den Klingenpfad entlang seien jedoch ebenfalls „nicht ohne“ gewesen.

Die Organisatoren der SLC-Langlaufgruppe zeigten sich hoch zufrieden damit, dass der Lauf nach dem Ausfall 2019 erfolgreich über die Bühne ging. Einziger Wermutstropfen: Fünf der 21 gemeldeten Ganz-Umrunder traten nicht an.

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