Handball

HSV hat nächsten Meilenstein fest im Blick

Hannah Kamp (Nr. 22), Lara Karathanassis (vorne) & Co. warten auf das erste von drei Topspielen, in denen es für den HSV Solingen-Gräfrath womöglich um den Erstliga-Aufstieg geht. Foto: Lars Breitzke
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Hannah Kamp (Nr. 22), Lara Karathanassis (vorne) & Co. warten auf das erste von drei Topspielen, in denen es für den HSV Solingen-Gräfrath womöglich um den Erstliga-Aufstieg geht.

Frauenhandball, 2. Liga: Topspiel gegen Frisch Auf Göppingen.

Es ist kein Spiel wie jedes andere am Samstag ab 18.15 Uhr in der Klingenhalle, die für die Kontrahenten des HSV Solingen-Gräfrath eine nahezu uneinnehmbare Festung darstellt. Gegen Frisch Auf Göppingen möchte der Zweitliga-Spitzenreiter sein Alleinstellungsmerkmal verteidigen. Als einziger Zweitligist hat die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler vor eigenem Publikum noch kein Spiel verloren. Der einzige schwarze Fleck auf der sonst blütenweißen Weste ist das 30:30 gegen den TSV Nord Harrislee am 30. Oktober 2021.

Der Sieg in Göppingen war der erste Eisbrecher.

Kerstin Reckenthäler, HSV-Trainerin

Eine Woche später, am 6. November, feierte der HSV einen ziemlich überraschenden Auswärts-Coup: In der als Hohenstaufenhalle bekannten EWS-Arena hieß es vor 563 Besuchern 27:25 (9:8) für den vermeintlichen Außenseiter nach einem offenen Schlagabtausch. Fortan ließ Göppingen aber nichts mehr anbrennen. Zehn Spiele in Folge gestaltete das Team von Nico Kiener siegreich – die meisten überaus souverän und zum Teil überdeutlich wie beispielsweise das 37:22 in Regensburg am 12. Februar. Der Neustart nach fünfwöchiger Unterbrechung war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Die Kurpfalz Bären aus Ketsch gewannen 35:34 – Göppingen ist deshalb mit 19 absolvierten Begegnungen und 32:6-Zähler nur Vierter. Das Tableau führen der HSV und Waiblingen (je 37:5) vor den Spreefüxxen (33:9) an.

„Der Sieg in Göppingen war der erste Eisbrecher. Wir haben gemerkt, dass wir gegen die Großen in der Liga nicht nur mithalten können, sondern sie auch schlagen und Big Points holen können“, betrachtet Trainerin Kerstin Reckenthäler den Göppingen-Coup als Grundlage für die Erfolgswelle, die nur einmal gebrochen wurde: am 6. Februar in Herrenberg. Andererseits weiß die 39 Jahre alte A-Lizenz-Inhaberin: „Wir brauchen wieder ein Berlin-Spiel.“ Das 29:26 in der Klingenhalle war in fast jeder Hinsicht überragend – nur die Zuschauer-Resonanz mit 300 Besuchern passte nicht so ganz zu den gezeigten Leistungen. Recken-thäler: „Wir würden uns über mehr Zuspruch freuen. Das wäre der Lohn für das, was wir Woche für Woche leisten und uns mit viel Aufwand erarbeiten.“

Im Gegensatz zu Göppingen könne ihre Mannschaft locker aufspielen. „Natürlich würden wir auch aufsteigen, wenn es dann passiert. Aber noch ein Jahr 2. Liga wäre auch nicht schlimm.“ Das sehe, so Reckenthäler, beim Gegner schon anders aus: „Bei dem in der Breite unwahrscheinlich gut aufgestellten Kader und dem Etat müssen sie wieder hoch.“ In den Übungseinheiten in dieser Woche habe sie keinen übermäßigen Druck verspürt. Im Gegenteil: „Alle waren ziemlich locker und haben gut trainiert. Zu viel Druck wäre auch nicht gut. Die Mannschaft soll sich auf das Spiel einfach nur richtig freuen.“

Personell ist alles im grünen Bereich. „In Corona-Zeiten weiß man das natürlich nie“, hofft die Trainerin auf den gleichen Kader, der sich zuletzt beim 33:30 in Harrislee zwar über weite Strecken schwer tat, aber im Gegensatz zu Göppingen erneut doppelt punkten konnte. „Deshalb kann sich Frisch Auf eigentlich auch keine weitere Niederlage leisten.“ Eintrittskarten für das mit Spannung erwartete Aufstiegsduell gibt es an der Abendkasse und online.

termine.solinger-tageblatt.de

2. Bundesliga

23. Spieltag: Runde 23 wird am Samstag um 17 Uhr mit einem Keller-Duell eröffnet: Der Vorletzte MTV Heide hat den TVB Wuppertal zu Gast, bei dem sich offenbar ein ganz großer Ausverkauf abzeichnet: Michelle Stefes, in Beyeröhde schon lange Jahre fest verankert, schließt sich zur kommenden Spielzeit den Füchsen Berlin an. Neben dem Klingenhallen-Knaller HSV gegen Göppingen, der um 18.15 Uhr angepfiffen wird, geht es in der Waiblinger Rundsporthalle ab 18.30 Uhr ebenfalls um ganz viel: Der VfL hat die Berlinerinnen zu Gast, die durch einen Sieg wieder voll in der Aufstiegsverlosung wären. Der HSV reist am 13. April nach Waiblingen, das Heimspiel steigt am 14. Mai.

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