Sportlicher Adventskalender

Der dienstälteste BHC-Spieler hat noch lange nicht genug

Auf dem Feld zeigt Arnor Gunnarsson seine Emotionen oft, daneben ist der Isländer einer der ruhigen Zeitgenossen des BHC-Teams. Foto: Kurt Kosler
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Auf dem Feld zeigt Arnor Gunnarsson seine Emotionen oft, daneben ist der Isländer einer der ruhigen Zeitgenossen des BHC-Teams.

Türchen Nummer 11 im Adventskalender des ST-Sports: Handballer Arnor Gunnarsson.

Von Thomas Rademacher

Alle Augen sind auf Arnor Gunnarsson gerichtet, als er im Auswärtsspiel des Bergischen HC in Hannover zur letzten Aktion antritt. Der Isländer kann mit seinem Siebenmeter zum 30:30 ausgleichen – und schafft es.

Aus einer verloren geglaubten Bundesliga-Begegnung haben die Löwen doch noch Zählbares gewonnen. „Das war eines von vielen Highlights, an das ich mich beim BHC erinnere“, sagt der 33-jährige Handballer. Erlebt hat er schon viele. Seitdem Kristian Nippes seine Karriere im Sommer beendet hat, ist Gunnarsson dienstältester Spieler der Löwen.

Nach dieser Saison läuft der Vertrag des Linkshänders aus. „Ich kann mir gut vorstellen, dass ich bleibe“, sagt er. „Weiterspielen möchte ich auf jeden Fall.“ Landsmann Gudjon Valur Sigurdsson hat auf der linken Außenbahn auf höchstem Level gespielt, bis er 40 wurde. „Das schafft sonst nur ein Torhüter“, meint Gunnarsson. „Ob ich das mache, weiß ich nicht. So lange will ich auch nicht planen, sondern mehr von Jahr zu Jahr.“

Der BHC ohne Gunnarsson ist kaum noch vorstellbar. 2012 kam der Rechtsaußen aus Bittenfeld (heute TVB Stuttgart) zu den Löwen und schaffte mit der Mannschaft gleich den Aufstieg in die Bundesliga. „Das gehört auch zu den absoluten Höhepunkten“, erinnert er sich. „Es folgten so viele. Wir haben Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen zu Hause geschlagen – in einer unglaublichen Atmosphäre. Wenn ich jetzt daran denke, merke ich besonders, wie sehr ich die Zuschauer in dieser Corona-Saison vermisse.“

Nach dem absoluten Höhepunkt seiner BHC-Karriere gefragt, benennt Gunnarsson aber nicht einen großen Sieg, sondern sein erstes Bundesliga-Spiel überhaupt am 24. August 2013: „Da waren wir in Kiel und haben klar verloren (24:34). Aber seit meiner Kindheit wollte ich es in die Liga schaffen. Das war mein Traum, und an diesem Tag habe ich ihn erreicht.“

Beim BHC trägt Gunnarsson von Anfang an die Nummer 11. „Weil die 17 von Jan Artmann belegt war. Die habe ich im Nationalteam und in der Jugend immer gehabt. Es ist die Hausnummer meiner Großeltern“, erklärt er. „Die 11 sieht der 17 ähnlich. Deshalb wurde es die – und ist es geblieben. Die Leute kennen mich hier als 11. Das will ich nicht mehr ändern.“

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