Frauenhandball

Der HSV steht als Top-Mannschaft zusammen

Mandy Reinarz war dank ihrer Klasse und ihres riesigen Kämpferherzes ein wichtiger Faktor des HSV-Sieges.
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Mandy Reinarz war dank ihrer Klasse und ihres riesigen Kämpferherzes ein wichtiger Faktor des HSV-Sieges.

2. Bundesliga: 29:28 gegen Rosengarten beschert den zweiten Tabellenplatz.

Von Lutz Clauberg

Dieses Spitzenspiel ging unter die Haut. Der HSV Solingen-Gräfrath stand gegen die Hand ball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten schon mit dem Rücken zur Wand und bewies erneut, was mit Teamgeist und der außerordentlichen Fähigkeit, sich nie aufzugeben, alles möglich ist. Am Ende eines hochklassigen Duells zweier ebenbürtiger Mannschaften hieß es 29:28 (13:15). Weil der ESV Regensburg ziemlich eindeutig gegen Nord Harrislee patzte, ist Göppingen nach dem Zittersieg gegen Lintfort wieder Erster.

Der Gegner, in der Spielzeit 2021/22 noch in der 1. Liga unterwegs und erst am letzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, präsentierte sich auch ohne seine verletzte Top-Scorerin Levke Kretschmann als dickes Brett. Die Abwehr arbeitete vorzüglich. Im Angriff sorgte die 31 Jahre alte Sarah Lamp im linken Rückraum für reichlich Wirbel – mit ihr hatte die im Angriff gute Lara Karathanassis richtig Arbeit. „Rosengarten hat uns schon beeindruckt“, sagte Kerstin Reckenthäler. Nach 20 Minuten führten die Gäste 13:8. Die knapp 50 Anhänger frohlockten bereits, hatten die Rechnung aber ohne den neuen Tabellenzweiten gemacht. „Mal wieder haben das die Mädels mit ihrem unbändigen Kampfgeist gelöst“, meinte Reckenthäler nach dem Abpfiff des schwachen Gespanns Leon und Nico Bärmann aus Graben-Neudorf. Vor 400 Besuchern setzten sich schon vor der Pause immer wieder verschiedene Gräfratherinnen mit erstklassigen Aktionen in Szene. Torhüterin Senanur Gün beispielsweise war nach ihrer Einwechslung (22.) sofort zur Stelle – wie eigentlich immer in Spitzenspielen.

Mit Wiederanpfiff entwickelte sich ein rasanter Schlagabtausch. Der HSV mit der vorbildlich kämpfenden und spielenden Mandy Reinarz vorneweg war in der Deckung plötzlich aggressiver und spielte nach erfolgreichen Aktionen selbstbewusster. Pia Adams krempelte die Ärmel hoch. Lucy Jörgens vollstreckte auf Linksaußen wunderbar zum ganz wichtigen 22:21 (46.), Mandy Reinarz erhöhte auf 23:21 (47.). Es folgte die wichtigste Phase des Kampfspiels. In Unterzahl lochte nun endlich auch Jule Polsz zum 24:22 (50.) ein, den Luchsen schien die Kraft auszugehen. Kurz zuvor schied zudem die starke Linkshänderin Wiebke Meyer aus, ihre Verletzung nach einem Zweikampf mit Pia Adams stellte sich später als Bruch des rechten Schulterblattes heraus. Sie wird monatelang ausfallen.

Polsz und Jörgens waren fortan kaum mehr aufzuhalten. Immer wieder brachte der HSV durch taktisch außerordentlich geschickte hohe Einläufer der Außen den Gegner in Verlegenheit. Davon profitierte auch die präsente Kreisläuferin Nele Weyh. Den Deckel drauf machte jedoch die herausragende Mandy Reinarz zum 29:25 (57.). „Mandy war unfassbar“, sagte Kerstin Reckenthäler. Der Vier-Tore-Vorsprung reichte schließlich locker aus zum neunten Saisonsieg, an dem Vanessa Brandt zumindest mit einer guten Abwehrleistung Anteil hatte. Im Angriff war die Torjägerin weit von ihrer Bestform entfernt.

Als Tabellenzweiter reist der HSV am kommenden Samstag zum wiedererstarkten 1. FSV Mainz 05. Es ist das letzte Spiel in der Hinserie.

HSV: Krückemeier, Gün, Grewe; Adams (6, 1), Reinarz (5), Karathanassis (5), Weyh (3), Polsz (3), Jörgens (3), Brandt (3, 1), Penz (1), Kamp, Müller

Personal

Carina Senel machte zwar das Aufwärmprogramm mit, nahm aber auf der Tribüne Platz. Lina Seiffarth kam auch nicht zum Einsatz.

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