Handball

Der HSV liefert nicht ausreichend Leistung ab

Merit Müllers Wurfquote war beim Rödertal-Gastspiel nicht so gut wie gewohnt.
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Merit Müllers Wurfquote war beim Rödertal-Gastspiel nicht so gut wie gewohnt.

Frauen, 2. Bundesliga: Niederlage in Sachsen.

Laut war es plötzlich in der Sporthalle Großröhrsdorf. Mehr als 400 Zuschauer feuerten ihren HC Rödertal lautstark an und halfen bei der Aufholjagd engagiert mit. 10:6 (16. Minute) und 11:7 (22.) lag der favorisierte HSV Solingen-Gräfrath in Führung – zum Schluss jubelte der Aufsteiger über das nicht unverdiente 27:25 (14:15). „Wir haben einfach nicht das geliefert, was nötig gewesen wäre, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Trainerin Kerstin Reckenthäler bei allem Ärger über fünf, sechs Schiedsrichterentscheidungen, die nicht in ihrem Sinne waren. lc

In der Start-Aufstellung stand anstelle von Sina Ehmann zum ersten Mal Pia Adams. „Sie war leider kein Faktor“, meinte Reckenthäler. Ehmann kam dann für Adams, – auch sie erwischte nicht ihren besten Tag. Rödertal nutzte noch vor der Halbzeit viele HSV-Abschlussfehler. Von Außen wurden acht Würfe nicht im Tor untergebracht. Reckenthäler: „Sonst hätten wir den Sack zugemacht.“ In der Phase, als die kampfbetonte Partie auf des Messers Schneide stand, patzte der HSV. Dabei sah es nach einem furiosen 4:0-Lauf zur 20:18-Führung (42.) top aus. Selbst zwei Zeitstrafen gegen Carina Senel (46.) und Mandy Reinarz (48.) richteten nur wenig Unheil an. Jule Polsz, als dritte Rechtsaußen nach Hannah Kamp und Merit Müller eingesetzt, traf zum 22:22 (50.) Ausgerechnet jetzt scheiterte Lara Karathanassis vom Siebenmeterpunkt an der formstarken Ann Rammer. Das gab Rödertal den nötigen Auftrieb. Der HSV, der die weiterhin verletzte Top-Torjägerin Vanessa Brandt schmerzlich vermisste, schaffte keinen Einstand mehr und ließ zwei Punkte in Sachsen liegen. „Das ist kein normaler Aufsteiger, alles war sehr professionell aufgezogen“, zählt Reckenthäler Rödertal auf keinen Fall zu den Abstiegskandidaten in der aus ihrer Sicht in der Spitze sehr breit aufgestellten 2. Bundesliga.

HSV: Krückemeier, Gün; Reinarz (5, 1), Kamp (4), Karathanassis (3, 1), Polsz (3, 1), Senel (2), Weyh (2), Adams (2, 1), Jörgens (2), Penz (1), Müller (1), Fabisch, Ehmann

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