Segway-Polo

Blade Pirates nutzen den Heimvorteil

Jana Glabisch (rechts) von den Blade Pirates im Kampf um den Ball. Am Ende schoss sie ihr Team zum Europacup-Sieg. Foto: Kurt Kosler
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Jana Glabisch (rechts) von den Blade Pirates im Kampf um den Ball. Am Ende schoss sie ihr Team zum Europacup-Sieg. Foto: Kurt Kosler

Rund 300 Zuschauer lassen sich am Weyersberg von der Dynamik des Segway-Polos faszinieren.

Von Christian Werth

Auf dem Parkplatz an der Klingenhalle stehen Autos aus Großbritannien, Schweden sowie Österreich und verdeutlichen die hohe Internationalität. Die Halter der Fahrzeuge sind im Segway-Polo aktiv und zählen zur europäischen Spitze in ihrem Sport. Schließlich war der Sportpark Weyersberg drei Tage lang Austragungsort des Europacups und erfreute sich eines wahren Spektakels. „Es war ein Super-Turnier. Uns standen traumhafte Bedingungen zur Verfügung“, lobte Organisationschef Michael Glabisch den ausgezeichneten Zustand der vier Kunstrasenplätze und konnte neben einer reibungslosen Organisation auch mit dem Wetter trotz der ein oder anderen nassen Abkühlung zufrieden sein.

„Wir hatten sogar ein bisschen Zulauf“, freute sich der Vertreter des Solinger Ausrichtervereins „Segway-Polo Bergisches Land“ über immerhin rund 300 Zuschauer, die die Neugier auf die außergewöhnliche Sportart an den Weyersberg gelockt hatten. Belohnt wurden sie durch viele spektakuläre Spielszenen. Erstaunlich wendig setzten die Sportler die schwerfällig anmutenden Fortbewegungsmittel in Bewegung und stellten eine erstaunliche Gefährtbeherrschung unter Beweis. Nur ganz wenige Zusammenstöße, schlafwandlerische Ballsicherheit und eine Menge Tore kennzeichneten das im Jeder-gegen-Jeden-Modus ausgetragene Turnier.

Für ein erstklassiges Niveau sorgten zwölf Mannschaften aus Deutschland, Österreich, England und Schweden, auch wenn weitere internationale Teams aus Spanien und Holland relativ kurzfristig absagen mussten. „Es war eine tolle internationale Stimmung. Man kennt sich untereinander“, schwärmt Glabisch und spricht von einer „großen Familie“.

Blade Pirates mit 1:0-Finalsieg gegen Balve

Aus deutscher Sicht war Solingen hinter drei Mannschaften aus dem Sauerland mit zwei Teams am zweitstärksten vertreten. Hier hatten sich mit den Blade Pirates sowie den Blades Dragons beide Teams von „Segway-Polo Bergisches Land“ qualifiziert. Die Pirates wurden als sportliches Aushängeschild des Vereins dann auch ihrer Favoritenstellung gerecht und sicherten sich im Finale gegen die Balver Mammuts den Titelgewinn. Beim 1:0 hatte man die Gäste auf dramatische Art in die Schranken weisen können, nachdem man nach der Vorrunde noch hinter den Sauerländern auf Rang zwei gelegen hatte. Nicht der erste große Erfolg für die Solinger, die 2011 sogar schon einmal Weltmeister waren. Für die Blade Dragons sprang am Ende Platz sechs heraus. Mit 28 Toren bester Goalgetter des Turniers war Michael Glabisch.

Der selbst angelegte Heimplatz der außergewöhnlichen Sportler befindet sich in Oberburg. Dort wird zweimal in der Woche trainiert, wobei die beiden Solinger Teams aus aktuell 16 Mitgliedern bestehen. Den Stein ins Rollen hatte im Jahr 2009 Michael Glabisch gebracht, als er in Köln auf die Sportart aufmerksam geworden und nach erfolgreicher Suche nach Mitstreitern den Verein gründete. Erfunden wurde der Sport 2007 in den USA.

SEGWAY-POLO

SPIEL Jedes Team hat fünf Spieler auf dem Feld, die durchweg auf ihrem Segway agieren müssen. Die Tore sind 1,50 m lang und werden stets von einem Libero bewacht. Gespielt wird mit einem Schaumstoffball. MITTAGSPAUSE Die tägliche Spielpause zur Mittagszeit dient nicht nur der Erholung der Spieler, sondern zugleich der Akku-Aufladung der strombetriebenen Gefährte. Ein Segway kostet neu rund 9000 Euro, gebraucht zirka 4000 bis 5000 Euro.

„Wir freuen uns über neue Spieler. Jeder ist willkommen“, lädt Michael Glabisch Neulinge zum Training ein und verweist auf die Kontaktmöglichkeiten auf der Vereinshomepage www.blade-pirates.de. Dabei ist Segway-Polo – auch auf weltweiter Ebene – ein Sport für Jedermann. Dies zeigt sich auch anhand der Tatsache, dass das Turnier geschlechtsgemischte Teilnehmer im Alter zwischen 16 bis 60 Jahre zusammenbrachte.

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