Sportlicher Adventskalender

Corona hat ihm zu einem Sprung verholfen

Lasse Decker gehört zu den größten Talenten bei den Basketballern des HSV Gräfrath. Er spielt bereits in der Männer-Landesliga.
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Lasse Decker gehört zu den größten Talenten bei den Basketballern des HSV Gräfrath. Er spielt bereits in der Männer-Landesliga.

Türchen Nummer 7 im Adventskalender des ST-Sports mit Basketballer Lasse Decker.

Von Thomas Rademacher

Erst im Oktober ist Lasse Decker 16 Jahre alt geworden, doch er spielt bereits bei den Männern des HSV Solingen-Gräfrath in der Basketball-Landesliga. „Er ist unser Perspektivspieler“, sagt Trainer Maik Walosch und ist überzeugt: „Lasse hat großes Potenzial und wird uns künftig noch viel Freude auf dem Feld bereiten.“ Decker freut diese Einschätzung – genau wie die Tatsache, dass er trotz der fehlenden Erfahrung viel Einsatzzeit bekommt.

Langweilig wird dem Basketballer in dieser Saison nicht. Nicht nur spielt und trainiert er bei den Männern sowie im U18-Oberligateam, sondern absolviert zusätzlich ein Mal pro Woche bei Regionalligist Barmer TV eine Einheit. „Das führt dazu, dass ich täglich auf dem Feld bin“, sagt der Solinger. „Am Anfang war das für den Körper noch sehr anstrengend, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Und es macht eben auch einfach Spaß.“

Decker hat sich seit mehr als zwei Jahren auf den Basketball spezialisiert. Eigentlich kommt er aus einer Handballer-Familie. Beim Solinger TB, Ohligser TV und HSV Gräfrath war er aktiv, bis er seine Liebe für den US-Sport entdeckte. „Ich habe gemerkt, dass ich ganz gut darin bin, und mich dann irgendwann entschlossen, mal zum Vereinstraining zu gehen“, erzählt er. Das war 2019 bei der TSG, deren Basketball-Abteilung 2021 geschlossen zum HSV wechselte. „Es lief auch gleich gut, so dass ich 2020 mit Handball aufgehört habe.“

Einen echten Sprung machte Decker interessanterweise während der Einschränkungen in der Corona-Pandemie. „Richtig erklärbar ist das eigentlich nicht“, sagt der 16-Jährige. „Ich habe zu Hause einen Korb und mich alleine, so gut es möglich war, fit gehalten. Als es dann aber wieder mit anderen aufs Feld ging, hatte ich das Gefühl, dass ich plötzlich viel besser geworden bin.“ Ein Umstand, der im Verein nicht verborgen blieb und inzwischen auch im Männer-Team genutzt wird. „Es geht körperlich natürlich ganz anders zur Sache“, betont der 1,80 Meter große Aufbauspieler. „Aber es hilft mir sehr und ich bin froh, dass ich so oft das Vertrauen der Trainer bekomme.“

Sportlich hat der Basketballer Ziele, aber auch Träume: „Ich möchte so hoch wie möglich spielen. Und am liebsten natürlich Profi werden.“ Dass dies auch aufgrund seines späten Einstiegs schwierig wird, weiß er freilich. „Aber man weiß im Sport ja nie, was passiert.“

Während Decker beim Basketball genau weiß, was er will, hat er das beruflich noch nicht herausgefunden. Auf der August-Dicke-Schule wird er 2024 sein Abitur machen. „Das sollte auf jeden Fall klappen. Was danach kommt, habe ich noch nicht entschieden. Meine Eltern empfehlen mir, an die Sporthochschule in Köln zu gehen – mal schauen“, lässt er es entspannt angehen. Genauso kam er auch zu seiner Rückennummer. „Die 7 hatte ich beim Handball schon mal. Jetzt war sie aber einfach im neuen Basketball-Trikotsatz noch frei. Da ich der Jüngste im Team bin, hatte ich nicht mehr viel Auswahl“, erklärt er. Pech hat die Nummer ihm beim HSV bisher jedenfalls nicht gebracht.

Lasse Decker gehört zu den größten Talenten bei den Basketballern des HSV Gräfrath. Er spielt bereits in der Männer-Landesliga.

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