Handball

Zum Abschluss spielen die Handballer Frisbee-Golf

Ziel beim Frisbee-Golf ist es, die Scheibe in einen Korb zu werfen. Für die Handball-Profis des Bergischen HC gehört diese Bewegung freilich nicht zum Standard-Repertoire.
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Ziel beim Frisbee-Golf ist es, die Scheibe in einen Korb zu werfen. Für die Handball-Profis des Bergischen HC gehört diese Bewegung freilich nicht zum Standard-Repertoire.

Der Bergische HC beendet ein anstrengendes Trainingslager in Kamen-Kaiserau.

Von Günter Hiege

Der ursprüngliche Plan für den Montagnachmittag lautete „Paddeltennis“. Doch angesichts von fünf intensiven Trainingstagen mit zusammen neun Einheiten, die die Bundesliga-Handballer des Bergischen HC schon in den Knochen hatten, wurde kurzfristig auf Frisbee-Golf umgeschwenkt. Nicht, dass am Ende vielleicht doch noch eine Verletzung auftritt, zumal der Fokus beim vorletzten Event des Trainingslagers in der Sportschule in Kamen-Kaiserau ohnehin auf dem Teambuilding lag.

Genau wie beim anschließenden Mannschaftsabend, bei denen die Neuen ihre Kreativität auch abseits des Handballfeldes beweisen mussten. Jeder hat seine Aufgabe bekommen, von Gesangseinlagen bis zu Präsentationen. Dann sollte auch Fabian Gutbrod zurück sein, der nach dem Testspiel gegen Krefeld am Sonntagabend über Knieprobleme geklagt hatte und zur Untersuchung zurück nach Solingen gefahren war. Bei nur 75 Kilometern Entfernung kein Problem.

Für Trainer Jamal Naji war das Teambuilding neben der handballspezifischen und athletischen Arbeit der entscheidende Aspekt des Trainingslagers, und er zeigte sich auch damit noch vor dem Abschlussabend sehr zufrieden. „Für mich war es spannend, zu sehen, wie die Alteingesessenen die sieben Neuen aufnehmen. Anfangs haben wir als Trainerteam da proaktiv gar nichts gemacht. Es war aber sehr schön, zu sehen, wie die Spieler untereinander kommuniziert haben. Sie haben sich in den Pausen nicht auf ihr Zimmer zurückgezogen, sondern in immer anderen Gruppen getroffen – entweder zum Spazierengehen, zum Kartenspielen, Darten oder Kickern“, sagte Naji.

So sieht es im Trainingslager des BHC aus

BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege
BHC im Trainingslager
BHC im Trainingslager © Günther Hiege

Die Möglichkeiten der Sportschule, in der der BHC in einem eigenen Hoteltrakt untergebracht ist, waren optimal: Gemeinschaftsbereich, Terrasse, Physioraum, Wellnesstrakt mit Saunen und Entmüdungsbecken, die abends gern genutzt werden. „Das war optimal“, sagte Physiotherapeut Severin Feldmann, der mit Kollegin Franziska Wittig über die Tage viel zu tun hatte und zwischenzeitlich noch von einer Auszubildenden unterstützt wurde, die beim Massieren der müden Muskeln unterstützte. Wo es spezifische Probleme gab – zuletzt etwa bei Linus Arnesson, der wegen Leistenproblemen das Spiel gegen Krefeld am Sonntag und auch das Abschlusstraining am Montagmorgen mit Handball- und Kraftteil nicht mitgemacht hatte –, legten die Profis Feldmann und Wittig Hand an.

„Wenn es ein Pflichtspiel gewesen wäre, hätte Linus am Sonntag spielen können, aber wir wollen natürlich gerade bei einem so zentralen Spieler wie ihm kein Risiko eingehen“, meinte der Trainer. Nach dem anstrengenden Trainingslager gibt er seinen Handballern zweieinhalb Tage frei zur Regeneration. Nächste Halleneinheit – dann wieder im Trainingszentrum in Solingen – ist erst wieder am Freitagmorgen. Dann soll es noch mal um die Abwehr gehen, die Naji auch in den Mittelpunkt der Tage von Kaiserau gestellt hatte, wobei er betonte: „Meine Idee ist es, überall anzugreifen, auch in der Defensive.“ Gegen Krefeld hatten die aus der Abwehrarbeit resultierenden Tempogegenstöße schon ganz gut geklappt. Die Herausforderung dürfte am Samstag allerdings größer werden, wenn Neu-Erstligist ASV Hamm der nächste Testgegner sein wird.

Zunächst einmal ist etwas Zeit zum Durchatmen. „Das war hier schon ziemlich heftig, ich bin froh, dass es vorbei ist“, meinte Lukas Stutzke, der sich mit 24 ja noch zu der Abteilung der Jüngeren beim BHC zählen darf. Csaba Szücs, der nach seinem Sehnenriss einen Spezialschuh inzwischen ablegen durfte, hat in Kamen bisher nur im athletischen Bereich gearbeitet. Sollte eine Untersuchung am Mittwoch ein positives Ergebnis bringen, darf er wieder mit leichtem Lauftraining beginnen. Beim Frisbee-Golf konnte der Abwehrrecke am Montag aber schon mitmachen und hat mit „Team Alt“ gegen „Team Jung“ 14:11 gewonnen.

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