Mein Blick auf die Woche im Sport

Der Umgang mit den Corona-Auflagen ist vielfältig

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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ST-Redakteur Jürgen König lobt die Vorsicht der Solinger Sportvereine.

Der Spuk mit der resoluten Anwendung von 2G-Plus in Sport und Freizeit währte zum Glück nur kurz. Bei der Abwägung von effizienten und notwendigen Mitteln auf der einen sowie ebenso dringenden gesellschaftlichen Zugeständnissen auf der anderen Seite hatte die NRW-Landesregierung das falsche politische Signal in der Corona-Pandemie ausgesendet. Trotz doppelter Impfung und Boostern ein Schnelltest – das war ein Schlag ins Gesicht der Fitnessstudios oder Vereine, die seit langem mit größtem Aufwand ihre Angebote möglichst sicher umsetzen und von positiven Erfahrungen berichten können. Gut, dass die Verantwortlichen um Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) dahingehend zurückruderten, den Schnelltest durch die Auffrischung zu kompensieren. Das ist eine Erleichterung, wenngleich die Bürde in der täglichen Arbeit mit Kunden und Mitgliedern immer noch groß ist.

Und so ergibt sich ein buntes Bild, wie Solingens Sportvereine mit dem Kampf gegen das Virus im Rahmen der gesetzlichen Auflagen umgehen. Eines wird dabei ganz deutlich: Die Vorsicht ist immer an Bord, und das ist gut so. Wenn SGW-Zweitliga-Wasserballer auf Zuschauer verzichten, weil sie aufgrund der Corona-Regularien ausreichend mit sich selbst beschäftigt sind, ist dies ebenso verständlich wie die Vorgabe beim EC Bergisch Land, dass jeder Spieler für sich entscheiden muss, ob er aktiv am Landesliga-Geschehen teilnehme. Oder die Maßnahme der HSV-Basketballer, die nach einem Corona-Fall und aufgrund der explodierenden Zahlen den Trainings- und Meisterschaftsbetrieb erst einmal aussetzen. Etliche weitere Absagen, zumeist im Handball, zeigen ebenso die Seriosität auf, mit der die Clubs an die Sache herangehen – dass nichts anderes dahinter steckt, mag man voraussetzen.

Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass der WMTV mit seinen Handball-Turnieren über die Stränge geschlagen hat. Im Gegenteil: Was das Team um Daniel Konrad noch unter verschärftem 2G-Plus für den Jugendsport getan hat, verdient Anerkennung. Es war eine Mammutaufgabe mit höchsten Sicherheitsstandards. Vorbildlich – was man von der Handball-EM nicht wirklich vernimmt. Dass BHC-Profi Jeffrey Boomhouwer mit seinen Niederlanden gegen Gastgeber Ungarn vor 20 000 Zuschauern spielte, stimmt mehr als bedenklich.

TOP Die Landesprogramme helfen den Vereinen vor Ort und der Stadt, den Sanierungsstau zu reduzieren. Das Geschaffte – sonst kaum möglich – kann sich sehen lassen.

FLOP Corona, die Flut und auch hausgemachte Probleme – dieser Mix hat zum Ende des Leichlinger Drittliga-Handballs geführt. Dort schauten auch oft viele Solinger zu.

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