Ehrung

Bundespräsident ehrt Thorsten Marks

Zusammen mit Ehefrau Vera sammelte Thorsten Marks in der Bundeshauptstadt viele besondere Eindrücke. Einen davon, vor dem Schloss Bellevue, hielten die Solinger fotografisch fest.
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Zusammen mit Ehefrau Vera sammelte Thorsten Marks in der Bundeshauptstadt viele besondere Eindrücke. Einen davon, vor dem Schloss Bellevue, hielten die Solinger fotografisch fest.

Fußball: Solinger wird in Berlin für sein großes Inklusions-Engagement ausgezeichnet. Im Schloss Bellevue gehört er zu 4000 Gästen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Thorsten Marks ist immer noch begeistert von Berlin. Vergangenen Freitag war er gemeinsam mit seiner Frau Vera in der Hauptstadt Gast beim diesjährigen Bürgerfest des Bundespräsidenten. Ausgestattet mit neuem eleganten Outfit, um dem auf der Einladungskarte festgelegten Dresscode zu entsprechen, genoss das Paar einen „megatollen“ Abend im Garten des Schlosses Bellevue.

Ein üppiges Rahmenprogramm aus Musik und Show begleitete die Begrüßungsworte des Staatsoberhauptes, sonstige Reden und eine Podiumsdiskussion über Schule und Integration sowie ein ebenfalls „megatolles“ Büffet, das keine kulinarischen Wünsche offenließ. „Schön war, dass man an den Tischen auch mit anderen der rund 4000 geladenen Gäste ins Gespräch kam“, sagt Thorsten Marks, der das Ganze sichtlich genossen hat. „Da kamen ganz viele ehrenamtliche Themen zusammen. Von der freiwilligen Feuerwehr über Kirche bis zum Sportverein mit seinen diversen Nuancen. Es war zwar irre heiß bis in den späten Abend hinein und dadurch auch anstrengend, aber trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis“, sagt Marks. Er flog erst am Sonntag mit seiner Ehefrau zurück, um noch ein paar Blicke in den Rest der Bundeshauptstadt werfen zu können.

Nah dran an Frank-Walter Steinmeier – aber kein Handschlag

Auch das Schloss Bellevue von innen war zu besichtigen. „Mit Führung.“ Der Bundespräsident sei übrigens knapp zwei Meter an ihnen vorbeigegangen auf dem Weg zur Bühne, erzählte Marks. „Aber Hände schütteln war natürlich nicht möglich.“

Frank-Walter Steinmeier ehrte an diesem Tag ausgewählte Bürger, die durch ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft aufgefallen waren. „Durch seinen intensiven Einsatz, inklusive Fußball-Mannschaften im Jugendbereich zu gründen und damit auch gehandicapten Kindern die Chance zu geben, Spaß am runden Leder zu haben, hat sich Thorsten Marks die Einladung nach Berlin redlich verdient“, kommentierte die Pressestelle des Bundespräsidialamtes dazu. Sie war einem Vorschlag aus der Düsseldorfer Staatskanzlei NRW gefolgt.

Er sei völlig überrascht gewesen, erzählte der „gelernte“ Pfarrer, der seit Anfang des Jahres als Inklusionsmanager des neu formierten Verein TSV Solingen agiert. Vor fünf Jahren hatte er, damals noch für den Sportring Solingen, die erste inklusive Mannschaft gestartet. Viele Anfragen von Eltern behinderter Kinder, die nirgends sonst unterkamen, bestärkten ihn.

Jugendförderung ohne den verbissenen Leistungsgedanken

Spaß am Sport und an der Bewegung zu haben, erscheint dem ambitionierten Hobby-Fußballer sowieso das Wichtigste in der Jugendförderung des Fußballs. „Weniger der Leistungsgedanke und damit das folgerichtige frühe Aussieben schwächerer Spieler.“

Schnell sprach sich dieses inklusive Angebot rum. „Hier standen nicht nur Solinger, sondern Eltern aus Haan, Hilden und Wermelskirchen mit ihren Kindern“, erzählt der 49-Jährige. „Folglich haben wir das Angebot erweitert.“ Ein wichtiger Baustein in dem stimmigen Konzept ist die Freilufthalle, die dank Sponsoren und einer guten Finanzierung seit über einem Jahr Training im – in doppeltem Sinn – geschützten Rahmen ermöglicht. „Gerade gehandicapte Kinder brauchen klare Begrenzungen. Auf einem großen Feld tun sie sich deutlich schwerer mit der Wahrnehmung“, sagt Marks. Natürlich sei die Halle gerade auch bei schlechtem Wetter optimal und auch für andere Fußballer attraktiv. „Wir vermieten gerne an Hobby-Fußballer zu Zeiten, die wir sie selbst nicht brauchen.“

INKLUSION

ANGEBOT Die Trainingszeiten und Details der inklusiven Mannschaften U18, U16 und U10 kann man telefonisch bei Thorsten Marks in Erfahrung bringen: Tel. 0176 – 61 34 10 40. Derzeit stehen für das Projekt drei Trainer zur Verfügung. Weitere Interessenten sind im Gespräch, weil das Angebot möglichst zeitnah erweitert werden soll. Neu ist die Rehasportgruppe für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren. Dafür braucht es aber eine ärztliche Verordnung. Diese Gruppe trainiert freitags von 16 bis 17 Uhr. Ort: Freilufthalle Höhscheid, Neuenkamper Straße.

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