Baseball-Bundesliga

Bonn ist noch eine zu hohe Hürde

Brandt Holland gehörte am Schlag zu den gefährlichsten Alligators, doch auch er konnte das 2:15 und 2:6 nicht verhindern. Foto: Christian Beier
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Brandt Holland gehörte am Schlag zu den gefährlichsten Alligators, doch auch er konnte das 2:15 und 2:6 nicht verhindern.

Alligators verlieren doppelt und müssen am Samstag wieder ran.

Von Thomas Rademacher

Hervorragend organisiert hatten die Solingen Alligators ihr erstes Bundesliga-Spiel vor Zuschauern in diesem Jahr. „Mit 100 Tickets war das Spiel ausverkauft“, freute sich Vorsitzender Peter Niemeyer nicht nur über die gute Resonanz, sondern auch das Einhalten der strengen Spielregeln. So war ein negativer Test Voraussetzung für den Einlass. Auf den Wegen galt Maskenpflicht, die am Sitzplatz bei Einhaltung des Mindestabstandes aber sogar aufgehoben war. Niemeyer: „Alle Gäste hatten Verständnis, wir sind zufrieden, dass es so gut geklappt hat.“

Sportlich lief es gegen die Bonn Capitals allerdings nicht ganz so rund. Nachdem die Alligators ihre ersten vier Saisonspiele gewonnen hatten, setzte es gegen den Topfavoriten der Nordgruppe zwei relativ klare Niederlagen. 2:15 hieß es im ersten, 2:6 im zweiten Duell. „Am Schlag waren es sicher auch nicht unsere besten Spiele“, fand Nils Hartkopf. Der Allrounder im Solinger Team durfte sich im ersten Duell zwar über Homeruns von Fernando Escarra und Brandt Holland freuen. Als Letzterer den Ball im dritten Durchgang über den Zaun schlug, hatten die Alligators aber schon elf Gegenpunkte kassiert.

„Man konnte sehen, was er drauf hat.“

Nils Hartkopf über Zugang Sam Belisle-Springer

Auf dem Wurfhügel versuchte es Trainer Wayne Ough mit Tom Adler statt dem eigentlich etablierten Giovanni Tensen. „Zum einen wurde Giovanni einen Tag vorher geimpft, zum anderen mussten wir Pitcher für unsere Spiele am Samstag in Paderborn schonen“, erklärte Hartkopf. Adler hat Potenzial, doch er wurde von den Bonnern teils hart erwischt. Der ehemalige Alligator Wilson Lee erzielte in dieser frühen Phase einen gewaltigen Homerun.

Da die Bonner über deutlich mehr Tiefe auf der Werfer-Position verfügen, war die Partie ob des frühen hohen Rückstands schnell entschieden. Ough reagierte und gab vielen Baseballern Einsatzzeit, die sonst nicht so oft zum Zug kommen. „Das fand ich auch richtig, in dem Moment alles auf das zweite Spiel des Tages zu setzen“, meinte Hartkopf.

In diesem boten die Solinger einen überraschenden Zugang auf dem Wurfhügel auf. Sam Belisle-Springer war in der vorigen Saison noch für die Hamburg Stealers angetreten und flog in dieser Woche aus Kanada ein. „Man konnte sehen, was er drauf hat, aber er hat den Bonnern eben auch zu viele freie Bases gelassen“, erläuterte Hartkopf, der damit meinte, dass die Gäste ohne Schlag auf die erste Base kamen. So warf der neue Pitcher drei Bonner Schlagleute ab und leistete sich zusätzlich acht „Walks“, verfehlte also bei acht Capitals-Baseballern vier Mal die Strike-Zone. „Das ist nicht typisch für ihn, aber die haben uns weh getan. So konnten die Bonner mit wenigen Treffern zum richtigen Zeitpunkt in Führung zu gehen.“ Die Alligators gaben das frühe durch Holland und Escarra herausgearbeitete 2:0 wieder aus der Hand.

„Insgesamt war mehr drin, aber die beiden Niederlagen werden uns nicht runterziehen“, prognostiziert Hartkopf. Schon am Samstag hat die Truppe ab 13 Uhr in Paderborn die Chance, es besser zu machen. Die Untouchables haben ihre beiden Auftaktspiele gegen Hamburg verloren. „Sie setzen auf ihre eigens ausgebildeten Spieler. Das ist eigentlich ein guter Weg, den sie gehen“, findet der 35-Jährige. „Wir wollen dort jetzt unbedingt siegen.“

Personal

Zugang Sam Belisle-Springer hat nach dem Spiel gegen Bonn 167 Würfe im Arm und kann daher am Samstag nicht antreten. So werden die Solinger auf dem Wurfhügel in Paderborn wohl auf Giovanni Tensen und erneut Trainer Wayne Ough setzen.

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