Jugend-Handball

HSV ist wieder Westdeutscher Meister

Die Gräfratherinnen jubelten in Ahlen.
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Die Gräfratherinnen jubelten in Ahlen.

Jugendhandball: BHC-B-Jungen scheiden verdient im DM-Achtelfinale aus.

Solingen. Die C-Mädchen des HSV Solingen-Gräfrath haben den Endspiel-Krimi in Ahlen gegen die Turnerschaft St. Tönis für sich entschieden. Paulina Kampel besorgte in der 49. Minute den Siegtreffer zum 19:18, nachdem der Niederrhein-Rivale zur Pause mit 9:7 vorne lag und kurz nach Wiederanpfiff sogar auf 10:7 erhöhte. Hektik und viel Krampf war Trumpf, die Schiedsrichterinnen nicht selten überfordert.

Die Mädchen von Julia Spitzer sind somit Westdeutscher Meister – was die Trainerin selbstbewusst schon mit dem Saisonstart im Visier hatte. Dieses Kunststück gelang dem HSV mit dem Trainergespann Jörg Hermes/Julia Spitzer zuletzt 2018 mit dem tollen Jahrgang 2003. Die meisten Spielerinnen sind noch im Club und laufen auch 2022/23 in der Frauen-Oberliga auf. Der BHC wurde 2019 Westdeutscher Meister.

Das Final Four startete mit den Duellen HSV gegen LHZ Ahlener SG und St. Tönis gegen Borussia Dortmund. Die Gräfratherinnen lagen letztmalig mit 10:11 in der 27. Minute zurück, gewannen letztlich unangefochten mit 26:20 (10:10). Weil Lena Zakszewski im Tor eine überragende Leistung bot und Lina Seiffarth sowie Clara Leenen je neun Treffer markierten. St. Tönis hatte Dortmund mit 27:22 eliminiert.

Das Finale war total zerfahren. Schon in der 12. Minute foulte die beste Töniserin Eva Manthei Clara Leenen. Manthei kassierte die Rote Karte. „Ich weiß nicht, ob man die hätte geben müssen“, sagte Julia Spitzer und verstand den Töniser Ärger. Die am Ellenbogen verletzte Leenen erzielte im zweiten Abschnitt auf Linksaußen zwei wichtige Tore.

In dem Kampf auf Biegen und Brechen war Lina Seiffarth vorne wie hinten ein Aktivposten, Allrounderin Greta Achilles rieb sich ebenfalls total auf, Lena Zakszewski war erneut ein toller Rückhalt. „Wir haben uns durchgebissen“, lautete Julia Spitzers Fazit – auf die komplette Saison und das Finale bezogen. Schlimm fand sie die Organisation in Ahlen. „Es gab keinen Hallensprecher und kein gemeinsames Einlaufen.“ Negativer Höhepunkt der Veranstaltung war der Verweis eines Zeitnehmers im Finale durch die Schiedsrichterinnen. „Das war einfach peinlich.“

HSV gegen Ahlen: L. Zakszewski, Schmidt; Seiffarth (9), Leenen (9, 1), Kampel (3), M. Zakszewski (2), Henke (2), Achilles (1), Nilson, Grund, Kühn

HSV gegen St. Tönis: L. Zakszewski, Schmidt; Kampel (6, 3), Seiffarth (4, 1), Leenen (3), M. Zakszewski (2), Kupfer (2), Achilles (1), Kühn (1), Nilson, Grund

B-Jugend, DM-Achtelfinale, Rückspiel: SC DHfK Leipzig - Bergischer HC 29:23 (17:10)

Der Traum vom Viertelfinale war schon in der Halbzeit ausgeträumt. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem die Sachsen im Rückraum Probleme hatten, legte Moritz Beltzer eine Top-Vorstellung hin. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gehabt“, erklärte Trainer Lars Halfmann. Und: U16-Nationaltorwart Niclas Schumann, beim ersten Duell mit der Leipziger A-Jugend unterwegs, hielt überragend. Die Solinger kamen trotz des demoralisierenden Zwischenstandes voller Mut und Zuversicht aus der Kabine. Der 4:0-Lauf machte indes nur kurz Hoffnung.

„Trotzdem ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft“, sagte Halfmann und lobte insbesondere Malte Wolfram und Paul Schwarz: „Beide haben sich voll reingehangen.“ Dass es trotz der deutlichen Steigerung nicht zu mehr gereicht hat, lag laut Halfmann an der Chancenverwertung.

 Der BHC mit Trainer Lars Halfmann schaute in Leipzig in die Röhre.

Mit dem Einzug ins Viertelfinale hätte der BHC das Ticket für die A-Jugend-Bundesliga gelöst. nun geht’s in die anspruchsvolle Qualifikation: Zunächst am 7./8. Mai in Turnierform in der Wittkulle gegen Tusem Essen, VfL Gummersbach, Bonner JSG, Tus Königsdorf und TV Palmersheim. Vier Mannschaften kommen in die nächste Runde mit vier Westfalen-Teams.

BHC: Babic, Beckert: Schwarz (6, 1), Höschler (5), Graf (3), Austermann (2), Schaffert (2), Wolfram (2), Mager (1), La Mendola (1), Steffens (1), Merten

Qualifikation: Auch sie wollen in die Bundesliga

Zwei weitere Solinger Jugendteams möchten 2022/23 in der Bundesliga spielen: die A-Mädchen von HSV und BHC. Gegner in der ersten Runde am 7./8. Mai (Kannenhof und Klingenhalle) sind die Turnerschaft St. Tönis und Tus Königsdorf. Während bei den Jungen die Spielzeit einmal 30 Minuten beträgt, müssen die Mädchen im Modus „Jeder gegen Jeden“ über volle Distanz ran. Drei Teams kommen weiter.

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