Eishockey

Colin Ugbekile startet ein neues Kapitel

Auch die beeindruckende Landschaft Norwegens nutzte Colin Ugbekile, um die sportlichen Rückschläge hinter sich zu lassen.
+
Auch die beeindruckende Landschaft Norwegens nutzte Colin Ugbekile, um die sportlichen Rückschläge hinter sich zu lassen.

Eishockey: Der gebürtige Solinger wechselt von Köln nach Iserlohn.

Von Fabian Herzog

In seiner Karriere als Eishockeyspieler ging´s für Colin Ugbekile in den vergangenen Jahren fast ausschließlich steil nach oben. Anfang 2019 sein Debüt in der DEL im Trikot der Kölner Haie, knapp acht Monate später das erste Tor des Verteidigers in der höchsten deutschen Spielklasse. Ende Oktober dann der Sprung in die Nationalmannschaft und in den folgenden zwei Jahren der Stammplatz beim KEC – viel besser hätte es für den gebürtigen Solinger, der beim EC Bergisch Land an der Birker Straße erstmals auf dem Eis stand, nicht laufen können.

Doch in den letzten Monaten erlebte der 22-Jährige auch die Kehrseite der Medaille. Im Februar brach er sich im Spiel mit den Haien gegen Berlin den vierten Mittelhandknochen – ausgerechnet bei einer Prügelei mit einem Gegenspieler. Ugbekile musste zweimal operiert werden und verpasste, weil sein Team zwar die Pre-Play-offs im letzten Moment noch erreichte, dann aber gegen Berlin im Viertelfinale ausschied, den Rest der vergangenen Saison.

In der Reha reifte bei dem Solinger, dessen Mutter weiterhin in Köln und Vater in Remscheid lebt, der Gedanke, eine Veränderung herbeiführen zu wollen. „Mir wurde klar, dass ich etwas Neues ausprobieren musste, um mich weiterentwickeln und mein Potenzial komplett ausschöpfen zu können“, erzählt Ugbekile. Aus mehreren Angeboten entschied er sich schließlich, das der Iserlohn Roosters anzunehmen und ins Sauerland zu wechseln. „Dort hatte ich die besten Gespräche und das Gefühl, wirklich gewollt zu werden“, erzählt er.

Vor zwei Wochen folgte nach dem formellen Wechsel auch der private. Ugbekile zog um, von Köln nach Iserlohn. Aus der 1 000 000–Metropole in die 93 000-Einwohner-Stadt. „Klar war das für mich eine Umstellung“, gibt der Eishockeyprofi zu. „Aber es ist wirklich sehr schön dort. Viel Natur, sehr angenehm.“

Seine Begeisterung für ruhigere Orte lebte Colin Ugbekile auch im Urlaub aus. Um die vor allem mental anstrengenden Monate hinter sich zu lassen, reiste er nach Norwegen, wo er auf Bergen wanderte und verschiedene Fjorde mit dem Kajak durchquerte. „Das war perfekt, um den Kopf frei zu bekommen.“ Auf den Aktiv-Urlaub folgte aber auch noch die pure Entspannung. Auf Rhodos ließ Ugbekile die Seele baumeln und lud den Akku komplett auf.

Integration für den Start im September

Kürzlich ging´s mit den Roosters erstmals aufs Eis. Zu einer freiwilligen Einheit, die Saisonvorbereitung auf die am 16. September beginnenden Spielzeit startet erst im August. „Ich fühle mich gut und bin bereit“, sagt der 137-fache DEL-Spieler. Seine Hand sei zwar noch nicht komplett hergestellt, eine Beeinträchtigung spüre er aber nicht mehr. Die Integration ins Team habe auch schon perfekt funktioniert. Einem erfolgreichen neuen Kapitel in Colin Ugbekiles Eishockeykarriere sollte also eigentlich nichts mehr im Weg stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

BHC gewinnt mit siebtem Feldspieler
BHC gewinnt mit siebtem Feldspieler
BHC gewinnt mit siebtem Feldspieler
Internationales MTB-Rennen ist zurück am Halfeshof
Internationales MTB-Rennen ist zurück am Halfeshof
Internationales MTB-Rennen ist zurück am Halfeshof
Paladins-Fans zelebrieren Premiere
Paladins-Fans zelebrieren Premiere
Paladins-Fans zelebrieren Premiere
Ragnar Johannsson kennt bereits seine Grenze
Ragnar Johannsson kennt bereits seine Grenze
Ragnar Johannsson kennt bereits seine Grenze

Kommentare