Die Woche im Sport von Thomas Rademacher

Die Leistungen des Bergischen HC sorgen für Ratlosigkeit

thomas.rademacher@solinger-tageblatt.de
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Was war das doch für eine erquickende Handballsaison, die der Bergische HC bis Ende März gespielt hat.

Ein 20:6-Punktelauf hatte 27:17-Tabellenzähler in der Bundesliga bedeutet. Optimisten dachten schon an Europa – so stark hatten sich die Löwen oftmals präsentiert. Doch es folgten die beiden Quarantänen und seitdem 6:18-Punkte inklusive dreier extrem schlechter Leistungen. Die jüngste davon bot die Mannschaft beim 23:31 in Lemgo, wo sie vom Pokalsieger regelrecht vorgeführt wurde.

Dieser neuerliche unterirdische Auftritt, der mit denen in Ludwigshafen und Wetzlar vergleichbar ist, sorgt für Ratlosigkeit. „Das, was wir am Donnerstag gezeigt haben, hat mit dem BHC – wie wir uns ihn wünschen – nicht im Entferntesten etwas zu tun gehabt“, betont Geschäftsführer Jörg Föste und erneuert damit seine Kritik auch mit etwas zeitlicher Distanz zum Spiel. Eine Erklärung für den Auftritt fällt schwer.

Die Entschuldigung der doppelten Quarantäne kann inzwischen nicht mehr gelten. Ja, sie hat das Team aus dem Rhythmus gebracht, aber auch danach hat es wieder gute Spiele mit starken Phasen auf beiden Seiten des Feldes gegeben. Das Problem muss mentaler Natur sein. Das belegt die Tatsache, dass die Mannschaft zum Beispiel in Leipzig einen 3:9-Rückstand einfach locker abschüttelte und kurz nach der Pause sogar in Führung ging. Schon vier Tage später war davon in Lemgo nichts mehr zu spüren. Die Löwen wirkten völlig beeindruckt vom Gegner.

Ob der spontane Ausfall des in diesen Tagen einzigen zuverlässigen Rückraum-Schützen Fabian Gutbrod den BHC lähmte? Möglich ist das. Immerhin musste die Truppe auch ohne den vorne wie hinten über jeden Zweifel erhabenen Max Darj auskommen. Als dann von Anfang an niemand besonders stark spielte, stellte sich schnell das Gefühl der Chancenlosigkeit ein. Und da man derzeit schließlich ohnehin nicht im Rhythmus ist, fiel das Aufgeben noch etwas „leichter“.

Zur Klarstellung: Niemand macht das absichtlich. Dem Vernehmen nach steht die Mannschaft geschlossen hinter Trainer Sebastian Hinze und will mit ihm auch in der kommenden Saison weiterarbeiten. Dass der aufgrund seines im Sommer 2022 bevorstehenden Wechsels zu den Rhein-Neckar Löwen auch seitens der Öffentlichkeit unter besonderer Beobachtung steht, ist aber nicht wegzudiskutieren. Jetzt liegt es vor allem am Team, Ruhe einkehren zu lassen.

TOP Der BHC plant für Mittwoch mit 1000 Fans.

FLOP Tennisverband überfordert Vereine: kein Miteinander bezüglich der Abstiegsregelung in schweren Corona-Zeiten.

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