Bedeutende Veranstaltung

Dislers Comeback findet auf hohem Niveau statt

Volles Haus bei Turnieren wie hier in Solingen fehlen den deutschen Fechtvereinen in diesem Jahr sehr – Junior Julian Disler, im Dress des Fechterbundes, darf hingegen auf die Planche. Fotos: Andreas Horn/DFB
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Volles Haus bei Turnieren wie hier in Solingen fehlen den deutschen Fechtvereinen in diesem Jahr sehr.

Säbel-Fechter freuen sich auf hochklassiges German Masters.

Von Jürgen König

Ob mit dem Degen, Säbel oder Florett – in allen Waffengattungen ließen sich Deutsche Meisterschaften aufgrund der Corona-Krise nicht durchführen. Der Deutsche Fechter-Bund sah keine Voraussetzungen für regelgerechte Titelkämpfe gegeben, so fehlte es unter anderem an den notwendigen Qualifizierungsmöglichkeiten. Jetzt steht aber doch eine bedeutende Veranstaltung ins Haus, und mit Julian Disler kommt auch ein Sportler vom Fechtzentrum Solingen mit ins Spiel.

Junior Julian Disler, im Dress des Fechterbundes, darf auf die Planche.

Der 19-Jährige erhielt eine Einladung zum German Masters, das am Wochenende in Bonn über die Bühne geht und sicherlich auf große Aufmerksamkeit stoßen wird. „Das ist eine einmalige Gelegenheit, mit den Spitzen des deutschen Fechtsports und gegen sie anzutreten“, freut sich das mit vielen nationalen Titeln ausgezeichnete Säbel-Ass. Bei der neu eingeführten Serie, die sich durch ein alternatives Wettkampf-Konzept auszeichnet, treten sämtliche Athletinnen und Athleten aus dem Bundeskader gegeneinander an. Insgesamt sorgen bei sechs Konkurrenzen an drei Standorten (zuvor auch Leipzig und Tauberbischofsheim) bis zu 16 Top-Starter für Spannung und natürlich für hohes Niveau.

So steht mit Max Hartung möglicherweise die Nummer zwei der Weltrangliste im Weg – nach der Vorrunde wartet mindestens ein K.o.-Gefecht auf jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer. „Das wird für mich eine große Herausforderung“, sagt der 18. der deutschen Männer-Rangliste zu den bevorstehenden Vergleichen. Sechs Monate Pause nach einem Eingriff an der Hüfte müssen erst noch verarbeitet werden, und auch die durch Corona-Auflagen bedingte Abstinenz seines Vereinstrainers Vitaliy Chernous bedarf der Kompensation. Aber toll sei es allemal, sich dieser Herausforderung zu stellen, zumal das Event bei Sportdeutschland.TV live übertragen werden soll. Sicherlich werden auch Fechtzentrum-Mitglieder das Streaming-Angebot nutzen, muss man sich doch an der Wittkulle auf Training im Rahmen des Degen-Landesleistungsstützpunktes beschränken.

Seefelds Debüt für Dormagen

Auf Tokio-Fahrer – gerade mit dem Säbel sind rund um Hartung Olympia-Hoffnungen verbunden – trifft auch Eric Seefeld, der somit seinen Einstand im neuen Verein feiert. Vom Fechtzentrum ging es zu Bayer Dormagen, erstmals seit der Europameisterschaft im März geht der Junior und Bundeskader-Athlet also wieder in einem offiziellen Wettkampf auf die Planche. Seefeld liegt in der nationalen Rangliste auf Platz 21, als Sechster wird Richard Hübers – ein weiterer Top-Fechter mit Solinger Wurzeln – geführt.

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