Fußball

Daniel Kremner: Ein Schauspieler, der nicht für Schwalben bekannt ist

Als Fußballer spielte Daniel Kremner lange beim TSV in der ersten Mannschaft, mit der er 2015 aus der Kreisliga B in die A zurückkehrte. Foto: Moritz Alex
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Als Fußballer spielte Daniel Kremner lange beim TSV in der ersten Mannschaft, mit der er 2015 aus der Kreisliga B in die A zurückkehrte. Foto: Moritz Alex

Früherer TSV-Fußballer kämpft darum, in Film, Theater und Fernsehen Fuß zu fassen – der Traum von der großen Rolle lebt.

Von Fabian Herzog

Komplett aufgegeben hat er seinen großen Traum noch nicht. Dafür ist Daniel Kremner mit viel zu viel Herz und Leidenschaft Schauspieler. Mit 29 Jahren weiß der gebürtige Kanadier, der mit neun Monaten nach Solingen kam und lange beim TSV Fußball spielte, aber, dass die Chance, in Film, Fernsehen oder Theater den Durchbruch zu schaffen, nicht größer wird. Oder, wie er es selbst sagt: „Sie ist extrem klein.“

In Köln hat Kremner zwei Jahre lang auf der FAS (Film-Acting-School) Schauspielerei gelernt und seit dem Abschluss vor sechs Jahren mehrere kleine Rollen gespielt. In „Das beste Stück vom Braten“, einer Komödie, die 2016 an einem Freitagabend um 20.15 Uhr in der ARD lief, war er der Neuling in der Küche.

Als Schauspieler schlüpft Kremner in unterschiedliche Rollen, blickt aber in eine ungewisse Zukunft.

Zu sehen war der Solinger auch schon in diversen anderen Produktionen wie den TV-Serien „Unter Uns“ (RTL), „Club der roten Bänder“ (Vox), Lindenstraße (ARD), „Alles was zählt“ (RTL) und „SOKO Köln“ (ZDF) oder dem Kino-Spielfilm „Antonio, ihm schmeckt´s nicht“. Aber immer nur in Kurzauftritten. „Als Edelkomparse“, wie Kremner selbst sagt.

Dass es schwer ist, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, kann man sich vorstellen. Deswegen war der Wahl-Kölner immer wieder gezwungen, sich Nebenjobs zu suchen. So arbeitete er in den vergangenen sechs Jahren als Schuhverkäufer, in einer Bäckerei oder im Promotionbereich. Mittlerweile ist er dabei, sich ein zweites Standbein aufzubauen, als „Locationscout“ nach spannenden Drehorten zu suchen und diese Produktionen zu empfehlen.

Kremner kämpft darum, weiter in dieser Branche sein Geld zu verdienen. Schließlich ist es die Schauspielerei, die ihm immer schon viel Freude gemacht hat. „Mein Vater hat immer gesagt: Du brauchst kein Schauspieler werden, du bist schon einer“, erinnert er sich. „Ich hatte da immer ein Talent für und Lust drauf.“ Auf dem Humboldtgymnasium übernahm er in einer Theater-AG oder im Literaturkurs die Hauptrollen. Wie die des Krabats in der gleichnamigen Geschichte, die Kremner sogar noch ein halbes Jahr fortsetzte, als er seine schulische Laufbahn nach dem ersten Halbjahr in der zwölften Klasse schon abgebrochen hatte.

Offensivdrang beim Kölner C-Kreisligisten Grün-Weiß Nippes

Das Schauspieltalent nutzte Kremner auf dem Fußballplatz übrigens nie aus. „Für Schwalben war ich nicht bekannt“, sagt er und fügt lachend an: „Im Gegensatz zu Nils Littera.“ Beim TSV, damals noch Aufderhöhe, spielte er 20 Jahre lang. Wegen der Ausbildung verschlug es ihn auch sportlich nach Köln, wo er mittlerweile für Grün-Weiß Nippes kickt. In der Kreisliga C. „Da wird aber schon auch ein ordentlicher Fußball gespielt“, erzählt Daniel Kremner, der, aus seiner Solinger Zeit als Allrounder bekannt, in der Domstadt die Offensive für sich entdeckt hat: „Ich bin einer der Scorer.“

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