Die Woche im Sport

Die Weichenstellungen beim Bergischen HC stimmen zuversichtlich

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Der Bundesliga-Saisonstart ist dem Bergischen HC gelungen.

Von Thomas Rademacher

Das 24:20 bei Aufsteiger Tus N-Lübbecke war zwar kein glanzvoller Sieg, doch die erste Aufgabe haben die Handballer gelöst, und gerade die Deckung hat in der zweiten Hälfte an ihre alte Stärke angeknüpft. Sportlich ist für den Verein in dieser Saison viel drin. Ob es tatsächlich zum Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes reicht, darf mit Spannung erwartet werden.

Interessant ist in dieser Spielzeit aber nicht nur die Entwicklung der Mannschaft auf dem Feld, sondern auch die Rückkehr der Zuschauer in die Arenen. Das Reglement ist von Bundesland zu Bundesland und letztlich sogar von Verein zu Verein unterschiedlich. Während das erste Heimspiel des THW Kiel unter 2G-Bedingungen mit 9000 Fans ein voller Erfolg war, dürfte bei einigen Clubs auch Unzufriedenheit angesichts der Zahlen herrschen. Bei den Füchsen Berlin wollten am ersten Spieltag nicht einmal 3000 zuschauen. Vor der Pandemie waren es immer mehr als doppelt so viele. Und in Lübbecke kamen gegen den BHC nur knapp über 700. Trotz Aufstiegseuphorie und der Option 1600 Menschen in die Halle zu lassen.

Der Grund für die Zurückhaltung dürfte klar sein: Nach 18 Monaten strikter Kontaktbeschränkungen fühlen sich viele noch nicht wieder wohl in den Hallen. Zudem müssen Tickets etwas aufwendiger – da sie personalisiert sind – gebucht werden. In Lübbecke hat sich der Verein zudem für eine Maskenpflicht am Platz entschieden, die ebenfalls abschreckende Wirkung haben könnte. Umso erfreulicher ist es, dass beim BHC am Sonntag mindestens 1500 Fans dabei sein werden. Am Freitag waren noch etwa 950 Tickets zu bekommen. Es wird also keine ausverkaufte Halle geben, doch die Kulisse ist vergleichbar mit einer zum Saisonauftakt üblichen. Beim ersten Spiel vor drei Jahren waren gegen Ludwigshafen 2108 Zuschauer in der Halle. Am Sonntag werden es wohl etwas weniger sein, doch nach einer so langen Zeit der Entwöhnung ist das ein beachtliches Comeback.

Mindestens genauso spannend wie der Blick auf diese Saison ist beim BHC der auf die mittelfristige Zukunft. In der kommenden Saison wird Sebastian Hinze durch Jamal Naji als Trainer ersetzt, Außenspieler Tim Nothdurft (Balingen) kommt genauso hinzu wie Frederik Ladefoged aus Dänemark, der Nachfolger von Max Darj am Kreis wird. Die beiden Personalien stimmen extrem zuversichtlich. Ladefoged gewann mit seinem Team SönderjyskE am ersten Spieltag der dänischen Liga sensationell gegen das Überteam aus Aalborg mit 29:28 und erzielte dabei fünf Tore. Die Erwartungen an den Kreisläufer sind hoch, die Bereicherung durch Nothdurft ist derzeit sogar noch unterschätzt. Der 24-Jährige wird ein großartiger Transfer sein.

Und dann bleibt noch ein Ausblick auf das große Ganze. Die Nachricht, dass Mirko Novakovic in den Gesellschafterkreis des Clubs einsteigt, hat Strahlkraft. Der IT-Experte ist einer der erfolgreichsten Unternehmer Solingens und kann nur eine Bereicherung sein. Wenn Löwen-Geschäftsführer Jörg Föste nun recht behält und bis Ende September der Bau einer neuen Arena im Bergischen Land verkündet wird, steht der Club vor einer rosigen Zukunft.

TOP Der Kampf um den Erhalt der Eissporthalle geht mit der Organisation des nächsten Events weiter.

FLOP Handball: Das Auftaktspiel des HSV Solingen-Gräfrath in Bremen fiel aus.

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