Sportlicher Adventskalender

Die 6 soll wieder zu ihrer Glücksnummer werden

Angespannt mit Tempo aufs gegnerische Tor: Darauf hofft Melina Fabisch wieder. Foto: Moritz Alex
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Angespannt mit Tempo aufs gegnerische Tor: Darauf hofft Melina Fabisch wieder.

Türchen Nummer sechs im Adventskalender des ST-Sports mit HSV-Handballerin Melina Fabisch.

Von Jürgen König

Auch wenn sie selbst derzeit nicht persönlich eingreifen kann, hatte die Sportlerin, die hinter unserem Nikolaus-Türchen steckt, am Wochenende durchaus Grund zur Freude. Denn Melina Fabisch ist Handballerin des HSV Solingen-Gräfrath, der mit dem 31:28-Sieg über die TG Nürtingen seinen Erfolgskurs in der 2. Bundesliga fortsetzte.

Ende Mai passierte es bei der 26:32-Niederlage in Berlin, als sich die abwehrstarke Rückraum-Linkshänderin einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzog. Die 6 – ihre Trikotnummer – hatte somit als Glückszahl an Wirksamkeit eingebüßt, aber die Zahl gefällt Fabisch weiterhin. „Schon bei meinem Heimatverein in Hagen durfte ich sie tragen, und beim Wechsel nach Dortmund war die 6 auch frei. Danach war es schon fast Bedingung“, schiebt die 29-Jährige ihre Leidenszeit mit einem Scherz beiseite.

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Ziemlich genau ein halbes Jahr ist nun vorüber, seit sich Fabisch schwer verletzte und fortan mit täglichem Training auf ihr Comeback hinarbeitete. „Langsam geht es schon in Richtung Halle“, sagt sie und ist begeistert, wie sich ihre Teamkolleginnen Spiel für Spiel schlagen. „Für mich ist das aber auch ein logischer Prozess. Wir waren vergangene Saison schon super, die Mannschaft wurde punktuell verstärkt und jetzt folgt jede Woche mit guten Leistungen die Bestätigung.“ Dahinter stecke auch viel harte Arbeit und fleißiges Training unter Coach Kerstin Reckenthäler. „Vom Verein hat mir keiner Stress gemacht, ich soll die Verletzung erst mal komplett auskurieren“, ist Melina Fabisch zufrieden.

Und sogar glücklich mit der Verzahnung von Job und Sport, denn da sind – einmal aus ihrem Wohnort Hagen angereist – kurze Wege garantiert. Während der HSV sein sportliches Zentrum in den Sporthallen am Kannenhof errichtet hat, ist die Handballerin direkt nebenan beruflich im Einsatz. An der Alexander-Coppel-Gesamtschule absolviert die Studentin für Lehramt mit Sport und Deutsch gerade ein Praxissemester. Fabisch: „Das ist großartig, zumal ich an der Schule auch noch eine Handball-Arbeitsgemeinschaft leite.“

In ihrer Sportart soll es auch im Verein weitergehen – nach Möglichkeit in der 2. Bundesliga, wenn es sich ergebe. Beim HSV läuft ihr Vertrag noch bis zum 30. Juni 2022. Vielleicht wird Melina Fabisch ja weiterhin in der Klingenstadt ihren Wunsch erfüllen, nach der langen Pause noch mal selbstbewusst die vertraute 6 zu tragen.

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