Handball

Bernau bekämpft das Saison-Aus

Kann Mirko Bernau in dieser Saison vielleicht doch noch aktiv coachen? Der BHC-Trainer ist sehr bemüht. Foto: Kurt Kosler
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Kann Mirko Bernau in dieser Saison vielleicht doch noch aktiv coachen? Der BHC-Trainer ist sehr bemüht.

Kein Handball am Niederrhein?

Von Jürgen König

Das Präsidium des Handballverbandes Niederrhein hat die Saison 2020/21 für beendet erklärt. Die Funktionäre folgen damit konsequent ihrer Ankündigung, wonach sie diesen Schritt gehen wollten, wenn bei der Konferenz von Bund und Ländern der Lockdown hinsichtlich des Sportbetriebs im Amateurbereich verlängert würde. Da Lockerungen nicht beschlossen wurden, folgt das Aus am Niederrhein – ohne Wertung, also ohne Auf- und Absteiger. Selbst die Rechtsmittelbelehrung ist auf der Homepage des HVN schon abgedruckt – ist also alles in trockenen Tüchern?

Wenn es nach Mirko Bernau geht, dann nicht. Der für das Oberliga-Team des Bergischen HC sportlich Verantwortliche hat eine Initiative gestartet, um den Beschluss nicht für endgültig zu erklären. „Die Handballvereine verlieren Mitglieder, Partner, Sponsoren. Da kann es nicht sein, dass unsere Perspektive ist, erst in sieben, acht Monaten wieder unseren Sport auszuüben“, sagt der frühere Profi, der einen Trainings- und Spielbetrieb von Ostern bis Sommer für sinnvoll erachtet, wenn es die pandemische Lage erlaube.

Bernau belässt es in diesem Zusammenhang nicht bei Worten, sondern hat bereits eine schriftliche Stellungnahme im Namen aller Oberliga-Trainer beim Präsidium des HVN eingereicht. „Wir brauchen eine schnelle Entscheidung und setzen auf einen möglichen Staffeltag Anfang März“, erklärt Bernau, der einräumt, dass es gleichermaßen Vereine gibt, die nicht an einer Fortsetzung des Spielbetriebs interessiert seien. Aber auch eben solche, die zu gerne zum Beispiel an einer freiwilligen Aufstiegsrunde teilnehmen würden. So der BHC 2, der gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach die Tabelle bei jeweils 12:0-Punkten anführt. „Wir gehören zu denen, die extrem viel investiert haben“, begründet Mirko Bernau sein Engagement als Lokomotive.

Der Solinger befindet sich dabei in enger Absprache mit Max Ramota und Lars Faßbender. Als Leiter der BHC-Damenbeziehungsweise Trainer der Oberliga-Handballerinnen – Erster mit 11:1-Punkten – besteht bei aller Corona-Vernunft natürlich auch hier das Interesse, zu einer sportlichen Wertung zu gelangen. Wie ebenso in der Regionalliga-Nordrhein, wo analoge Konzepte zur Bernau-Initiative schon den zuständigen Stellen zur Prüfung vorliegen. Und tatsächlich: Der HVN ließ wissen, bei entsprechender Pandemie-Lage kurzfristig Überlegungen zu einer abgespeckten Form des Spielbetriebs anzustellen.

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