Handball

Die BHC-Mädchen können Geschichte schreiben

Kim Bassalay und der BHC haben große Chancen, am Sonntag in die Bundesliga aufzusteigen. Zwei Spiele stehen in Everswinkel auf dem Programm.
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Kim Bassalay und der BHC haben große Chancen, am Sonntag in die Bundesliga aufzusteigen. Zwei Spiele stehen in Everswinkel auf dem Programm.

A-Jugend: Bundesliga-Qualifikation in Everswinkel und Cottbus.

Von Lutz Clauberg

Solingen. Die A-Mädchen des Bergischen HC haben in der NRW-Vorrunde einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Die große Chance, als erstes Solinger Mädchen-Team überhaupt in die Bundesliga aufzusteigen, bietet sich bereits am kommenden Sonntag in Everswinkel. Die A-Jungen müssen sich bei der bundesweiten Qualifikation in Cottbus beweisen: am 11./12. Juni.

„Wir gehen als Favorit in das Turnier“, sagt Trainerin Assina Müller. Ihr Optimismus ist begründet, schließlich brachte der BHC zuletzt den hohen Favoriten und direkt qualifizierten Tus Königsdorf in dessen Heimathalle an den Rand einer Niederlage. „Unglückliche Umstände“ führten schließlich zum 21:23. Torhüterin Sophia Karsch ragte aus einer geschlossen starken Mannschaft noch heraus. Der BHC schlug dafür den HSV Minden-Nord mit 31:20 und nimmt die Punkte mit in die Hauptrunde. Es geht um einen Aufstiegsplatz. Die Gegner sind um 11 Uhr der SC DJK Everswinkel und um 14.30 Uhr der TV Verl, die sich in der Vorrunde 20:20 trennten. „Wenn wir die Leistung aus Königsdorf bestätigen, schaffen wir es“, meint Assina Müller, die sich über die tolle Entwicklung freut: „Wer hätte uns das vor einigen Wochen schon zugetraut?“

In Gummersbach wurden Jens Siebergers A-Jungs wie berichtet Dritter. Nach der 27:28-Niederlage gegen die Oberbergischen war im Prinzip schon klar, dass es mit dem Direktaufstieg nichts geben würde – das 24:26 gegen den ASV Hamm-Westfalen brachte die Gewissheit. Den einzigen Hauptrunden-Sieg (28:19) gab es gegen die Bonner JSG. Jetzt folgt die bundesweite Qualifikationsrunde.

Der Deutsche Handball-Bund hat zwei finale Turniere angesetzt. Der BHC spielt in der Endrunde Nord. Als Gastgeber ausgelost wurde Cottbus. Gegner sind am 11. Juni in der Lausitz-Arena zunächst die HSG Verden-Aller und LHC Cottbus. Parallel treffen in Cottbus Lübeck, Hamm-Westfalen und Hagen aufeinander. Der jeweils Gruppenletzte scheidet aus, für die anderen Mannschaften geht es am 12. Juni weiter. Es geht um drei Aufstiegsplätze. „Wir reisen am Freitag an“, sagt Jugendkoordinator Christoph Rath. „Jammern nutzt nichts, wir wissen, worum es geht“, sagt Trainer Jens Sieberger.

Die Endrunde Süd geht bereits am 4./5. Juni in zwei Stuttgarter Hallen über die Bühne. Am Start sind in Gruppe 1 das Team Stuttgart, Hanau und Bietigheim sowie in Gruppe 2 Zweibrücken, Rimpar und Eisenach.

18 Spiele und immernoch nicht aufgestiegen

In Sachen Regionalliga-Qualifikation stehen ebenfalls weitere Qualifikations-Turniere an.

A-Mädchen: Bergischer HC und HSV Solingen-Gräfrath haben das Startrecht für die Regionalliga Nordrhein bereits in der abgelaufenen Spielzeit erkämpft. Sollte der BHC in der Bundesliga-Aufstiegsrunde scheitern, geht es mit dem HSV in die Regionalliga. Kampflos in die Oberliga aufgestiegen ist der WMTV.

B-Mädchen: Bergischer HC und HSV Solingen-Gräfrath waren auch in dieser Altersklasse mit ihren Erstvertretungen gesetzt. In der gemeinsamen Qualifikations-Gruppe mit dem Kreis Bonn/Euskirchen/Sieg wurde der HSV II Erster, muss aber in der Oberliga antreten. Der WMTV schied als Siebter aus.

C-Mädchen: Der amtierende Westdeutsche Meister HSV bekam natürlich das automatische Startrecht für die Regionalliga, die Zweitvertretung dominierte das Qualifikationsturnier eindeutig und zog nach sechs Kantersiegen in die Oberliga ein. Der BHC wurde mit drei Siegen und drei Niederlagen Vierter und spielt ebenfalls in der Oberliga.

A-Jungen: Während der HSV als Siebter die Segel streichen musste, schlug sich der BHC II mit einer sehr jungen Mannschaft achtbar und wurde hinter der HSG Siebengebirge und dem TV Palmersheim Dritter. Da es mehr Bewerber als Plätze für die Regionalliga gibt, finden am 11. Juni weitere drei Turniere statt. Der BHC II spielt in Gruppe 3 in Palmersheim gegen Palmersheim, Weiden und Gelpe Strombach – und darf auch nur dann in die Regionalliga, falls sich der BHC I für die Bundesliga qualifiziert. Platz drei ist Pflicht.

B-Jungen: Weil sich der BHC I als Regionalliga-Meister einen Platz gesichert hatte, rückt die B II nach sieben Siegen und als Quali-Erster in die Oberliga auf.

C-Jungen: Der BHC gewann zuletzt sieben Mal und trennte sich von der Bonner JSG II unentschieden – das bedeutete Rang eins. Auch hier kommt noch ein Turnier am 11./12. Juni obendrauf. „Man sollte den Modus überdenken“, meint Jugendkoordinator Christoph Rath. „Die Mannschaft hat bereits 18 Aufstiegsspiele bestritten.“ Aus Ausrichter misst sich der BHC am 11./12. Juni mit der JSG Köln, BTB Aachen und SG Unterrath. Der Erste und Zweite kommen in die Regionalliga. Der BHC II wurde Vierter und der TSV Aufderhöhe Fünfter, das reicht für die Oberliga. „Wir sind unfassbar stolz auf die Jungs. Sie haben sich toll entwickelt“, sagt Cedric Ickler vom TSV-Trainerteam.

Final Four

Am Pfingstwochenende wird der Deutsche A-Mädchen-Meister in Leverkusen ermittelt. Am Samstag um 15 Uhr trifft der TV Aldekerk auf die favorisierte HSG Blomberg-Lippe, um 17.30 spielt der HC Erlangen gegen Bayer Leverkusen.

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