Handball

Die BHC-Teams sind eine Runde weiter

Während Emily Kramer und der HSV sang- und klanglos scheiterten, zeiht Elanur Gökkaya in die nächste Runde ein.
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Während Emily Kramer und der HSV sang- und klanglos scheiterten, zeiht Elanur Gökkaya in die nächste Runde ein.

A-Jugend, Bundesliga-Qualifikation: HSV-Mädchen scheiden aus.

Von Lutz Clauberg

Noch nie hat eine Solinger Mädchenmannschaft in der Bundesliga gespielt. Daran wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach den Erkenntnissen der Nordrhein-Qualifikation auch nichts ändern. Dass die A-Jungen des Bergischen HC Schwierigkeiten bekommen werden, als Bundesliga-Dino erneut die höchste deutsche Spielklasse zu erreichen, ist eine Überraschung.

Im Sechserfeld erreichte Jens Siebergers Truppe der Jahrgänge 2004 und 2005 nach zwei empfindlichen Schlappen den dritten Platz und zieht mit Gruppensieger Tusem Essen in die nächste Runde ein. Zum Glück für den BHC wird die herbe 15:24-Schlappe in 30 Minuten gegen die Oberbergischen nicht mitgenommen. Gruppenzweiter wurde der VfL Gummersbach, der auch gegen Essen verlor, den BHC jedoch mit 22:15 dominierte. Essen-Bezwinger Bonner JSG wurde Vierter, Tus Königsdorf und der TV Palmersheim schieden aus.

Der BHC schlug Bonn zum Teil überzeugend und hatte mit Palmersheim und Königsdorf wenig Mühe. „Ich sehe auch lieber gute als schlechte Spiele“, meinte Sieberger in Bezug auf die Pleiten gegen die Dauer-Rivalen. „Aber dafür gibt es ja Ursachen.“ Gemeinsame Übungseinheiten waren überhaupt nicht möglich, weil Jugend trainiert für Olympia und das DM-Achtelfinale diese verhinderten. Entsprechend platt waren bei allem Einsatz auch einige 2006er – und 2005er bisweilen arg formschwach. Sieberger möchte im nächsten Schritt bereits alles klar machen, um weitere Hürden zu umschiffen. „Aber leicht wir das sicher nicht“, meinte er.

BHC-Trainerin Assina Müller ist sehr zufrieden

Bei den Mädchen waren vier Mannschaften am Start. Der haushohe Favorit Tus Königsdorf trat bei weitem nicht in Bestbesetzung an, wurde aber dennoch vor der Turnerschaft St. Tönis Erster. Die Platzhirschen trennten sich über die volle Spieldistanz 28:28 und schlugen den Bergischen HC und den HSV Solingen-Gräfrath mehr oder weniger mühelos. Das Stadtduell entschied der von Assina Müller gecoachte Bergische HC deshalb wenig überraschend mit 28:24 (14:11), weil sich der HSV bereits beim 18:27 (7:13) gegen St. Tönis überdeutlich unter der von Trainer Alexander Braun erhofften Form präsentierte. „Unter den gegebenen Umständen mit der sehr kurzen Vorbereitung bin ich sehr zufrieden“, sagte Assina Müller. „Dass wir weiterkommen, hat uns niemand zugetraut.“ Kim Bassalay verdiente sich laut der neuen Trainerin die Bestnote. Beim 21:25 nach 15:23-Rückstand gegen Königsdorf bemängelte sie die hohe Fehleranzahl. Müller: „Sonst hätten wir sogar gewinnen können.“ Gegen St. Tönis gab es eine 20:27-Niederlage. „Wir hatten keine Körner mehr.“ In 14 Tagen get es gegen Königsdorf und Westfalen 2 weiter.

Alexander Braun, dessen Team gegen Königsdorf final mit 18:37 unterging, war nach dem sang- und klanglosen Abschneiden bedient. Auch er monierte die kurze Vorbereitung – und vermisste die fünf an Corona erkrankten Spielerinnen des Jahrgangs 2007, die in seinen Planungen wichtige Rollen eingenommen hatten.

Bundesliga-Qualifikation

Jungen: An einem noch zu ermittelnden Spielort geht es am 21./22. Mai weiter. Die Gruppensieger sind für die Bundesliga qualifiziert, der Rest bekommt weitere Chancen: ab dem 28./29. Mai.

Mädchen: Das Prinzip ist das Gleiche. Ein Besonderheit ist, dass Königsdorf unter Umständen eine Wild Card erhält, wenn die B-Mädchen es ins Final Four zur deutschen Meisterschaft schaffen.

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