Badminton

Blau-Weiß ist auch mit 70 voll dabei

Das Ehepaar Wessels steht für den hohen Stellenwert des STC Blau-Weiß in Badminton-Deutschland.
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Das Ehepaar Wessels steht für den hohen Stellenwert des STC Blau-Weiß in Badminton-Deutschland.

Ein Streifzug durch die Badminton-Historie.

Von Daniel Bernards

Mit dem STC Blau-Weiß Solingen blickt in diesen Tagen einer der erfolgreichsten Solinger Sportvereine der vergangenen Jahrzehnte auf ein abgelaufenes rundes Geburtstagsjahr zurück: Seit 70 Jahren wird nun schon bei den Blau-Weißen Badminton gespielt. Der Verein stellte zahlreiche nationale Titelträger in der rasanten Rückschlagsportart – aktuelles Aushängeschild sind vor allem die Zweitliga-Spieler der ersten Mannschaft, die am vergangenen Wochenende ihre Rückrunde mit einem Doppelerfolg in Berlin begonnen haben.

Am 10. September 1951 gründeten 27 Mitglieder der Tischtennisabteilung des BSV Solingen 98 einen eigenen Verein für Tennis, Tischtennis und „Federball Tennis“. Dass es sich hier um das Spiel Badminton handelte, war den Gründervätern noch nicht bekannt. Unter dem Namen STC Blau-Weiß Solingen meldeten sie sich zunächst beim Westdeutschen Verband an, nach Gründung des Deutschen Badminton-Verbandes am 18. Januar 1953, den sie mit aus der Taufe hoben, gehörte der Club dann dem DBV an. Schnell und dauerhaft stellten sich in den kommenden Jahren die sportlichen Erfolge ein.

74 nationale Titel und große Namen

Die stolze Zahl von 74 Deutschen Meistertiteln findet man in den von Horst Rosenstock gepflegten Annalen des Vereins. Mit 15 Deutschen Meisterschaften ist Hannelore Schmidt (später Wolfertz) die Rekordgewinnerin der Blau-Weißen. Marlies Wessels brachte es auf acht DM-Titel im Bereich der Hochschul- und Altersklassenmeisterschaften. Angelika Funke (Becker) holte sechs Titel im Jugendbereich, bei den Herren gewannen Heinz Koch vier Mal bei den Aktiven und Bernd Wessels vier Mal bei den Altersklassen-Meisterschaften des DBV. 135 Titel konnten die Blau-Weißen bisher auf westdeutscher Ebene einfahren, und bei den Bezirksmeisterschaften stehen sogar 201 Turniersiege zu Buche, zudem wurden 58 Ranglistenturniere gewonnen.

In den 50er- und 60er-Jahren spielte der Verein überwiegend immer in der damals höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga-West. Nach Gründung der Bundesligen gehörte der Club von 1977 bis 1985 der 1. Bundesliga an und kann inzwischen auch auf 13 Jahre Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga zurückblicken. 1957 gewann man Bronze bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. 1958 folgte der größte Erfolg des Vereins mit dem Gewinn dieser Meisterschaft, in den Jahren 1980 und 1981 wurde dann noch zwei Mal der 3. Platz in der Bundesliga belegt.

Bei internationalen Meisterschaften konnte der Verein bisher 52 Titel oder Medaillen in sein Rekordbuch eintragen. STC-Ehrenmitglied Bernd Wessels verbuchte dabei sechs Titel. Besondere Erfolge erzielten international in der jüngeren Vergangenheit André Bertko, welcher 2011 Weltmeister im Mixed der Altersklasse O35 wurde, und die immer noch aktive STC-Seniorin Cornelia Ern-Joachim, die 2008 die Europameisterschaft im Damen-Einzel der Altersklasse O35 und zudem dort die Silbermedaille im Doppel sowie die Bronzemedaille im Mixed feiern durfte.

20 STC-Mitglieder wurden in die Nationalmannschaften berufen. Rekord-Nationalspielerin ist mit 22 Spielen Angelika Funke, welche in den 70er und 80er-Jahren aktiv war.

Gegenwart

Niklas Niemczyk verkörpert die Gegenwart des STC Blau-Weiß, der an der Wittkulle sportlich beheimatet ist.

Aktuell setzt der Traditionsverein nicht nur auf sein Zweitliga-Flaggschiff, sondern auch auf weitere talentierte Nachwuchskräfte: Die Gebrüder Justin und Kevin Dang, letzterer 2018 Deutscher U13-Meister im Mixed, oder auch Rafe Kenji Braach sind hier zu nennen. Sie sollen in den nächsten Jahren die Erfolgsgeschichte des Vereins weiterschreiben.

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