Fußball

Britannia setzt auf eine neue Spielidee

Sturmspitze Burak Akgün trifft hier gegen Richrath nicht, ist aber ein wichtiger Neuzugang. Foto: Christian Beier
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Sturmspitze Burak Akgün trifft hier gegen Richrath nicht, ist aber ein wichtiger Neuzugang.

Fußball-Bezirksligist gewinnt Test gegen Richrath mit 3:1.

Von Nils Buchmann

Von den Aufstiegsregionen der Bezirksliga war der FC Britannia in der vergangenen Saison zwar so weit entfernt wie keine andere Mannschaft der Liga, und doch kann der Club vom Weyersberg als größter Gewinner der vorzeitig abgebrochenen Spielzeit gelten. Denn ohne die großzügige Regelung, den Spielbetrieb mit vielen Auf- und vor allem ohne Absteiger wieder aufzunehmen, hätte – um es vorsichtig zu formulieren – hinter einem Liga-Verbleib der Britannen zumindest ein kleines Fragezeichen gestanden. So gilt nun aber: Alle Uhren wieder auf Null. In der Tabelle, wie auch auf dem Platz.

Vor allem im eigenen Spiel soll sich einiges ändern, damit die eigenen Stärken wieder besser zur Geltung kommen. Als Liga-Neuling hatte die Britannia zuletzt Ball und Räume meist dem jeweiligen Gegner überlassen – mit überschaubarem Erfolg. „Wir haben uns auf unserer Kreisliga-A-Saison letztes Jahr alle etwas zu sehr ausgeruht“, haben Co-Trainer Christopher Hoffmann und „Chef“ Sebastian Zupanic darüber hinaus einstimmig wie selbstkritisch analysiert. Entsprechend soll bis zum Liga-Start im September die Spielidee nachjustiert werden: Höhere Ballbesitzanteile, klarere Aufgabenverteilungen, giftiger und körperbetonter in den Zweikämpfen – so umreißt Zupanic, der sich noch nicht tiefer in seine taktischen Karten schauen lässt, die veränderte Spielidee.

Im Test gegen A-Kreisligist Tuspo Richrath, den die Gastgeber dank Treffern von Asmir Tabakovic und Domenik Tierno (2) sowie einem gehaltenen Elfmeter von Dominik Kreienbaum mit 3:1 (1:0) für sich entscheiden konnten, gab es jedenfalls schon vielversprechende Ansätze zu sehen. Neuzugang Hasan Ücüncü war als Rechtsverteidiger ein belebendes Element, Winter-Neuzugang Christopher Nötza scheint sich als Aufbauspieler und Ballverteiler im Zentrum noch unverzichtbarer zu machen, und auch das situative Pressing nach Ballverlusten ließ vereinzelt verheißungsvolle Ansätze erkennen.

„Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Sebastian Zupanic, Trainer

Als größte Neuerung entpuppte sich hingegen Asmir Tabakovics Rückbeorderung ins zentrale Mittelfeld, wo er gegen Richrath zeitweise gar hinter Nötza und Abräumer Kevin Kletzka agierte. Der Mittelstürmer nimmt dort fraglos mehr am Spiel teil. Ob es sich die Weyersberger allerdings erlauben können, ihren seit Jahren effektivsten Angreifer deutlich weiter vom Tor entfernt zu positionieren, wird sich im Saisonverlauf zeigen müssen.

„Auch wenn die Leistung im Vorjahr nicht immer gut war – dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Kaderzusammensetzung stimmt, haben die vielen frühzeitigen Zusagen für die neue Saison bewiesen“, ist Zupanic von der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges überzeugt. Rückkehrer Burak Akgün und Sinan Akin (beide DV) sowie Mittelfeldakteur Meysam Ebrahimi (zuletzt ASV Mettmann) und eben Ücüncü stoßen nun darüber hinaus neu zum Kader hinzu. Außerdem laufen noch Gespräche für Spieler auf den Außenpositionen und die Defensive.

Am Saisonziel hat sich freilich nichts geändert: Man möchte in der Liga bleiben und beweisen, dass man nicht nur zufällig aufgrund der „Corona-Regelung“ Bezirksligist geblieben ist. Mithalten konnte das Team im Vorjahr meist, präsentierte sich jedoch oft einfach zu unbedarft. Hin und wieder wurde der Gegner eingeladen: zu Ballbesitz, zu Chancen, zu Toren. Vergangenheit: Inzwischen stehen alle Uhren wieder auf Null.

Rund um den FC Britannia

Senioren: Nachdem die Weyersberger ihre Zweite zuletzt vorzeitig aus der Kreisliga C zurückzogen, wird es eine Umstrukturierung geben. Das neue Trainer-Team Artur Frömmel/Patrick Löhmer hat bereits einen Großteil des Kaders zusammen. „Wir wollten vor allem Spieler dabei haben, die das Vereinsleben kennen und menschlich passen“, erklärt Tim Evertz aus der Ersten, der mit Mitspieler Daniel Pesch die sportliche Leitung übernommen hat.

Nachwuchs: Und auch im zuletzt etwas gebeutelten Nachwuchs tut sich etwas: Sowohl eine U19 (Jahrgänge 2002/2003) als auch eine U17 wurden zur neuen Saison gemeldet. Während motivierte Spieler in beiden Altersklassen weiterhin willkommen sind, sucht der Verein für die U17 (2004/2005), die im Vorjahr ohne Wertung in der Kreisklasse antrat, noch einen Trainer. Interessenten können sich gerne bei Bernd Bursi unter Tel. 01 72/2 03 14 39 melden.

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