American Football

Cole Williams möchte tragende Rolle übernehmen

Gegen sein ehemaliges Team aus Essen bewies Cole Wiliams nicht nur gute Haltungsnoten, sondern steuerte auch acht Punkte zum 25:13-Erfolg bei.
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Gegen sein ehemaliges Team aus Essen bewies Cole Wiliams nicht nur gute Haltungsnoten, sondern steuerte auch acht Punkte zum 25:13-Erfolg bei.

Die Paladins sind für den US-Footballer bereits die vierte Station im Westen.

Von Fabian Herzog

Er hat in Remscheid gespielt. In Essen und auch schon in Langenfeld. Cole Williams, der seit dieser Zweitliga-Saison Teil der Solingen Paladins ist, zählt als Footballer längst nicht mehr als US-Import. Dabei stammt der 29-Jährige ursprünglich aus den Vereinigten Staaten, genauer gesagt aus Portland in Oregon, hat sich aber längst in der Region niedergelassen. „Ich fühle mich eben sehr wohl hier und möchte nicht wieder weg“, erzählt Williams, der mit den Paladins am Samstag in die Rückrunde startet. Um 16 Uhr sind die Solinger bei Derbyrivale Langenfeld Longhorns zu Gast.

Für den flinken Wide-Receiver also erneut ein Duell eines seiner Ex-Teams. Zur Saison 2019 war er aus Remscheid nach Langenfeld gewechselt, als beim Amboss alles drunter und drüber ging. Zwei Jahre lang hatte Williams auf der anderen Seite der Wupper gelebt, in 2017 eine fantastische erste Spielzeit in Reinshagen gehabt, nach dem Abstieg in der folgenden aber die Flucht ergriffen.

Im Paladins-Trikot fühlt sich Cole Williams wohl.

Allerdings nur sportlich. In Remscheid hat der Footballer in seinem ersten Jahr seine heutige Ehefrau Sandra kennengelernt. So blieb er zunächst im Bergischen, ehe das Heimweh in die Staaten nach der Zweitligasaison 2019 mit den Longhorns zu groß wurde und es die beiden nach Kansas City verschlug. Schnell merkte Williams jedoch, dass die US-amerikanische nicht mehr seine Welt ist. So kehrte er mit Beginn von Corona nach NRW zurück und wurde in Essen heimisch. Dort lebt er auch heute noch und pendelt jeden Tag nach Witten, wo er als Lager-Mitarbeiter tätig ist.

„Cole ist eine Frohnatur und ein großer Gewinn für das Team.“

Ingo Hübner, Paladins-Chef

Bei den Paladins möchte der Neuzugang eine tragende Rolle übernehmen. Sein Fazit nach den ersten fünf Spielen fällt aber gemischt aus: „Mit zwei Siegen und drei Niederlagen bin ich definitiv nicht zufrieden. Aber in den letzten beiden Partien haben wir etwas aufgebaut und können stolz auf unsere Entwicklung sein.“ Auch für ihn selbst zeigt die Leistungs-Tendenz nach oben, gegen sein Ex-Team aus Essen bedeutete sein zweiter Touchdown der Saison im Schlussviertel die Wende. „Das war sehr wichtig für mich.“

Gleichwohl er in seinem neuen Verein nicht nur an solchen Aktionen gemessen wird. „Cole ist eine Frohnatur, ein großer Gewinn für das Team und auch für den Coaching-Stab“, verdeutlicht Ingo Hübner, der Paladins-Vorsitzende, warum man den Wahl-Essener, der sich auch als Coach der Special-Teams einbringt, verpflichten wollte. „Er bringt einen großen Erfahrungsschatz in unserem Sport mit, und es ist klar, dass wir mit Cole langfristig zusammenarbeiten wollen.“

Dies wäre ganz im Sinne von Williams, der so schnell nicht wieder weg möchte. „Ich mag das Team, das sind alles super Typen“, schwärmt er. „Auch die Fans und die Stimmung sind super.“ Schwer angetan ist er zudem von den Führungscrew. „Ingo ist sehr cool. Menschlich und korrekt.“ Genau das sei ihm wichtig, sagt der Footballer, der gerne irgendwann die GFL 1 in Angriff nehmen würde. Mit den Paladins selbstverständlich.

Kurzfristig kauten die Ziele anders: Revanche gegen Langenfeld. „Wir können jeden Gegner in der Liga schlagen“, ist sich Cole Williams sicher. Bei der 6:38-Auftaktniederlage im Hinspiel lief vieles gegen ihn und sein Team: „Das war nicht unser Tag. Wir hatten viele Chancen, haben daraus aber kein Kapital geschlagen.“ Dies gelte es am Samstag besser zu machen.

Zweitliga-Derby in Langenfeld: Paladins haben Revanche im Blick

Nur Fliegen ist schöner: Cole Williams 2017 im Amboss-Trikot, ausgerechnet gegen die Paladins.

-jg- Schlecht sind die Erinnerungen der Paladins an das Hinspiel, als zum Ende des ersten Zweitliga-Spiels 2022 ein 6:38 auf der Anzeigetafel des Walder Stadions aufleuchtete. „Wir haben die Fehler aus dem Hinspiel penibel aufgearbeitet“, erwartet Chefcoach Michael Tiedge vor dem zweiten bergisch-rheinischen Duell eine klare Steigerung seines Solinger Teams – bei den Langenfeld Longhorns, die am Samstag ab 16 Uhr Gastgeber im Jahnstadion sind.

Die Paladins wissen um die Stärken des Tabellenführers (10:2-Punkte), sehen sich bei der Verbesserung des Hinspiel-Ergebnisses aber im eigenen Lager um. „Ich bin sehr zuversichtlich und weiß, dass wir uns in den letzten Wochen deutlich weiterentwickelt haben“, sagt beispielsweise der für die Offensive verantwortliche Markus Blessmann und setzt unter anderem auf Top-Runningback Moses Harris. Einen personellen Rückschlag erlitten hingegen die Longhorns, die verletzungsbedingt auf ihren etatmäßigen Quarterback Michel Fritsche verzichten müssen.

Eine Chance zur Derby-Revanche mehr also für die Solinger, die bei 4:6-Zählern zu gerne weiteren Raum zwischen sich und die Abstiegsregion legen würden.

Statistik

Mit 16 Punkten (je ein Touchdowns in Lübeck und gegen Essen, dazu je eine Two-Point-Conversion gegen Hamburg und Essen) ist Cole Williams hinter Moses Harris der Topscorer der Paladins in dieser Saison. In Essen standen vergangene Spielzeit 18 Zähler (drei Touchdowns) zu Buche, in Langenfeld davor 48 (acht Touchdowns).

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