Handball

Der HSV strauchelt in Bremen

Kerstin Reckenthäler und der HSV kassierten ihre zweite Saisonniederlage.
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Kerstin Reckenthäler und der HSV kassierten ihre zweite Saisonniederlage.

2. Bundesliga: Überraschende Ergebnisse.

Von Lutz Clauberg

Werder Bremen war so etwas wie der Lieblingsgegner des HSV Solingen-Gräfrath. Am 16. November 2019 holte der HSV seinen ersten Zweitliga-Zähler überhaupt. Auf das 27:27 folgten drei Siege und nur eine Niederlage gegen einen Gegner, der jedoch am Samstag den Spieß umdrehte. 31:27 (16:13) hieß es für die Gastgeberinnen. Die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler verlor die Tabellenführung und rutschte sogar auf den dritten Rang ab. Noch überraschender als der HSV ließ derweil der nächste Gegner Buchholz-Rosengarten bei der SG Schozach-Bottwartal Federn.

Bereits in der Aufstiegs-Saison 2019/20 dabei waren – neben Trainerin Kerstin Reckenthäler – Mandy Reinarz, Vanessa Brandt und Franziska Penz. Ebenfalls Carina Senel, aber die Kreisläuferin schaute wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung nur zu. Sie und 50 Anhänger sahen eine vom Start weg starke Torhüterin Natascha Krückemeier und die daraus resultierende 4:3-Führung in der 8. Minute. Es war tatsächlich das letzte Mal, dass der vermeintliche Aufstiegsanwärter vorne lag. „Zu dem uns viele machen wollen“, sagt Kerstin Reckenthäler. „Wir sind das aber nicht, weil wir viele Positionen nicht doppelt gut besetzt haben.“ Außerdem erinnert sie daran, dass nach der Saison 2023/24 gleich fünf Teams aus der 1. Liga absteigen müssen.

Bremens Trumpf in der ersten Halbzeit war die ehemalige Wuppertalerin Anna Lena Bergmann. Sie deckte aggressiv und langte auch vorne ordentlich zu. Als zehnfache Torschützin avancierte sie zur Spielerin des Spiels. Ihr Coach Robert Nijdam bewies mit seinen Ein- und Auswechslungen ein gutes Händchen. Ohne Qualitätsverlust. Die Deckung stand. Torhüterin Wioleta Pajak hielt konstant auf guten Niveau. „Bremen ist besser, als es die bisherige Ausbeute aussagt. Sie haben eine sehr gute Mannschaft und gegen uns sehr gut gespielt“, meinte Reckenthäler.

Und die Gräfratherinnen? Hatten extreme Probleme. Vanessa Brandt, gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch zuletzt noch so treffsicher, kam auf eine Quote knapp über 20 Prozent. Trotzdem lief es mit Wiederanpfiff zunächst besser. Senanur Gül parierte zwei Siebenmeter. Pia Adams, bei weitem nicht mit der nötigen Abgeklärtheit bei der Sache, schaffte den Ausgleich zum 20:20 (39.). Bremen hielt den HSV auf Distanz, kassierte aber nach dem 24:21 (Bergmann, 45.) eine Zeitstrafe. „Ich habe gesagt, dass wir die Ruhe bewahren müssen“, sagte Reckenthäler. Das Gegenteil war der Fall, zu frühe und schlechte Abschlüsse ebneten dem Gegner den Sieg. „Es hat einfach zu wenig funktioniert.“ Auch in der Deckung. Bremen hatte neben Anna Lena Bergmann mit Denise Engelke (6, 2) und Lena Thomas (5) zwei weitere bockstarke Rückraumspielerinnen zur Verfügung, während der HSV dieses Mal aus der zweiten Reihe kaum Zugriff hatte. In wichtigen (Aufhol-)Phasen hagelte es zudem Fehlwürfe satt – inklusive einigem Wurfpech mit Pfosten- und Lattentreffern.

HSV: Krückemeier, Gün, Grewe (nicht eingesetzt = n.e); Adams (8, 1), Karathanassis (6, 3), Weyh (4), Penz (3), Brandt (3, 1), Polsz (2), Reinarz (1), Seiffarth, Müller, Kamp, Jörgens, Fabisch (n.e.)

2. Bundesliga

Die SG H2KU Herrenberg beantragt für die kommende Saison keine Lizenz für die 2. Liga. Die „Kuties“ stehen somit als erster Absteiger fest.

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