Adventskalender des ST-Sports

Die 23 spielt für sie eine große Rolle

Bastian und Miriam Plaskocinski in ihrem vertrauten Heim in Aufderhöhe. Dort fühlen sie sich wohl
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Bastian und Miriam Plaskocinski in ihrem vertrauten Heim in Aufderhöhe. Dort fühlen sie sich wohl

Vorletztes Türchen unseres Rückennummer-Adventskalenders mit Bastian und Miriam Plaskocinski.

Von Fabian Herzog

Jubel, Trubel, Verbandsliga-Aufstieg: Miriam Plaskocinski (kniend), damals noch Gehrt, mit dem MTV im Jahr 2009.

Die Zahl 23 gilt als Mysterium. Es existieren sogar literarische Werke, musikalische Stücke und Kino-Filme, die sich mit ihr beschäftigen und zum Teil die abstrusesten Zusammenhänge herstellen. Vom Erkennungszeichen der Illuminaten über den Tod Cäsars durch 23 Dolchstiche bis zum Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. 9. 2001 (die Summe der Ziffern ergibt 23). Bei Miriam und Bastian Plaskocinski geht die Bedeutung der Zahl sicherlich nicht ganz so weit. Dennoch trägt das Handball-Ehepaar des WMTV Solingen die entsprechende Nummer keinesfalls zufällig auf dem Trikot.

Alles begann im Prinzip mit Miriam Plaskocinskis Schwärmerei für Rune Dahmke, der für den THW Kiel mit der Nummer 23 aufläuft. So wie zu früheren Zeiten mit der Nummer 9, die die langjährige Dauerkartenbesitzerin bei den Fußballern von Bayer Leverkusen in Anlehnung an Stürmer-Legende Ulf Kirsten trug, eiferte sie auch dem Handball-Nationalspieler nach. „Der ist ja auch Linksaußen“, begründet die 40-Jährige.

Sie ist beim WMTV so etwas wie das letzte verbliebene Urgestein einer erfolgreichen Generation. Mit fünf Jahren beim TSV Aufderhöhe angefangen, wechselte sie als B-Jugendliche zum (Wald-) Merscheider TV und spielte schon mit 17 – noch unter ihrem Mädchennamen Gehrt – in der 1. Mannschaft. Unter Trainer Lotfi Jeddi ging´s damals im Jahr 2009 hoch in die Verbandsliga. Dort spielt die Rechtshänderin auch heute noch, hat sich nach einer privaten Auszeit in der letzten Saison zurückgemeldet und gehört nun wieder zu den unverzichtbaren Leistungsträgerinnen.

„Das konnte ja kein Zufall mehr sein.“

Bastian Plaskocinski zur Geburt seines ersten Sohns an einem 23.

Als Siebter mit 10:12-Punkten steht die Kindergärtnerin mit ihrer Mannschaft in der Weihnachtspause im Tabellenmittelfeld so gut da wie lange nicht mehr. „Gerne hätten wir auch noch etwas weiter oben angegriffen“, erzählt sie. Zu viele personelle Rückschläge, wie Birte Neubers, Anna Thomas-Manns oder Sabrina Faensens Ausfall hätten dies aber verhindert.

Adventskalender des ST-Sports

Ihr Ehemann hat in seiner bewegten Handballzeit schon diverse Nummern getragen. Beim Solinger Turnerbund zum Beispiel, wo er seine komplette Jugend verbracht hat und nach Abstechern zur TSG oder der TG Hilgen immer wieder aufgeschlagen ist. Auch bei der SG Langenfeld, den Bergischen Panthern oder beim TSV war dies nicht anders. Erst seit wenigen Jahren, geprägt durch seine Frau, trägt Bastian Plaskocinski die 23. Spätestens seit der Geburt seines ersten Sohnes Rune am 23. März 2017 war seine Vorliebe für die Nummer perfekt. „Das konnte ja kein Zufall sein“, sagt er lächelnd.

Klar, dass auch an einem 23. geheiratet wurde. Im November 2018 war das. Nur bei der Geburt von Mads, dem zweiten Sohn der Plaskocinskis, gelang die Punktlandung nicht ganz.

Mit dem TSV stieg Bastian Plaskocinski im Jahr 2015 in die Oberliga auf.

Voll im Soll befindet sich der 42-Jährige mit dem WMTV, dem er sich nach einer Pause im vergangenen Sommer angeschlossen hat. „Philipp Schönfeld, mit dem ich noch aus TSG-Zeiten befreundet bin, hat mich dazu überredet“, erzählt der gelernte Industriemechaniker und weitergebildete Maschinenbautechniker, der das Comeback nicht bereut. „Es macht wirklich Spaß“, sagt der Rückraumspieler, der mit seiner Mannschaft trotz bescheidener personeller Möglichkeiten bei 14:8-Punkten steht und Landesliga-Fünfter ist.

Bleibt die Frage, wie die beiden sich gefunden haben? „Zum Glück kenne ich ihn nicht nur als Handballer“, sagt Miriam Plaskocinski schmunzelnd, deren Bruder Adrian beim TSV mit ihrem auf dem Feld durchaus als Heißsporn bekannten späteren Ehemann zusammengespielt hat. Auf „diversen Partys“ lernte sie den Menschen Bastian Plaskocinski näher kennen – und lieben. Um welche Uhrzeit genau es zwischen ihnen gefunkt hat, kann nicht verifiziert werden. Unbestätigten Gerüchte zufolge könnte es aber um 23 Uhr gewesen sein.

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender stellen wir nun schon im dritten Jahr in Folge verschiedene Sportlerinnen und Sportler näher vor, die die entsprechende(n) Zahl(en) auf dem Trikot tragen. Zum Abschluss der Serie folgt morgen ein japanischer Fußballer des Landesligisten DV Solingen.

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