Die Woche im Sport von Jürgen König

Die Handball-Stadt vermeldet Signale im Fußball

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Wird der Fußball in der Klingenstadt auch nur ansatzweise zu dem zurückfinden, was er in den 70er- und 80er-Jahren in Gestalt von Zweitligist SG Union war?

Noch ist die Diskrepanz selbst zu dem, was die Blau-Gelben nach der Profi-Zeit als Oberligist und in der Folge anboten, eklatant. Aber es tut sich etwas, das ist die Hauptsache. Ob VfB, DV, Sportvereinigung oder TSV – überall wird mit Volldampf an den Kadern und Rahmenbedingungen gearbeitet, um zumindest die Landesliga zu halten oder sie zu erreichen. Dass dabei nicht immer an dem einen viel zitierten Strang gezogen wird, ist schade. Es liegt aber in der Natur der Sache, wenn unterschiedlich eingestellte Protagonisten aufeinander treffen.

Vielleicht ist es sogar gut so, wenn mehrere Ströme Richtung Oberliga verlaufen, die in wenigen Jahren möglicherweise von einer fußballerischen Integrationsfigur zu einem großen Gebilde zusammengeführt werden. Leipzigs Kevin Kampl und Mönchengladbachs Christoph Kramer als Weltmeister von 2014 haben nach wie vor einen engen Draht zu ihrer Heimatstadt und ihr Engagement, wenn auch nur lose, schon mal in Aussicht gestellt. Fußballer, aber auch Trainer mit Solinger Wurzeln, die zumindest über Oberliga-Qualität verfügen, gibt es bereits reichlich. Ja, selbst eine hochwertige Sportstätte mit dem Walder Stadion ist vorhanden. Auch hier kann man jetzt Weichen stellen, auf die man in der glorreichen Union-Ära vergeblich gewartet hat. Bis es zu spät war.

Dies muss man mittlerweile auch wegen einer Bergischen Arena befürchten. Nichts Greifbares vermelden die Kommunen, was nicht an Wünschen und Initiativen des Bergischen HC als wahrscheinlichem Ankermieter liegt. Im März 2014 war unter Federführung des Vereins die Machbarkeitsstudie für eine Multifunktionsarena vorgestellt worden, im September 2018 platzte die weit gediehene Hoffnung Piepersberg-West. Seitdem? Verlorene Zeit!

Und hier sprechen wir von einem Erstligisten in einer der führenden deutschen Sportarten, dem Handball. Mehr noch: Seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2018 sind die Löwen und der TBV Lemgo im Wechsel die Nummer eins von NRW – und Clubs wie den Altmeistern VfL Gummersbach sowie Tusem Essen enteilt. Dies – gepaart mit den Zweitliga-Frauen des HSV Gräfrath, der starken Nachwuchsarbeit und mehr – macht Solingen zur Handball-Stadt. Die Signale im Fußball sind derweil unüberhörbar.

TOP Baseball: Alligators werden für ihre bestechende Personalpolitik mit Erstliga-Start nach Maß belohnt.

FLOP Corona: Immer noch gibt es zu viele Fragezeichen, was beim Sport möglich ist. Die Vereine benötigen dringend Sicherheit für ihre Planung.

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