Die Woche im Sport von Thomas Rademacher

Der Blick in die sportliche BHC-Zukunft darf ruhig optimistisch sein

thomas.rademacher@solinger-tageblatt.de
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Fraglos waren die letzten 14 Spiele des Bergischen HC in der gerade beendeten Bundesliga-Saison nicht gerade überragend. Da darf es dann auch mal schwer fallen, das Positive zu sehen.

Im Schnitt war es eben einfach nicht mehr so gut, was die Handballer auf die Platte gebracht haben. Trotzdem ist das kein Grund, alles infrage zu stellen. Freundlicher formuliert lässt sich schließlich auch sagen, dass die 8:20-Punkte zum Abschluss überhaupt nicht mehr ins Gewicht fielen, weil die Mannschaft ihr Potenzial bis Ende März optimal abgerufen hatte. Der zwölfte Platz ist mit Blick darauf ein bitterer, aber er ist eben auch erklärbar.

Es war eine besondere Saison – eine mit Unwägbarkeiten, die noch nie dagewesen waren. Teams mussten in Quarantäne, sich ständig auf neue Situationen einstellen, fast immer auf Unterstützung von den Rängen verzichten. Nichts fühlte sich sicher an. Bis zwei Monate vor Schluss rissen die Diskussionen nicht ab, ob die Spielzeit überhaupt normal zu Ende gebracht werden könnte. Zum Glück kam es im Mai und Juni zu keiner weiteren Quarantäne, so dass dieses zwischendurch unwahrscheinliche Vorhaben tatsächlich gelang. Am Ende hatten alle 38 Partien absolviert.

Eine solche Runde lässt sich nicht nach normalen Maßstäben beurteilen. Und gerade aus BHC-Sicht muss es jetzt heißen: abhaken und weitermachen. Der zwölfte Platz hilft nicht, tut aber auch niemandem weh. Der Blick soll jetzt nach vorne gehen. Und er darf ruhig optimistisch sein. Die Hoffnung ist groß, dass die Anfang September beginnende Saison deutlich weniger von Corona-Auflagen geprägt sein wird. Keine Quarantänen, Planungssicherheit und Zuschauer sind nicht sicher, aber gewiss auch keine Utopie mehr.

Und sportlich ist mit den Löwen doch sowieso zu rechnen. In Simen Schönningsen gibt es nur einen Zugang ins System zu integrieren. Bis auf Daniel Fontaine und den im Februar kurzfristig hinzugeholten Renars Uscins bleibt das Team, das Ende März sogar einen europäischen Startplatz vor Augen hatte, komplett erhalten.

Vor allem aber stimmt auch der Blick auf die fernere Zukunft positiv. Zwar wird Max Darj, der sich im Sommer 2022 den Füchsen Berlin anschließt, schwer zu kompensieren sein, aber schon jetzt steht mit Tim Nothdurft ein neuer Linksaußen fest. Seine Verpflichtung hat überraschend wenig Aufmerksamkeit erfahren, dabei gehört er zu den aufstrebendsten Spielern überhaupt. Der für Balingen aktive Nothdurft ist nicht nur ein sicherer Schütze von außen, er agiert zudem herausragend als vorgezogener Spieler einer 5:1-Deckung. Zu diesem Transfer kann man dem BHC nur gratulieren.

TOP BHC-Geschäftsführer Jörg Föste wirkt sehr zuversichtlich, wenn er von einer neuen Arena im Bergischen spricht.

FLOP Irrsinn in der Tennis-Regionalliga: Vier von sechs Teams könnten in der STC-Gruppe absteigen.

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