Handball

Brandt will mit dem HSV in die 1. Liga

Vanessa Brandt stand gegen Waiblingen nicht im Rampenlicht – ihre Vertragsverlängerung aber ist ein Meileinstein.
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Vanessa Brandt stand gegen Waiblingen nicht im Rampenlicht – ihre Vertragsverlängerung aber ist ein Meileinstein.

2. Bundesliga: Solingerinnen verlieren 24:30, verlängern mit der Top-Torschützin.

Von Lutz Clauberg

Der Meisterschaftskampf in der 2. Bundesliga ist so gut wie entschieden: Der VfL Waiblingen revanchierte sich für das 35:36 in eigener Halle, gewann 30:24 beim HSV Solingen-Gräfrath und sollte sich am Samstag gegen das Schlusslicht TV Aldekerk die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

Die Top-Nachricht aus HSV-Sicht lässt ebenfalls aufhorchen: Vanessa Brandt hat ihren bis zum 30. Juni 2023 gültigen Vertrag um ein weiteres Jahr vorzeitig verlängert. „Mir gefällt es hier sehr gut. Das Umfeld stimmt, ich studiere und wohne in Wuppertal, habe hier meine Freunde“, sagt die 22 Jahre alte Top-Torjägerin, die seit 2018 beim HSV spielt: Ein Jahr 3. Liga und drei Jahre 2. Liga. „Ich hoffe natürlich, dass wir nächste Saison aufsteigen“, lautet ihre Marschroute. In diesem Zusammenhang begrüßt sie die diversen Rückraum-Transfers ausdrücklich: „Wir sind viel breiter aufgestellt und können die Belastung besser aufteilen.“ Sie selbst, mit 259 Treffern eindeutig die Nummer eins in der 2. Liga, stand nahezu immer auf dem Spielfeld – unverletzt. „Ich habe auch nur eine einzige Trainingseinheit verpasst.“

Am Samstag vor 311 Zuschauern war die Studentin (Sport und Wirtschaftswissenschaften auf Berufsschul-Lehramt) nicht gut drauf. „Waiblingen hat das schon clever gemacht mit einem großen Innenblock und ganz defensiv.“ Aus der Stammformation, die mit zum Teil überragenden Ergebnissen die „Wintermeisterschaft“ sicherte, fehlte neben Cassandra Nanfack auch Mandy Reinarz. Deren Vertreterinnen lösten ihre Aufgaben mit Licht und Schatten.

Nur ein Treffer zwischen der 21. und 30. Minute

Kurios: Nach dem 11:13 in der 21. Minute verflachte das Spielniveau plötzlich ziemlich. Der HSV, bis dahin mit Kontern über Lucy Jörgens und Merit Müller sehr gut drauf, erzielte bis zur Pause (in der die Gräfrather C-Mädchen für die Westdeutsche Meisterschaft geehrt wurden) kein einziges Tor mehr, Waiblingen mit den bis dahin überragenden Vanessa Nagler und Sinah Hagen jubelte auch nur noch einmal. Waiblingen war mit seiner defensiven Abwehr-Formation mit Wiederanpfiff jederzeit Herr der Lage und spulte sein Programm routiniert herunter. „Wir haben dagegengehalten“, sagte Kerstin Reckenthäler.. „Mehr geht im Moment nicht.“ Dass Vanessa Brandt nur zwei Tore erzielte, nimmt die Trainerin nicht tragisch: „Auch Vanessa ist leer und müde. Ich gönne ihr jetzt, dass sie die Spielerin der Saison und wahrscheinlich zum zweiten Mal in Folge Torschützenkönigin wird.“

HSV: Gün, Krückemeier; Jörgens (5), Tesche (5), Müller (4), Fabisch (3), Brandt (2), Senel (2), Clauberg (1), Kamp (1), Karathanassis (1), Penz, Polsz

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