Sportausschuss

Der Sport hofft und schiebt einige Projekte an

Ernst Lauterjung (SPD, Mitte) – links Frank Schütz (CDU), rechts Gregor Wehning (Stadt) – führte wie gewohnt souverän durch die Sitzung im Kleinen Konzertsaal. Foto: Jürgen König
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Ernst Lauterjung (SPD, Mitte) – links Frank Schütz (CDU), rechts Gregor Wehning (Stadt) – führte wie gewohnt souverän durch die Sitzung im Kleinen Konzertsaal.

Sportausschuss tagt im Theater und Konzerthaus sowie mit großer Mehrheit virtuell.

In dieser Woche durften Solingens sportliche Bürger Fortschritte im Rahmen der Pandemie zur Kenntnis nehmen. Freisportanlagen wurden geöffnet, der Trainingsbetrieb feierte wenn auch in kleinem Rahmen sein Comeback. „Wir möchten den Vereinen natürlich möglichst viel an Sport und Bewegung ermöglichen, aber die Infektionsgefahr bleibt hoch“, rief Dagmar Becker (Grüne) weiterhin zur Achtsamkeit auf. Die Sportdezernentin erlebte eine Sportausschusssitzung, die harmonisch über die Bühne ging und Hoffnung für einige Projekte verbreitete.

Kirsten Olsen-Buchkremer, hier im neuen Familienbad Vogelsang, leitet das Geschehen rund um die städtischen Bäder. „Uns fehlen die Gäste“, sagt sie und hofft auf den Neustart Anfang April.

Das Schwimmen: Hier sind die Sorgen insbesondere bei der Ausbildung riesengroß. Mit Nichtschwimmer-Kursen für den Nachwuchs in den Sommerferien soll entgegengesteuert werden, was auf einhellige Zustimmung stieß. Die Planung läuft intensiv, Sportbund-Geschäftsführerin Karen Leiding warb dafür, den Vereinen die Nutzungsgebühren für den Zeitraum der Aktion zu erlassen.

„Wir sind in den Startlöchern.“

Kirsten Olsen-Buchkremer, Geschäftsführerin der Bädergesellschaft

Bezüglich der möglichen Öffnung der Hallenbäder ab dem 22. März sei man auf einem guten Weg. „Wir sind in den Startlöchern“, betonte Kirsten Olsen-Buchkremer, Geschäftsführerin der Bädergesellschaft – notwendige Arbeiten in den Bädern wurden vorgezogen. So am Hubboden im Klingenbad, das Anfang April loslegen könnte. Eine effektive Strategie, auch unter Einbeziehung von Schnelltests, forderte in diesem Zusammenhang Dr. Robert Weindl (FDP): „Wir müssen bestens vorbereitet sein und nicht dann erst gucken, was zu tun ist.“

Die Stadt hat auch schon Weichen für eine möglichst lange Saison im Heidebad gestellt. Dort könnten bei entsprechendem Wetter an Pfingsten (22. Mai) die vermissten Gäste endlich wieder begrüßt werden. Und lange bleiben, denn das Saisonende könne flexibel nach hinten verlegt werden. Olsen-Buchkremer, deren Vertrag um fünf Jahre verlängert wurde, erhielt unter anderem von Manfred Ackermann (SPD) großes Lob für ihr effektives Wirken.

Die Anzeigetafeln hinter BHC-Ass Max Darj sind nach über zwanzig Jahren endgültig defekt und werden ersetzt. Im Nachfolgemodell sind 14 Regelwerke für verschiedene Sportarten hinterlegt.

Klingenhalle: Auch die liegt in der Zuständigkeit der Bädergesellschaft. Die zuschauerfreie Zeit wurde genutzt, um das Foyer zu verschönern und den Catering-Bereich neu zu gestalten. Einstimmig beschloss der Sportausschuss zudem, 12 500 Euro aus Vorjahres-Restmitteln der Sportpauschale zur Beschaffung von zwei elektronischen Multisportanzeigen freizugeben. Mit den Handball-Hauptnutzern Bergischer HC 06 und HSV Solingen-Gräfrath ist das System abgestimmt, auch Basketball ist berücksichtigt.

Kunstrasen: Ebenfalls einstimmig votierte der Ausschuss für die Fortsetzung der Sanierungen. Im Sommer sollen die Maßnahmen auf den Anlagen Ritterstraße, Zietenstraße, Brabant und Höher Heide durchgeführt werden. Die voraussichtlichen Kosten in Höhe von einer Million Euro kommen jeweils zur Hälfte aus der Sportpauschale und dem städtischen Haushalt. Aufgrund extremer Nutzung seien die Plätze erheblich abgespielt. „Es ist toll, dass direkt vier Plätze gemacht werden können“, sagte Dagmar Becker.

Fußball mit dem TSV und Florian Heuschkel an der Höher Heide – 2003 wurde dort der Kunstrasen verlegt, auf den anderen zu sanierenden Anlagen war es 2005.

Sporthalle Burg: Die Sanierung wurde im Ausschuss begrüßt. „Es ist eine Aufwertung für Burg, worüber die Vereine sehr dankbar sein werden“, erklärte Ernst Lauterjung (SPD), der Vorsitzende des Gremiums. Aus diesem kam Zustimmung für das 1,79-Millionen-Euro-Projekt (80 Prozent aus Landes- und Bundesmitteln), zudem gab es Anregungen bezüglich einer Photovoltaikanlage – diese werden jetzt geprüft. Am 12. April sollen die Arbeiten beginnen, mit der Fertigstellung rechnet man im Herbst 2022.

Rund um den Ausschuss

Sport-Gala: Diese musste – für Februar geplant – wegen Corona ausfallen. Ob es zu einer Ersatzveranstaltung durch Stadt, Sportbund und Tageblatt kommt, hängt von der Pandemie-Entwicklung ab. „Den Sportlerinnen und Sportlern, die 2020 Erfolge hatten, werden wir auf jeden Fall unsere Anerkennung aussprechen“, stellte Gregor Wehning (Stadtdienst Sport und Freizeit) in Aussicht.

Grundsatz: Alles sei abhängig vom Infektionsgeschehen, stellen die Verantwortlichen heraus. „Wir sind natürlich froh über jeden, der raus kann“, sagte Ausschussvorsitzender Ernst Lauterjung. Eine gute Kunde gab es für die Paladins-Footballer – sie sind jetzt als Profis eingestuft und können sich im Rahmen der Corona-Auflagen auf die Zweitliga-Saison vorbereiten.

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