Handball

Der HSV reist „ohne fünf“ nach Herrenberg

Merit Müller, hier gegen Nürtingen auf dem Weg zum Torwurf, ist die einzige HSV-Linkshänderin am Sonntag in Herrenberg. Foto: Lars Breitzke
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Merit Müller, hier gegen Nürtingen auf dem Weg zum Torwurf, ist die einzige HSV-Linkshänderin am Sonntag in Herrenberg.

Wieder nur ein abgespecktes Programm im Handball.

Es wird nicht besser: Erneut fallen am Wochenende zahlreiche Spiele coronabedingt aus. Nicht im Einsatz sind zum Beispiel die Männer-Oberligisten Bergischer HC II und TSV Aufderhöhe, außerdem findet das Landesliga-Derby zwischen dem Ohligser TV und dem TSV II nicht statt. Auch das Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen dem HC BSdL und dem HSV Solingen-Gräfrath fällt aus.

Wenn ich mir Sorgen mache, gibt die Mannschaft dreimal Gas im Training.

Kerstin Reckenthäler, HSV-Trainierin

Frauen, 2. Bundesliga: SG H2Ku Herrenberg - HSV Solingen-Gräfrath (So., 16 Uhr). Der Tabellenzweite hat am 23. Oktober das einzige Mal verloren – diese Serie soll auch in der 33 000-Einwohner-Stadt in der Mitte Baden-Württembergs halten. „Das wird aber eine Überraschungskiste“, meint Trainerin Kerstin Reckenthäler. Der HSV muss nämlich neben Langzeit-Ausfall Melina Fabisch auf Hannah Kamp, Jule Polsz, Lucy Jörgens und Luca Tesche verzichten. Merit Müller ist die einzige verbliebene Linkshänderin. Reckenthäler: „Das könnte eng werden.“ Positiv stimmt sie die Einstellung: „Wenn die Mannschaft merkt, dass ich mir Sorgen mache, gibt sie dreimal Gas im Training.“

In den bisherigen vier Begegnungen holte der HSV nur einen Sieg: Am 11. September 2021. Beim 32:22 (15:8) hatte Herrenberg keine Chance, befindet sich aber mit zwölf Punkten nicht mehr in akuter Abstiegsgefahr. „Man weiß aber nicht, wer spielt“, meint Reckenthäler. Anna Albek und Britt van der Baan haben ihr Erstspielrecht beim am Samstag gegen Buchholz 08 Rosengarten aktiven Bundesligisten TuS Metzingen. Beide fehlten bei der Herrenberger 26:37-Schlappe in Leipzig, das 17 Jahre alte Top-Talent Rebecca Rott hat schon diverse Spiele verpasst.

Frauen, Oberliga: Rheydter TV - Bergischer HC (Sa., 18 Uhr). Die Frage nach dem Favoriten stellt sich nie, wenn es um Spiele mit BHC-Beteiligung geht. Die Mannschaft von Trainer Lars Faßbender hat sämtliche zwölf Partien gewonnen, die allermeisten sogar haushoch; einmal trat Adler Königshof erst gar nicht an. Dass in Rheydt unter anderem Laura Sosnierz fehlt, ändert an der Ausgangslage nichts, zumal der unangefochtene Spitzenreiter das erste Duell mit 36:15 für sich entschied. Zur Halbzeit stand es bereits 26:7. „Natürlich wollen wir ungeschlagen bleiben“, sagt Faßbender, der neben Anastasia Karsch wahrscheinlich A-Jugendliche nominieren wird.

Fortuna Düsseldorf II - HSV II (So., 15.30 Uhr). HSV-Coach Alexander Braun sieht den zweiten Auftritt bei den favorisierten Düsseldorferinnen ziemlich nüchtern. „Alles hängt davon ab, wer zur Verfügung steht.“ Der Trainingsbetrieb gestaltet sich wegen vieler Ausfälle mehr als schwierig. Eine Einheit wurde beispielsweise mit den Regionalliga-B-Mädchen gemeinsam absolviert. In der Hinrunde verlor der HSV zwar 19:32, „aber da haben wir auch jede Menge Fehlwürfe produziert“, sieht Braun durchaus eine kleine Chance.

Männer, Landesliga: Bergische Panther III - WMTV (Sa., 16.30 Uhr, Burscheid). Die Solinger treten mit dem gleichen Personal wie beim in jeder Beziehung überzeugenden 30:15 gegen Hückeswagen an. „Wir wollen den Schwung mitnehmen, wenngleich es gegen die Panther schwerer wird“, sagt Trainer Marc Riehmer.

BHC III - Mettmann-Sport II (Sa., 19 Uhr, Klingenhalle). Coach Max Klemm spricht von einem Vier-Punkte-Spiel gegen den Abstieg. Angesichts der angespannten Personallage sei die Aufgabe keinesfalls leicht, zumal zuletzt nur Jannik Esser und Max Schweter überzeugten.

HSV Solingen-Gräfrath

Wechsel: Henriette „Jette“ Clauberg (21) verändert sich nach einer langen Zeit beim HSV, die einst bei den „Bambini“ begann: Die Rückraumspielerin hat für die Saison 2022/23 beim TuS Lintfort zugesagt – für eine Saison. Lintfort, seit 20 Jahren von Bettina Klein trainiert, rangiert in der Zweitliga-Tabelle auf dem zehnten Platz. Beim HSV hätte Jette Clauberg keinen Zweitliga-Vertrag mehr bekommen. „Lintfort ist für mich die beste Option. Ich hoffe natürlich auch auf deutlich mehr Spielanteile“, sagt die zuletzt gegen Heide fünf Mal für den HSV erfolgreiche Solingerin.

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