Handball

BHC II steht mit einem Bein in der Regionalliga

Der erfahrene Kristian Nippes war der Anker im Positionsangriff der Bergischen.
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Der erfahrene Kristian Nippes war der Anker im Positionsangriff der Bergischen.

Oberliga: Die bergische Zweitvertretung gewinnt das intensive Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach 27:25 (14:17).

Von Lutz Clauberg und
Thomas Rademacher

Über Wochen hatte die Reserve des Bergischen HC dem Oberliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach entgegengefiebert. Nur der Sieger würde aus eigener Kraft aufsteigen können. Der BHC setzte auf seine Heimstärke an der Wittkulle, verkaufte dort lieber mit 440 Zuschauern aus, anstatt womöglich ein paar Plätze mehr in der Klingenhalle zu besetzen. Als Überraschung stand Alexander Weck aus dem Bundesliga-Team im Kader. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Reserve holte einen 14:17-Pausenrückstand auf, gewann durch eine starke Deckung inklusive Torhüter Tobias Joest und ganz viel Erfahrung im Positionsangriff 27:25 und steht dank des hauchdünn gewonnenen direkten Vergleichs mit einem Bein in der Regionalliga-Nordrhein.

Die Chancen, sich früh einen Vorteil zu erarbeiten, hatten die Hausherren. Nachdem beide Teams mit offenem Visier und starken Rückraum-Schüssen – beim BHC traf insbesondere Ben Büscher sicher – begonnen hatten, leisteten sich die Bergischen im Positionsangriff Fehler, die Gladbach umgehend bestrafte. Wecks Einwechslung fruchtete zunächst nicht, die Gäste gingen sogar 15:11 in Front. Doch auch die Gladbacher leisteten sich in dem hitzigen Duell Fehler. Der aus dem Spiel extrem starke Daniel Panitz ließ einen Siebenmeter liegen, und BHC-Schlussmann Tobias Joest berührte mehr Bälle als Marcel Johann, der begonnen hatte.

Hielt überragend in der zweiten Halbzeit: Tobias Joest.

Aaron Exner verkürzte auf 14:16, nach einem weiteren Ballgewinn ließ der BHC die Gelegenheit zum Anschluss aber liegen. Linksaußen Tobias Schmitz vergab in dieser Phase nicht zum ersten Mal eine gute Gelegenheit, so dass es mit 14:17 in die Pause ging. Nach der war es erneut der BHC, der am Drücker war. Weck, Büscher und der auf der Außenbahn eingewechselte Sören Berger glichen aus. Die 440 Zuschauer witterten die Wende – aber Gladbach blieb unter anderem durch Ex-Zweitliga-Profi Heider Thomas cool.

Die nächste kleine Aufholjagd ließ nicht lange auf sich warten. Jonas Leppich nutzte einen Ballgewinn zum Treffer in der zweiten Welle, in der ersten Überzahl funktionierte der BHC in einer Kombination, die es vorige Saison noch in der Bundesliga gab. Kristian Nippes und Alexander Weck versenkten hintereinander zum 21:21. Eine Viertelstunde vor Schluss war wieder alles offen.

Die Gastgeber bekamen nun mehr und mehr das, was sie brauchen, um erfolgreich zu sein. Die Abwehr stand grandios, das Tempospiel kam ins Rollen. Nach einem Nippes-Kracher besorgte Nils Artmann beim 24:22 die erste Zwei-Tore-Führung der gesamten Partie für den BHC, der sich nun dank Nippes' Erfahrung und einem komplett heiß laufenden Joest durchsetzte. Leppich setzte sich beim 27:24 nicht nur sehenswert durch, es war gleichzeitig das erlösende Tor.

„In der zweiten Halbzeit haben wir Heider Thomas den Anlauf genommen. Das war entscheidend“, sagte Kristian Nippes, der mit Leistenproblemen spielte, trotzdem sogar fünf Mal selbst traf. „Acht Gegentore in der zweiten Halbzeit sprechen für sich.“ Mirko Bernau machte sich angesichts des hohen Pensums Sorgen um den 34-Jährigen. „Aber es hat zum Glück geklappt“, meinte der Trainer, der extrem glücklich über den Sieg war: „Wir haben uns in der ersten Hälfte den Schneid abkaufen lassen, aber danach viel besser dagegen gehalten.“

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