Fußball

Das letzte große Highlight der Fußball-Saison

Wie nach dem Bezirksliga-Aufstieg würde BVG-Trainer Sascha Schulz auch am Sonntag gerne wieder zum Feierbiest mutieren.
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Wie nach dem Bezirksliga-Aufstieg würde BVG-Trainer Sascha Schulz auch am Sonntag gerne wieder zum Feierbiest mutieren.

BV Gräfrath und TSV Solingen treten an der Carl-Ruß-Straße im Kreispokal-Finale gegeneinander an.

Von Moritz Jonas

Am Sonntag (13 Uhr) steigt mit dem Kreispokal-Finale das letzte wichtige Spiel der Fußballsaison. Dann trifft der BV Gräfrath an der Carl-Ruß-Straße auf den TSV Solingen. Das Endspiel der Frauen zwischen Eintracht Solingen und dem TSV fällt aufgrund des Nichtantritts der Eintracht aus.

Ein Umstand, der in den Reihen des TSV sehr kritisch gesehen wird. „Natürlich ist das schade für uns. Wir hätten dieses Doppelfinale gerne zelebriert“, sagt der Sportliche Leiter der Aufderhöher, Yorik Heiber. Ohnehin sei es für ihn ein Novum, dass ein Finalist nicht antreten kann. Weshalb er es aus Sicht des Verbandes auch in Betracht ziehen würde, die Eintracht in der nächsten Saison aus dem Niederrheinpokal auszuschließen. Für diesen haben sich beide Teams schon durch ihre Finalteilnahme qualifiziert.

Ich rechne mit mindestens 600 Zuschauern.

Sascha Schulz, BVG-Trainer

Bei den Männern gehen beide Mannschaften hingegen voll motiviert in die letzte Aufgabe der Saison. Generell befinden sich beide zurzeit in sehr guter Verfassung. Der TSV hat sieben seiner letzten neun Ligaspiele gewonnen, und der BVG hat sogar seit einem halben Jahr kein Pflichtspiel mehr verloren. Die jüngste Niederlage datiert vom 28. November 2021. Generell könnten die Gräfrather die erfolgreichste Saison ihrer gesamten Vereinsgeschichte mit einem Pokalsieg krönen. Neben dem Bezirksliga-Aufstieg der Männer konnten in den vergangenen Wochen auch die Qualifikation der A-Jugend für die Bergische Liga sowie drei Kreispokal-Siege bei den Juniorinnen gefeiert werden. „Es wäre schön, wenn wir das mit dem Finalsieg veredeln würden“, sagt BVG-Coach Sascha Schulz. Denn obwohl die Truppe als Kreisligist vermeintlicher Außenseiter im Finale ist, rechnen beide Seiten mit einer ausgeglichenen Begegnung. „Es wird sicher ein enges und kampfbetontes Spiel“, mutmaßt Heiber. Kontrahent Schulz sehe die Favoritenrolle zwar immer noch beim TSV, rechne seiner Truppe aber dennoch gute Chancen aus.

Beide können personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bei den Flockertsholzern wird sicher wieder auf die Tore von Marcio Sesek gehofft. Das heiß umworbene Talent wird auch über die Saison hinaus für den Neu-Bezirksligisten auf Torejagd gehen. „Jetzt kann er bei uns in einer höheren Liga spielen, also bleibt er“, bestätigt Schulz. Weniger reibungslos läuft es in Sachen Personalplanung beim TSV. Das Team von der Höher Heide wird beim Spiel auf der Bernd-Kurzrock-Sportanlage auf Torjäger Brian Mitchell verzichten. Der Stürmer wird in der nächsten Saison aber noch häufiger dort auflaufen, denn er wechselt zur 1. Spvg. Wald 03.

Der Stürmer habe mit der Art des Transfers viel verbrannte Erde hinterlassen, findet Heiber. Weshalb sich der Verein gezwungen sah, ihn aus dem Kader zu streichen. „Es geht nicht darum, dass Brian zur Konkurrenz wechselt. Das ist legitim. Was nicht in Ordnung war, war sein Verhalten gegenüber dem Verein“, erklärt Heiber. Mitchell hingegen berichtet, dass er lange das Gefühl hatte, nicht in der Mannschaft angekommen zu sein, und deshalb den Wunsch des Wechsels hatte.

Aber auch ohne seine Tore dürfte das Spiel zum echten Publikumsmagneten werden: „Ich rechne mit mindestens 600 Zuschauern“, schätzt Schulz. Es sei immerhin das letzte große Spiel in näherer Umgebung. Vom TSV wurden Busse für insgesamt 120 Fans bestellt, und es dürften noch einige mehr hinzukommen. Aus diesem Grund sei es aus Heibers Sicht auch bedauerlich, dass das Spiel nicht wie üblich im Walder Stadion ausgetragen würde. „Diese Begegnung hätte ein Stadion verdient.“

Die nächsten Spiele, die eines großen Rahmens würdig sein könnten, sind die anstehenden Erstrunden-Partien im Niederrheinpokal, für den sich beide Teams bereits qualifiziert haben. Dort könnten auf die Solinger Mannschaften klangvolle Namen wie der Wuppertaler SV, MSV Duisburg, KFC Uerdingen oder Rot-Weiss Essen warten. „Ich würde jeden dieser Gegner nehmen“, sagt Schulz. Heiber würde sich auch über ein Auswärtsspiel an der Essener Hafenstraße freuen, sollte es nicht möglich sein, ein solches Highlight in der Klingenstadt auszurichten.

BV Gräfrath

Neben der Verlängerung von Marcio Sesek wurden noch weitere Personalien für die Bezirksliga geklärt. Mit Selim Gökec vom FSV Vohwinkel II sowie Jan Phillipp Macht vom SC Sonnborn und Henry Osei Owusu vom Stadtrivalen Dersimspor konnten gleich drei Verteidiger verpflichtet werden.

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