Die Woche im Sport von Jürgen König

Corona-Fragen und Kunstrasen-Ausrufezeichen

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

Dass ein Tennis-Match von Herren 70 einmal Solinger Sport-Historie schreiben würde, hätte bis vor kurzem noch niemand für möglich gehalten.

Doch die lange Corona-Pause und das erste Meisterschaftsspiel verhalf in dem Fall den Routiniers des STC 02 zu ihrer besonderen Rolle. Es bleibt zu wünschen, dass es nur der Auftakt zur Normalität im organisierten Sport ist – ähnlich wie in der Kultur ist der Betrieb auch hier gänzlich zum Erliegen gekommen. Die Schäden wird man erst in einiger Zeit genau zur Kenntnis nehmen können. Dann nämlich, wenn vielleicht wirklich nach den Sommerferien der Nachwuchs in den ein oder anderen Verein nicht mehr kommt. Oder kommen kann, weil den Eltern die veränderte wirtschaftliche Situation die Basis fürs Hobby der Kinder genommen hat.

Ab Montag wird erst einmal die nächste Stufe gezündet: bis zu zehn Personen drinnen und bis zu 30 draußen dürfen Kontaktsport betreiben – damit können sich Mannschaften im Wettbewerb messen. Ob dieser in seinem Umfang doch erhebliche Landesvorstoß zur richtigen Zeit kommt, wird zumindest neue Diskussionen entfachen.

Das Kunstrasen-Projekt erlebte in dieser Woche bedeutende Aktionen. Am Bavert und an der Carl-Ruß-Straße findet die Modernisierung des Belags statt, eine Million Euro soll in diesem Jahr – auch noch am Flockertsholz und am Weyersberg neben der Klingenhalle – investiert werden. Solingen darf sich schon seit vielen Jahren glücklich schätzen, sämtliche Ascheplätze zur Bebauung aufgegeben und dafür bei den verbliebenen Anlagen voll auf Kunstrasen gesetzt zu haben. Zugunsten des Fußballs, der Jugend und der Öffentlichkeit. Es war definitiv der richtige Weg.

Keine Hauptrolle spielt im Rahmen der aktuellen Tätigkeiten das Baujahr der Plätze. So verwundert es auf den ersten Blick, dass die 2006 neu fertiggestellte Carl-Ruß-Straße den Vorzug vor der Höher Heide (2003) erhalten hat. Trotz allergrößter Sorgfalt, die Stadtdienst Sport und Freizeit sowie Technische Betriebe bei den Angeboten mit hoher Qualität an den Tag legen, kann sich durchaus herausstellen, dass die Haltbarkeit dann doch nicht den Erwartungen entspricht – auch, weil die öffentliche Nutzung unterschiedlich ausgeprägt und nicht wirklich exakt vorhersehbar ist. Und: Kunstrasen, das ist mit seinen Halmen, den Schichten und dem Sand ein kompliziertes Werk. Es liegt bei der rein fachlich orientierten Begehungskommission der Stadt in guten Händen.

TOP Bisherige Personalpolitik von Fußball-Landesligist VfB lässt hoffen.

FLOP Corona stoppt auch den Förderkreis Walder Stadion: Feier zum 25-Jähri- gen muss verlegt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Paladins-Start steht auf dem Prüfstand
Paladins-Start steht auf dem Prüfstand
Paladins-Start steht auf dem Prüfstand
Zuschauer sorgen beim BHC-Spiel für ein Stück Normalität
Zuschauer sorgen beim BHC-Spiel für ein Stück Normalität
Zuschauer sorgen beim BHC-Spiel für ein Stück Normalität
BHC beendet eine besondere Bundesliga-Saison in Berlin
BHC beendet eine besondere Bundesliga-Saison in Berlin
BHC beendet eine besondere Bundesliga-Saison in Berlin
STC kann schon wichtige Weiche stellen
STC kann schon wichtige Weiche stellen
STC kann schon wichtige Weiche stellen

Kommentare