Mein Blick auf die Woche im Sport

Die Herausforderungen für den Sport wachsen

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Die Vereine sind wie nie zuvor gefordert. Abends ehrenamtlich in kleiner Runde Weichen stellen – diese Zeiten sind vorbei, nicht wenige Clubs in der Klingenstadt weisen Merkmale eines Unternehmens auf.

Der Empfang des Solinger Sportbundes ist ein bedeutendes Instrument für die Kommunikation von den Vereinen auf der einen Seite sowie Verbänden, Politik und Verwaltung auf der anderen. Ähnlich wie bei der Sport-Gala – dort im Zusammenspiel mit Stadt und Tageblatt – darf der SSB stolz auf seinen eigentlich jährlichen, aber von Corona zuletzt zweimal gestoppten Treff sein. So erkannte auch Gastreferent Prof. Dr. Thomas Abel das hohe Niveau bei Gastgeber Stadt-Sparkasse und kündigte an, die Idee in „seine Stadt“ zu tragen. Und das ist immerhin Köln, mit etwas über einer Million Einwohnern die viertgrößte in Deutschland.

Seit dem Frühjahr 2020 lebt unser Land in der Dauerkrise, auch der Sport wurde mehrfach ausgebremst. Gut, dass es Corona-Auszeiten nicht mehr gibt. Denn Sport braucht Leben, Schwung, Publikum – und ist mehr als der emotionale, wichtige Bundesliga-Handball mit dem Bergischen HC, die unglaubliche Breite in der Klingenstadt oder herausragende Veranstaltungen wie eben eine Gala. Besser als die elfjährige Emma vom SLC beim Sportempfang konnte man es nicht sagen. „Auch wenn ein Wettkampf mal nicht so gut gelaufen ist, so ist es doch schön, weil man mit Freunden unterwegs ist“, erzählte die junge Leichtathletin, die damit die soziale Bedeutung des Sports herausstellte.

Die Vereine sind wie nie zuvor gefordert. Abends ehrenamtlich in kleiner Runde Weichen stellen – diese Zeiten sind vorbei, nicht wenige Clubs in der Klingenstadt weisen Merkmale eines Unternehmens auf. Sie müssen sich, das zog sich wie ein roter Faden durch den Sportempfang, mit ihrem Programm anpassen. Sie müssen die Voraussetzungen für die von Abel beleuchtete Inklusion schaffen, sie müssen ihr Wirken zum Beispiel auf ukrainische Geflüchtete ausrichten. Und sie müssen von der Jugend bis hin zu den Senioren das Feld bestellen.

Es stellt zweifelsohne eine Herausforderung dar, was erst recht für den EC Bergisch Land mit der Übernahme der Eissporthalle gilt. Außergewöhnlich nannte Jan Römer von der Bergischen Krankenkasse das bürgerschaftliche Engagement – wohl wissend, dass die Sportstätte im Südpark in Bewegung und Psyche gleichermaßen große Dienste leisten kann. Der virtuelle Raum durch Corona hat gehemmt, jetzt muss nach vorne geblickt werden. Rund 26 000 Mitglieder in 125 Vereinen befinden sich unter dem Dach des Sportbundes. Sie gilt es abzuholen.

TOP Das Herz der Krebs-Stiftung schlägt für die Sport-Jugend. 10 000 Euro – eine großartige Sache.

FLOP Das Verletzungspech bei den Zweitliga-Handballerinnen des HSV tut weh.

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