Mein Blick auf die Woche im Sport

BHC-Umbruch macht neugierig auf die neue Saison

tom
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thomas.rademacher@solinger-tageblatt.de

Der BHC steht vor dem größten Umbruch seiner Geschichte. Trainer Sebastian Hinze geht und mit ihm eine handvoll Spieler. Die neue Saison hat für Sportredakteur Thomas Rademacher somit etwas ungewisses - allerdings im positiven Sinne.

Solingen. Am Sonntag gingen sie zu Ende: Zehn Jahre des Bergischen HC unter Sebastian Hinze als Trainer. Der 43-Jährige hat zwei Aufstiege in die 1. Liga geschafft, mit Platz sieben im Oberhaus die beste BHC-Platzierung jemals in der Saison 2018/19 eingefahren und auch in der Folge immer sicher die Klasse gehalten. Rang elf 2021/22 ist trotz aller Schwankungen eine Position höher als in der vorigen Saison. Die Löwen stehen strukturell gut da.

Doch es gilt, den größten Umbruch seit dem Abstieg 2017 zu bewältigen. Dazu wäre es wohl auch ohne Hinzes Abgang gekommen. Max Darj (Füchse Berlin) und Tomas Mrkva (THW Kiel) gehen zu hochklassigen Vereinen und wären so oder so nicht zu halten gewesen. Dazu finden andere Wechsel gewiss auch auf Wunsch des Vereins statt. So wird der Club mit Noah Beyer und Tim Nothdurft auf Linksaußen stärker besetzt sein als bisher. Inklusive Louis Oberosler, dem neuen dritten Torhüter, muss Hinze-Nachfolger Jamal Naji sieben Zugänge integrieren. Das ist nie ein Selbstläufer. Dazu kommt, dass sich der elfköpfige verbleibende Kader – das aktuelle Fundament – an einen neuen Coach gewöhnen muss. Mit neuen Vorstellungen und Ideen. In Peer Pütz kommt ein Co-Trainer mit, der zuletzt bei Zweitligist Bayer Dormagen interimsweise die Verantwortung übernommen hatte und den Klassenerhalt schaffte.

Der neue Kader ist gewiss gut genug, um die Bundesliga zu halten. Wer weiß? Vielleicht ist sogar ein einstelliger Tabellenplatz drin. Doch ein bisschen Ungewissheit bleibt. Man weiß eben nicht so richtig, was man bekommt. Wie die Rädchen ineinandergreifen und ob die Mannschaft die Einheit bleibt, die sie zumindest in den vergangenen fünf Jahren war. War unter Hinze zuletzt klar, was ungefähr zu erwarten ist, hat der neue BHC eben auch diesen gewissen Reiz des Ungewissen. Das ist durchaus positiv gemeint.

Logischerweise würde es zu Skepsis kommen, wenn die Bergischen einen Fehlstart in die Spielzeit 2022/23 hinlegen. Dann wäre der Abstiegskampf in aller Munde. Aber es kann eben auch ganz anders kommen. Ein euphorischer Auftakt, eine Trainer-Handschrift, die begeistert, gute Ergebnisse. Oder eben etwas dazwischen. Jedenfalls ist die Neugier auf die nächste Saison so groß wie seit langem nicht mehr, weil so vieles denkbar ist und Top-Zugänge wie Djibril M'Bengue oder Peter Johannesson frischen Wind reinbringen werden, der auch sehr viel Spaß machen kann.

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FLOP Das Wort ist vielleicht zu hart: Aber 700 Teilnehmer beim Klingenlauf, der durch die Schulstaffeln getragen wird, sind wenig. Stutzig macht zudem die Tatsache, dass der Solinger LC die 34. Auflage zählt, wenn es doch eigentlich die 32. ist. Welchen Sinn ergibt es, die ausgefallenen Corona-Jahre mitzuzählen?

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