Sportlicher Adventskalender

Die Britannia kann es noch schaffen – auch ohne ihn

Christopher Nötza trug bei der Britannia zuletzt die Nummer 14. Er hat sie genommen, weil sie frei war – ohne sich dabei etwas zu denken.Foto: CN
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Christopher Nötza trug bei der Britannia zuletzt die Nummer 14. Er hat sie genommen, weil sie frei war – ohne sich dabei etwas zu denken.Foto: CN

Türchen Nummer 14 im Adventskalender des ST-Sports mit Fußballer Christopher Nötza.

Der FC Britannia steht in der Fußball-Bezirksliga mit dem Rücken zur Wand. Zehn Punkte trennt das Schlusslicht nach der Hinrunde vom rettenden Ufer. „Das war schon eine ernüchternde Serie bisher. Die zehn Punkte könnten wir locker mehr auf dem Konto haben“, ist sich Routinier Christopher Nötza sicher. „Ich bin überzeugt, dass der Klassenerhalt trotzdem noch gelingen kann. Im Winter soll es die eine oder andere Verstärkung geben.“ Allerdings erfährt die Britannia auch eine Schwächung. Nötza verlässt den Verein Richtung Kreisligist TG Burg.

Die Entscheidung hat jedoch nichts mit der aktuellen Situation des Clubs zu tun. „Ich schlage eine Laufbahn als Gerichtsvollzieher ein und habe deshalb einfach keine Zeit mehr, besonders viel zu trainieren“, sagt der gelernte Justizfachangestellte. „Da ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Leute nicht zum Training kommen, aber trotzdem spielen, gehe ich sportlich lieber den etwas entspannteren Weg in die Kreisliga A.“

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Dass er für die Burger antritt, ist kein Zufall. Vor einigen Jahren war er dort bereits als Spielertrainer aktiv. „Außerdem spielt mein Neffe Marvin Radtke dort.“ Einsatzberechtigt wird der Mittelfeldspieler, der in den vergangenen Jahren immer mehr in der Defensive antrat, nach der Winterpause sein. „Zumindest theoretisch“, schränkt er ein. „Denn im letzten Spiel für die Britannia habe ich mir noch eine Rote Karte eingefangen.“ Das Duell bei Spitzenreiter Wald 03 endete torlos, wurde aber von fünf Platzverweisen überschattet. „Eigentlich war ich der Gefoulte“, betont der 37-Jährige. „Aber der Schiedsrichter ließ sich von seiner Sicht der Dinge nicht mehr abbringen.“ Nötza wird also voraussichtlich für ein oder zwei Spiele gesperrt und kann den Burgern nicht mehr dabei helfen, die Aufstiegsrunde zu erreichen.

Seine Erfahrung hätte der TG in den wohl wichtigsten Spielen des Jahres gewiss geholfen. Nötza hat bereits beim VfB Solingen und SV Hilden-Nord in der Landesliga gespielt, sogar ein paar Oberliga-Einsätze im Union-Trikot hat er erlebt. In der Jugend begann er in jungen Jahren beim Post SV, spielte dann unter anderem in Leverkusen, bei Fortuna Düsseldorf und dem Wuppertaler SV. „Mit der richtigen Einstellung hätte ich vielleicht Profi werden können“, sagt er. „Aber die hatte ich irgendwann leider nicht mehr, sondern habe lieber Partys gefeiert. Das bereue ich noch jetzt manchmal, weil man sich fragt, wie die Dinge gelaufen wären, wenn man alles für seine Chance getan hätte.“ Kurzzeitig hatte er sich sogar komplett vom Fußball abgewandt. „Bis ich gemerkt habe, dass mir etwas fehlt.“

Seine Nummer – bei der Britannia ist beziehungsweise war es die 14 – hat ihm noch nie gefehlt. „Sie ist mir ehrlich gesagt nicht wichtig. Ich hatte lange die 6, dann mal die 10, dann die 5“, sagt Nötza. „Welche Nummer ich in Burg kriege, weiß ich noch gar nicht – Hauptsache ein Trikot.“

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