Cricket

Cricket-Club sucht Heimat in der Klingenstadt

Cricket spielen in Solingen: Für Murali Prasad würde ein Traum in Erfüllung gehen.Foto: Michael Schütz
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Cricket spielen in Solingen: Für Murali Prasad würde ein Traum in Erfüllung gehen.

Viele Solinger fahren zu Plätzen ins Ruhrgebiet, um ihren Sport ausüben zu können.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Der O’Rangers Cricket-Club möchte in Solingen eine sportliche Heimat finden. Noch offiziell mit dem Status „in Gründung“ versehen, haben sich die Solinger Cricket-Sportler um ihren Spielführer Murali Prasad auf den Weg gemacht, diesen Wunsch zu verwirklichen. Dabei setzen sie auf Ramachandran Subburayalu von der „Internationalen Liste“, um nötige Kontakte zur Stadtverwaltung und zur Politik zu knüpfen.

Außerdem soll er durch sein Netzwerk die Zufallschance erhöhen, vielleicht einen Landwirt oder einen andren Grundbesitzer zu finden, der bereit ist, sein Land für solch ein sportliches Projekt zur Verfügung zu stellen. Rund 100 Quadratmeter auf ebener Erde seien notwendig, erläutert Prasad. „Wir würden gerne auf gepachtetem Grund mit Sponsoren-Geld, das wir selbst beschaffen, einen Cricket-Platz bauen“, erklärt er.

Murali Prasad geht es nicht nur darum, für „seine Jungs“, also für die bereits bestehende und mit Erfolg spielende Mannschaft, eine Heimat zu finden. Sondern er möchte „seinen“ Sport in Solingen etablieren. „Junge Einheimische und Neu-Solinger wie ich, die gemeinsam „batten“ (Ball schlagen) und fielden (Ball fangen) – das wäre super“, sagt der junge Mann mit indischen Wurzeln nachdrücklich und mit ansteckender Begeisterung. „Wir wollen mit interessierten Jugendlichen und auch Älteren Cricket spielen“, sagt er schlicht. „Und zeigen, dass nicht nur Fußball Spaß macht, sondern auch dieser in Deutschland bisher eher weniger populäre Mannschaftssport.“

Aktueller Zustand kostet vor allem Zeit und Nerven

Übungen, Trainingseinheiten und regelmäßige Turniere sollen künftig auch in Solingen stattfinden, das seit vier Jahren für Murali eine neue Heimat ist. „Bis jetzt müssen alle aktiven Cricket-Freunde Solingens Plätze im Ruhrgebiet anfahren. Derzeit trainieren wir vornehmlich in Recklinghausen – ein Zustand, der Zeit und Nerven kostet, wenn man nach Feierabend im Beruf oder Studium noch so weit fahren muss.“

Ein tägliches Training sei also nicht möglich und damit auch die Chance, in naher Zukunft nennenswerte höherklassige Sporterfolge zu erreichen, gering. Auch das sei ein Puzzle-Teil in dem Wunsch nach einem „Homeground“ für Cricket in Solingen. Geplant sei, mit dem neuen Verein auch an Turnieren teilzunehmen, die vom DCB (Deutscher Cricket-Bund) in der gesamten Bundesrepublik durchgeführt werden.

Ramachandran Subburayalu setzt sich gerne für die Umsetzung des ambitionierten Projektes ein. „Gemeinsam Sport zu machen ist immer eine schöne Brücke zueinander“, sagt er und versteht die Cricket-Pläne als niederschwelligen Inklusions-Baustein. Wer Interesse daran hat, einen Cricket-Platz in Solingen zu fördern, könne ihn gerne per E-Mail kontaktieren:

subburayalu@web.de

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