Segway-Polo

Drei Tage Europacup am Weyersberg

Im Team der Solinger „Blade Pirates“ – in den schwarzen Shirts – spielen auch zwei Frauen. Foto: Bärbel Krahforst
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Im Team der Solinger „Blade Pirates“ – in den schwarzen Shirts – spielen auch zwei Frauen.

Segway-Polo ist ein recht junger Sport. Der Solinger Verein lädt die besten Teams des Kontinents ein.

Von Martin Auer

In der zugegeben noch kleinen Welt des Segway-Polos hat Solingen einen großen Namen. Die „Blade Pirates“, eine von zwei Mannschaften des in Oberburg beheimateten Vereins Segway-Polo Bergisches Land, waren 2011 Weltmeister und 2012 Vize-Weltmeister. Ab Samstag veranstalten die Solinger am Weyersberg den Europacup für Vereinsmannschaften. Die Teilnehmer – acht aus Deutschland, zwei aus England und je eine aus Österreich und Schweden – sollen die besten des Kontinents sein. Drei Tage lang bis zum Finale am Montagnachmittag mutieren die beiden Kunstrasen-Fußballplätze am Weyersberg zu insgesamt vier Polo-Spielfeldern.

Michael Glabisch ist der Kapitän der Blade Pirates und der Vorsitzende des Solinger Vereins. Der 47-Jährige hat sich als Zuschauer bei der Weltmeisterschaft 2009 mit dem „Segway-Polo-Virus“ infiziert und schnell etliche heutige Mitspieler angesteckt. Seit vier Jahren gibt es mit den Blade Dragons eine zweite Mannschaft im Verein, die ebenfalls am Europa-Cup teilnimmt und wie die „Pirates“ zum Favoritenkreis des anstehenden Turniers zählt. „Die Regeln sind großenteils aus dem Pferde-Polo übernommen“, erläutert Michael Glabisch. Auf den elektrisch angetriebenen Stehrollern jagen jeweils fünf Spieler hinter dem recht kleinen Ball her und versuchen, ihn mit dem „Mallet“ genannten Schläger ins zwei Meter breite und 1,50 Meter hohe Tor zu schießen. Gar nicht leiden kann Michael Glabisch die oft gestellte Frage, ob Segway-Polo wirklich ein Sport ist. „Es ist Sport, es ist anstrengend und es macht höllisch Spaß“, sagt er. Körperbeherrschung bei der Steuerung der Segways sei genauso nötig wie eine gehörige Portion Kondition. Und schließlich ist bei 20 km/h auf den Rollern auch einiges Tempo im Spiel.

Der dicht gedrängte Spielplan des Europacup-Turniers tut ein übriges in Sachen sportlicher Anforderung. Es wird im Modus jeder gegen jeden gespielt. Von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sind am Samstagund am Sonntag alle vier Plätze ständig belegt. Am Montagmorgen geht es schon um 9 Uhr weiter. Die zweistündige Mittagspause brauchen die Aktiven ebenso nötig wie die Sportgeräte. Bei einer Reichweite von etwa 30 Kilometern und ständiger Fahrt in Höchstgeschwindigkeit lechzen die Akkus nach zwei Spielen nach Aufladung. Bei viermal 8 Minuten reiner Spielzeit dauert ein Match ungefähr eine Stunde. Für einen Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt. Es fallen auch ungefähr so viele Tore wie beim Fußball. „Null zu Null ist allerdings ein seltenes Ergebnis“, sagt Michael Glabisch.

In seinem Team, den Pirates, spielen übrigens zwei Frauen. „Die Mannschaften sind auch altersmäßig sehr gemischt, die jüngsten Spieler sind 16“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Das direkte Duell der beiden Solinger Mannschaften steht bereits am Samstag um 12 Uhr auf „Platz 4“ an. Die beiden punktbesten Mannschaften nach den jeweils elf Duellen tragen dann am Montag um 15.30 Uhr das Finale aus. Der Sieger in diesem Spiel gilt dann als das beste europäische Vereinsteam.

SEGWAY-POLO

EUROPACUP-TURNIER Neben den Blade Pirates und Blade Dragons aus Solingen nehmen sechs weitere deutsche, zwei englische, eine schwedische und eine Mannschaft aus Österreich teil. 

MODUS/ZEITPLAN Gespielt wird am Weyersberg im Modus jeder gegen jeden. Am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr, am Montag ab 9 Uhr. Das Finale der beiden punktbesten Teams beginnt Montag um 15.30 Uhr. 

INFOS über Segway-Polo in Solingen und die Sportart gibt es auf der Internet-Seite: www.blade-allstars.de

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