Fußball-Blick über den Zaun

Die Nummer 48 gleicht in Minute 48 aus

Marco Königs drehte nach seinem sehenswerten Tor gegen Homberg jubelnd ab. Die Freude ist ihm ins Gesicht geschrieben. Foto: imago/Krschak
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Marco Königs drehte nach seinem sehenswerten Tor gegen Homberg jubelnd ab. Die Freude ist ihm ins Gesicht geschrieben.

Nur eines von zwei Solinger Fußball-Aushängeschildern in der Bundesliga war am Osterwochenende im Einsatz, Kevin Kampl verpasste den Schlager zwischen RB Leipzig und Bayern München (0:1) gelbgesperrt.

Von Fabian Herzog

Dafür brillierte Weltmeister Christoph Kramer mit einem Sahnepass auf Sturmtank Marcus Thuram, den dieser zum 2:1-Erfolg Borussia Mönchengladbachs über den SC Freiburg verwertete. Durch den zweiten Sieg in Folge verbesserten sich die Fohlen auf Platz acht und haben sieben Spieltage vor Schluss wieder Hoffnung, auch nächste Saison europäisch vertreten zu sein.

Grund zur Freude hatte auch Marco Königs. Der Angreifer des noch immer minimal abstiegsbedrohten Regionalligisten Wuppertaler SV gewann mit seinem Team ebenfalls zu Hause mit 2:1 – allerdings gegen den VfB Homberg. „Das war super wichtig“, kommentierte der Solinger den Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller, wobei der WSV zu diesem schon ein ordentliches Polster aufgebaut hat.

Aus den elf Spielen in 2021 fuhren die Wuppertaler respektable 23 Punkte (sieben Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen) ein. „Jetzt wollen wir noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, sagt Marco Königs, der sich mit einer möglichen Veränderung der Abstiegskonstellation durch einen Saisonabbruch unterhalb der Regionalliga gar nicht beschäftigen und mit dem WSV weiter siegen möchte. „Die Stimmung ist doch auch viel besser, wenn man gewinnt“, begründet er.

Dass es gegen Homberg zu den nächsten drei Punkten reichte, hatten die Wuppertaler einer Leistungssteigerung und Systemumstellung von defensiver Dreier- auf Viererkette zu verdanken. Zur Pause lagen sie 0:1 zurück. Königs: „Und damit konnten wir noch froh sein.“ Doch dann gab der Mann mit der ungewöhnlichen Rückennummer 48 („Am 4. August hat meine Frau Geburtstag“) das Signal zur Wende. Eine Flanke von Moritz Römling verwandelte er per Volley aus elf Metern mit der Innenseite zum 1:1 – passenderweise in der 48. Minute.

Es war Königs‘ siebter Saisontreffer (bei vier Vorlagen), weitere sollen folgen. „Zehn Tore müssen es am Ende mindestens sein“, meint der Stürmer lächelnd, der schon an diesem Mittwoch - falls es wetterbedingt nicht abgesagt wird - die Gelegenheit zum Nachlegen hat. Um 19.30 Uhr ist der FC Wegberg-Beeck im Zoo-Stadion zu Gast. Dann werden die WSV-Fußballer bemüht sein, die mal wieder aufgekommene Unruhe im Verein auszublenden. Ankersponsor Friedhelm Runge, der vor der Saison zurückgekehrt ist und das Überleben des Clubs mit einer sechsstelligen Summe überhaupt erst gesichert hat, stellt ein weiteres Engagement infrage.

Zweitligaprofi Adrian Stanilewicz droht das vorzeitige Saisonende

Höchst fraglich ist auch, ob Adrian Stanilewicz in dieser Saison noch einmal auf den Fußballplatz zurückkehren können wird. Der Solinger Zweitligaprofi in Diensten des SV Darmstadt 98 hat sich vergangene Woche bei einer Trainingseinheit schwerer am Knie verletzt. „Es ist eine Fraktur am Knochen“, berichtet der 21-Jährige und sagt: „Damit ist die Saison so gut wie vorbei für mich.“

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