Internationaler Handball

BHC-Profis erleben vielerlei Gefühle

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Tomas Babak hat seine Zweifel - seine Tschechen haben noch kein Spiel zur EM-Qualifikation absolviert.

Bevor es mit Riesenschritten der Weltmeisterschaft in Ägypten entgegengeht – die Titelkämpfe werden am Mittwoch eröffnet –, standen weitere Qualifikationsspiele zur Handball-Europameisterschaft 2022 auf dem Programm.

Von Jürgen König

Mittendrin: acht Profis des Bergischen HC, die dabei auf verschiedenen Gefühlsebenen unterwegs waren.

Das Hauptaugenmerk bei den Löwen galt David Schmidt, trägt er doch das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Am Sonntagabend allerdings nicht, da er aufgrund der Rotation von Bundestrainer Alfred Gislason seinen Platz diesmal Erlangens Antonio Metzner überlassen musste. Mit dem 34:20 (19:5)-Sieg über Österreich löste das Team um den Solinger Rückraum-Linkshänder vorzeitig das EM-Ticket. Und freut sich nun auf die WM. „Dort werden wir Einzelzimmer beziehen, um noch ein bisschen mehr Sicherheit zu haben“, blickt Schmidt dem entgegen, was die Titelkämpfe begleiten wird: die Corona-Pandemie.

Wie hoch der Stellenwert der BHC-Akteure ist, wird unter anderem durch die Benennung von Arnor Gunnarsson zum Kapitän der isländischen Auswahl dokumentiert. Und auf den „ewigen Rechtsaußen“ der Bergischen war auch im Nationaltrikot Verlass. Die Nordeuropäer bezwangen Portugal am Sonntagabend mit 32:23 (12:13) und bleiben dem Kontrahenten damit auf den Fersen. Auch dank drei Toren bei drei Versuchen des Löwen-Akteurs. Das Hinspiel war mit 26:24 (14:11) zugunsten der Portugiesen ausgegangen, Gunnarsson traf drei Mal, davon einmal per Siebenmeter.

Für die WM nicht vorgesehen ist einer der Kreisläufer des BHC, in der EM-Qualifikation mischte er aber in einer norwegischen „B-Auswahl“ mit: Tom Kare Nikolaisen. Der Neuzugang erzielte in Weißrussland bei einer Zeitstrafe zwar einen Treffer und blockte in der Defensive einmal, konnte die 25:33 (10:17)-Niederlage aber nicht verhindern. Im Rückspiel erhielt das Abwehr-Ass erneut zwei Minuten und erzielte ein Tor, aber für die Mannschaft des amtierenden Vize-Weltmeisters lief es viel besser: 27:19 (11:10)-Sieg und Gruppen-Erster.

Unter die Räder sind die Niederlande im Aufeinandertreffen mit Slowenien gekommen. Jeffrey Boomhouwer ging bei drei Versuchen leer aus, seine Mannschaft unterlag nach vielversprechender 15:14-Pausenführung noch mit 23:34.

Erfreulicher gestaltete sich das Geschehen für die Polen mit Maciej Majdzinski, der bei einer Zeitstrafe seinen einzigen Wurf der Partie aus neun Metern verwandelte. Die Türkei wurde auswärts mit 29:24 (15:12) bezwungen. Was sich im Rückspiel mit einem weiteren Majdzinski-Tor bestätigen sollte. 35:24 (16:12) hieß es im zweiten Duell für den Führenden dieser Gruppe.

Corona toppt Darj und das Tschechen-Duo

Der Vize-Kapitän von Schweden heißt Max Darj, der wie seine Teamkollegen in der vergangenen Woche zur Zwangspause verurteilt war. Wetzlars Anton Lindskog war positiv auf Corona getestet, mittlerweile hat es auch Albin Lagergren von den Rhein-Neckar Löwen erwischt. Somit kam es nicht zum Duell mit Montenegro.

Bitter läuft es in der EM-Qualifikation für die Tschechen, deren Spiele gegen die Faröer aufgrund von Corona-Fällen im eigenen Kader abgesagt wurden. „Es dürfte nunmehr unmöglich sein, die Gruppe zu Ende zu spielen“, sagte Tomas Babak, der ebenso wie Tomas Mrkva negativ getestet wurde – das Duo soll folgerichtig den Flug Richtung Kairo mit antreten.

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